Dienstag, 22. Juli 2014

Hey Alexander,

ganz kurzer Zwischenstopp hier nur,
es geht mir gut, ich bin sogar braun geworden
und gleich geht's in mein kleines Paradies in die Nähe von Berlin.
Gerade liebe ich alles und die Welt
und ich fühle mich nicht mehr so klein, wie noch vor den Ferien.
Das Leben ist schön,
meines zumindest,
ich kann es nicht anders sagen.
Auf deinen letzten Brief hat jemand geantwortet, den ich gern näher kennenlernen möchte,
ich glaub, derjenige weiß selbst ganz gut wen ich meine ;)
Ich würd mich wirklich freuen, wenn sich die Person privat bei mir melden würde,
glaubst du, sie macht das?

Es ist so unerträglich heiß hier, boah.
Und Deutschland ist Weltmeister und scheiße man,
eigentlich muss ich dir noch eine Geschichte erzählen,
was am WM - Abend passiert ist.
Aber der Reihe nach, vielleicht heute Abend,
jetzt habe ich keine Zeit mehr.

Dieser Sommer wird vielleicht wirklich gut.
Noch will ich es nicht so laut aussprechen,
verstehst du, die Enttäuschung und überhaupt.
Aber du wirst ganz bestimmt noch Geschichten von mir hören,
das versprech ich dir.

Ich hab eine Freikarte für ein dreitägiges Festival und ich werd mit Hannah an die Ostsee fahren und hach, ich glaube, es wird toll.
Ich hoffe es.
Drück mir die Daumen,
dass ich nicht plötzlich einen Rückfall bekomm oder so.

Es drückt dich ganz fest,

deine Rebecca ♥

Samstag, 12. Juli 2014

Hey Alexander.
Ja, ich bin's mal wieder.
Hab heute so nen mittelguten Tag erwischt glaub ich.
Samstag.
Erster Ferientag.
Mein Leben ist okay, ich bin okay.
Alles ist so okay, so normal, so Durchschnitt eben.
So verdammt genau das, was ich nicht haben will.
Um ehrlich zu sein,
es hat sich nicht viel geändert,
seit ich weg war.

Ich hab Mr. M meine Meinung gesagt.
So richtig.
Dienstagabend hat er angerufen und gefragt,
ob ich immer noch sauer auf ihn bin.
Und ob wir uns nicht wieder vertragen können.
Tja, was soll ich sagen...

Sophie und ich haben mehrmals abends lange am See gesessen und geredet.
Sie ist immer noch meine beste Freundin.
Und das wird sie bestimmt noch lange sein.
Die Art, auf die wir uns verstehen,
geht nicht mal eben so weg.

Laura und ich...
Hahaha, ach was soll's.

Alexander,
ich weiß auch nicht.
Ich will so viel verändern, jetzt, in diesem Moment,
in dem ich dir schreibe,
aber sobald ich den Laptop zuklappe - nichts.
Gar nichts.

Ich hab neulich festgestellt,
dass ich irgendwann aufgehört hab,
zu leben.
Ich sitz immer da und schau allen anderen beim Leben zu
und denk mir aus, was passieren würde, wenn,
aber es passiert nichts, zum Teufel.
Nichts. Nichts. Nichts.

Ach Alexander.
Der Brief hier wird nichts mehr.
Ab Montag bin ich im Urlaub.
Vielleicht kann ich dir danach ein bisschen was schönes erzählen,
wer weiß?

Pass auf dich auf und genieß den Sommer ♥

Deine Rebecca.