Sonntag, 31. März 2013

Oh Alexander.

Was ist nur aus mir geworden?
Der "guten" Rebecca, für die spätestens um Mitternacht Schlafenszeit war?
Weißt du auch nicht?
Ich glaube, es wird Zeit, dass die Schule wieder losgeht.
Es passiert nichts.
Ja, ich weiß, gestern habe ich noch geschrieben, dass es von mir aus immer so sein könnte
und das stimmt auch,
aber es ist trotzdem nicht gut für mich.
Ich meine... Ich verschwende meine Zeit mit Gossip Girl.
Sag es, Alexander, es ist erbärmlich.
Du hast Recht.
Aber immerhin... Hab ich erkannt, dass es nicht gut ist, oder?

Wie auch immer,
bitte entschuldige, dass ich dich nochmal gestört habe.
Ich werde jetzt wirklich schlafen,
also gute Nacht.

Deine Rebecca

P.S.: Was würde ich nur ohne dich tun?
Alexander.

Es ist alles so verwirrend hier. So... ich weiß nicht, mein Leben ist echt verrückt.
Oder ich, ich bin verrückt, wer weiß.
Es ist so... Als würde meine Welt still stehen.
Es ist ok, mich stört das nicht.
Jeder Tag ist gleich.
Zu lange vor'm Laptop, die Liste der Dinge, die ich erledigen müsste noch genauso lang wie zu Beginn der Ferien. Dazu Musik.
Und draußen scheint die Sonne.

"Sitzt du schon wieder vor dem Ding?!" oder "Willst du nicht mitkommen?" waren in den letzten Tage wohl die häufigsten Kommentare meiner Eltern, wenn sie in mein Zimmer gekommen sind.
Oder sie haben sich über das Chaos beschwert.

Aber ich habe keine Lust.
Keine Motivation.
Keine Energie, irgendwas zu machen.
Machen zu müssen.

Ist nur Phase, geht vorbei.
Ich glaube, es nennt sich Pubertät.
Es nervt mich gewaltig.

Egal.
Mein Kopf ist voller unnützer Gedanken.
Voll bis oben hin.
Ich müsste schreiben, über irgendwas.
Schreiben, damit mein Kopf wieder leerer wird, wenigstens ein bisschen.
Ach Alexander. Eigentlich ist es mir irgendwie ziemlich egal.

Clueso ist jetzt richtig.
Und mit seiner Stimme die Erinnerung an den Sommer.
Gewollt.
Den minimalen Nachgeschmack des Rotweins von vorhin auf der Zunge.
Nein, keine Angst, Alexander, ich bin 14.
Zwei winzig kleine Schlückchen nur, aus dem Glas meines Vaters.
Der Himmel ist klar.
Und mir wird mal wieder bewusst, warum ich die Nächte früher so geliebt habe.
- Nicht wahr, Mr. M?
Twinkle, twinkle, little star...
E-Gitarrensolo und ein Lächeln auf den Lippen.
Danke schön, Theo.
Wir werden garantiert irgendwann Eis im Sky klauen und dann mit den Schwänen über den See abhauen, ich bin mir sicher.
Und solange üben wir an den Gummibärchenautomaten. ;)
Träumen vom Sommer.

Weißt du was, Alexander?
Von mir aus könnte es immer so bleiben.
Noch 25° wärmer. Und ein bisschen weniger Schnee.
Irgendwann wird es um diese Zeit (21:52 Uhr) noch hell sein.
Vielleicht werden wir dann mit geklautem Eis irgendwo an einem See sitzen und uns von unseren Träumen erzählen.
Ein bisschen zu idealistisch?
Mag sein, Alexander, mag sein.
Nimm's mir nicht übel, soll vorkommen.
Ist nur 'ne Phase, geht auch vorbei.


"Dort wo wir beide warn...
Fangen andere sich zu streiten an.
Bei uns steht zwischen einer Zeile mehr,
als man in einem Buch schreiben kann.
Ich kann das nicht genau erklärn,
doch weiß, wenn das nicht mehr wär,
setz ich mich hin und schreib'n Song.
Diesmal

Vergessen ist so schwer."


Wo er Recht hat, hat er Recht, was?
♪ "Du bleibst" - Clueso
Schon ok, Mr. M. 
Mir geht's gut.

Also... Ja... Doch, schon, eigentlich.
Es ist nur so, weißt du Alexander,
es sind diese Momente 




weißt du, exakt diese, wenn du dich so stark und so unverletzlich fühlst,
so unzerbrechlich.
Und das auch bist.

Und du trotzdem nichts auf der Welt mehr brauchst als




jemanden, der dich einfach nur festhält und nicht mehr loslässt.
Egal, was passiert.
Weil dieser jemand dich liebt, auf die Art und Weise, wie es nur ein bester Freund kann.
Nämlich unendlich und für immer.

Oh Alexander.
Ich vermisse es so sehr.

...

...

...

Schweigen.
Was auch sonst.
Ein klein wenig Melancholie, heute Abend.
Nostalgie.
(Schönes Wort, oder? Mein neues Lieblingswort, hihi. Auch wenn der Zusammenhang vielleicht nicht ganz korrekt ist, aber macht nichts.)
Nostalgie.
Und ich weiß noch nicht mal, was es genau bedeutet.
Peinlich, peinlich.

Naja, lass dich davon nicht stören, Alexander, so bin ich eben ;)
Ich werd jetzt noch ein bisschen Gossip Girl gucken.
Oh man, ja, jetzt guck mich nicht so an, ich bin ein Mädchen, ich darf das.
Und außerdem hab ich erst vor kurzem angefangen, 1. Staffel, 9. Episode ist heute dran.
Ich mein, irgendwie muss ich mich doch ablenken, oder?
Ist immer noch besser, als heulend auf dem Boden zu sitzen.
(Ich versteh gerade gar nicht, wieso ich mich hier eigentlich so rechtfertige...)

Also, Alexander, schlaf gut und träum was schönes, ja?
Heute in Gedanken bei Mr. M.
Und bei Theo ♥

Ich träum jetzt noch ein bisschen von der Liebe,
ich bin wohl echt ein hoffnungsloser Fall ;)

Deine Rebecca

Samstag, 30. März 2013

Mein Internet ging die ganze Zeit nicht, deswegen kann ich dir leider erst jetzt schreiben, 
aber ich wollte trotzdem noch mal kurz loswerden,
wie unglaublich glücklich es mich macht,
zu lesen, wie sich die anderen über den Blog-Award freuen.
Ich weiß nicht, warum, ist einfach so.
Sie sind alle was ganz besonderes ♥
Und du natürlich auch, Alexander, du auch.
Ich werd mir jetzt noch ganz illegal ein bisschen  Gossip Girl angucken,
auch wenn Zeitumstellung ist und ich morgen früh in die Kirche muss.
Also psst ;)

Mit einem wirklich glücklichen Herzen.

Schlaf gut :*

Deine Rebecca
Schon komisch, oder Alexander?

Wie sich innerhalb von wenigen Momenten alles ändern kann.
Und man zu nichts anderem fähig ist, außer zu lächeln.
Und das wegen ganz banaler Dinge.

Nur zur Erklärung:

Ich war für 2 Tage bei meinen Großeltern, mit meiner ganzen Familie und meine Tante und ihre Familie waren auch da. Das ist schon fast Tradition, dass wir Karfreitag alle zusammen Mittag essen. Naja, jedenfalls, diese Besuche machen mich immer total glücklich, weil ich dann meine beiden Cousins und meine Cousine sehe und das kommt nicht mehr oft vor und... Ok genug gelabert, also Familienbesuch.
Dann unerhört viel SMS, unter anderem mit Theo. Noch so ein armer Kerl, der hoffnungslos in Sophie verliebt ist. Obwohl das noch nicht mal das Problem ist, aber bisher konnte keiner ihrer Verehrer bei ihr landen und die meisten hat sie, wie ich finde, zu Recht eiskalt abserviert. 
Aber Theo ist nett. Theo ist sehr nett und er hat sie verdient. Finde ich.
Und er schreibt "Magste mir vllt helfen...?" und ich antworte "Wenn ich kann, gerne :)".
Bin ich eine schlechte beste Freundin, Alexander?
Nunja, und dann sind wir also wieder zu Hause und dann ist da ein Paket. Absender H&M, haha. Und dann ist da dieses Kleid und ich hüpf vor Freude einmal im Kreis. Eigentlich bin ich so nicht. Aber manchmal... ;)
Tja und dann... Geh ich an meinen Laptop (ja, ich weiß, Alexander, ich hatte es versprochen...) und geh auf Blogger und...

Bin sprachlos. 
Und muss ein bisschen vor mich hinquitschen, vor Freude. Nimm's mir nicht übel, Alexander.
Aber ich finde, das ist absolut verrückt, weil, da schreibe ich seit noch nicht mal einem Monat meine albernen Briefchen an dich und dann bekomm ich dafür auch noch einen

Blog-Award

Meine Güte, keine Ahnung, womit ich das verdient habe. (Ok, vielleicht ist das, was ich hier mache, ein bisschen daneben, aber damit hatte ich nicht im Entferntesten gerechnet und... Tja, ich freu mich einfach.)

Vielen herzlichen Dank, Luisa, für das Lächeln, dieses Tages!

Also...

Die Regeln

1. Poste den Award auf deinem Blog.
2. Bedanke dich bei dem Blogger, der dir den Award verliehen hat und verlinke ihn auf deinem Blog.
3. Nominiere 11 weitere Blogger, die deiner Meinung nach ebenfalls einen Award verdient haben und teile es ihnen mit.
4. Beantworte die 11 Fragen des Awardverleihers.
5. Schreibe 7 Dinge über dich.

Luisa's Fragen:

1. Zu welchen Lied könntest du ständig tanzen?

Oh Gott, schwierige Frage. Zur Zeit glaube ich "Thrift Shop" von Macklemore feat. Ryan Lewis.

2. Ist jeder seines eigenen Glückes Schmied?

Ich denke schon, denn letztendlich lebt jeder sein eigenes Leben und trifft eigene Entscheidung. Wenn dann mal was nicht so läuft, wie es sollte, liegt das eigentlich nur selten an anderen. Das zu erkennen dauert zwar lange, ist aber sehr wichtig, finde ich.

3. Welche deiner Träume sollen unbedingt wahr werden?

Ich würde unglaublich gerne mal nach Kalifornien und Australien, das ist schon ziemlich lange so. So richtige Träume... Früher wollte ich immer Justin Bieber treffen, aber die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei ;) Ich würde gerne jemanden finden, wie Mr. M. Jemanden, der mir einfach zuhört und so weiter und so fort. Das wäre schön.

4. Welche nicht?

Lustig, ich glaube, eigentlich wünscht sich jeder, dass ALLE seine Träume wahr werden... 
Keine Ahnung, vielleicht ist es mir nicht ganz so wichtig, dass ich eines Tages wieder mit Mr. M reden kann. Irgendwie träume ich davon, aber ich glaube, wenn das nicht klappt, dann bin ich jetzt auch nicht am Boden zerstört, oder so.

5. Wenn du dir deine eigene perfekte Welt ausmalen und in ihr leben könntest, wie sähe die aus?

Kein Krieg. (Was da gerade in Korea passiert, ist meiner Meinung nach einfach nur niveauloses Machtpokern.) Und ich glaube, es würde an jeder Ecke kostenlos Eis geben. Und die Menschen würden miteinander reden und sich gegenseitig helfen, egal worum es geht. Alles wäre irgendwie offener. Weniger verrückt. Manchmal wünsche ich mir, Facebook wäre nie erfunden worden. Die Energiesparlampen würden genauso warmes Licht machen, wie die "normalen" Glühbirnen. Das Fernsehprogramm wäre ein bisschen anspruchsvoller. 
Alle wären ehrlicher zueinander. Und jeder würde zweimal nachdenken, bevor er wichtige Entscheidungen trifft. Dann würde es vielleicht weniger Suizide geben oder so.
Vielleicht.

6. Was ist das Dümmste, was du je gemacht hast?

Oha, es gibt viele dumme Sachen, die ich schon gemacht habe... Ich glaube, das verheerendste war, dass ich Mr. M den Link zu meinem alten Blog geschickt habe. Das war vielleicht ein Theater...

7. Welches Tier wärst du gern?

Ein Tiger.

8. Sammelst du irgendwas?

Nein, früher mal, aber jetzt nicht mehr.

9. Wie stellst du dir dein Leben in 10 Jahren vor?

Ich studiere irgendwo in Deutschland Medizin beziehungsweise habe mich schon auf Psychologie spezialisiert, ich habe einen Freund, noch keine Kinder (sind aber in Planung) Auslandsjahr/-semester schon hinter mir. Hoffentlich bin ich dann glücklich.

10. Obst oder Gemüse?

Obst :)

11. Gibt es Übernatürliches?

Ich denke schon. Lässt sich natürlich auf verschiedene Art und Weise auslegen, aber irgendwo "da oben" ist garantiert noch was anderes, was wir nicht verstehen können.

7 Dinge über mich:

1. Seit vier Jahren habe ich einen überaus niedlichen Wellensittich.
2. Ich liebe es, zum Friseur zu gehen.
3. Ich habe ein echt komisches Lachen.
4. Manchmal kommt mir die ganze Welt wie ein einziges, riesengroßes Irrenhaus vor.
5. Ich spiele total gerne Schach und Rommee.
6. Mein Handy ist schon über zwei Jahre alt und ein ziemliches Schrottding, aber es kann alles, was ich brauche und ich liebe es, deswegen will ich kein neues.
7. Oft fällt mir erst hinterher auf, wie dumm/albern/scheiße... ich mich benommen habe - leider!

Meine Fragen:

1. Was macht einen Menschen für dich "stark"?
2. Für welchen Teenie - Popstar hast du mal heimlich geschwärmt/schwärmst du?
3. Wenn du etwas unendlich verschenken könntest, was wäre das?
4. Fragst du dich manchmal nach dem Sinn?
5. Wer hat dich bisher am stärksten geprägt/verändert?
6. Vergleichst du dich manchmal mit anderen?
7. Was ist deine Lieblingseissorte?
8. Woran glaubst du?
9. Ohne was/wen könntest du nicht leben?
10. Bist du schon mal Achterbahn gefahren?
11. Findest du dich selbst hübsch? Begründe!

Der Award geht an...


Ganz schön viel Arbeit, Alexander, aber was soll's. Die Freude ist hunderttausendmal größer. :)

Das war's für heute erstmal, 
vielleicht schreib ich dir nachher noch mal,
wer weiß :)

Immer noch lächelnd,

deine Rebecca

Mittwoch, 27. März 2013

Lieber Alexander.

Einen wunderbaren Abend gehabt.
Eine wunderbare Nacht gehabt.
Einen wunderbaren Morgen gehabt.

Mit den beiden Mädels, die mir das Liebste auf der Welt sind.

Wir haben viel geredet und das war auch gut so.

Aber irgendwann nach Mitternacht hat Laura mich angesehen.
Und hat lange geschwiegen.
Und dann gesagt:

"Weißt du, Rebecca, machnmal habe ich das Gefühl,
ich würde dich gar nicht richtig kennen.
Weil du nie was von dir erzählst.
Ich meine, wir kennen uns schon so lange.
Aber irgendwie weiß ich trotzdem nicht,
was bei dir so passiert."

Sophie hat genickt.
Ich habe genickt.

Weil es ja richtig ist.
Weil Laura Recht hatte, mit dem, was sie gesagt hat.
Und weil mir das bewusst ist.
Und weil ich mir auch schon oft vorgenommen habe, das zu ändern.
Und es aber nie geschafft habe.

Weißt du, Alexander, ich liebe die beiden.
Und ich vertraue ihnen, wirklich.

Aber... 
Wie soll ich ihnen erklären, wie sich die Kälte anfühlt.
Wie sie plötzlich kommt und dann fängst du bei 28 ° an zu zittern.
Wie soll ich erklären, wie einem innerlich kalt ist.
Wenn sie noch nie gefroren haben?

Wie soll ich ihnen erklären, dass nachts die Gedanken kommen?
Wie soll ich ihnen erklären, was es heißt, sich selbst zu verlieren?
Sich vor der Dunkelheit zu fürchten?
Wie soll ich ihnen erklären, wie leer es sein kann, in einem?
Wie sehr Tränen weh tun können?
Wie soll ich erklären, was es heißt, nicht mehr atmen zu können?
Einfach einschlafen zu wollen und niemals wieder aufwachen.
Wie soll ich erklären, warum ich nicht mehr konnte?
Nicht mehr lachen, nicht mehr weinen, nicht mehr leben konnte, damals?
Warum ich sterben wollte?
Wie soll ich erklären, wie es sich anfühlt, 
wenn alles still um einen herum ist, unendlich still?
Und wie soll ich erklären, was es bedeutet, allein zu sein?
Umgeben von tausenden Menschen, und trotzdem allein?
Alexander, sag mir, wie erklärt man jemandem Depression,
der nicht weiß, wie es sich anfühlt?

Und wie soll ich ihnen erklären,
warum er für mich mehr als die Welt war.
Und warum ich für ihn gestorben wäre, ohne zu Zögern.
Wie soll ich ihnen erklären, dass ich ihm mehr vertraut habe,
als jedem Menschen sonst auf dieser Welt?
Wie soll ich ihnen erklären, dass er mich besser kannte, als sie alle hier?
Wie soll ich ihnen erklären, was mich so sicher gemacht hat, bei ihm?
Dass ich mir so sicher war?
Wie soll ich ihnen erklären, dass ich ihn gebraucht habe?
Immer.
Weil nur er wirklich wusste, wie er mich trösten kann, weil eben nur ein Junge so trösten kann.
Wie soll ich ihnen erklären, dass wir mehr als Liebe waren,
weil wir, er und ich, einfach unendlich waren?

Alexander, hast du schonmal versucht, Unendlichkeit zu erklären?

Wie soll ich ihnen erklären, dass ich ohne ihn plötzlich nicht mehr einschlafen konnte?
Wie soll ich ihnen erklären, dass ich ohne ihn nicht mehr atmen konnte, nicht mehr lachen, nicht mehr leben?
Und das alles neu lernen musste, ohne ihn.
Wie soll ich ihnen erklären, dass ich...
Dass ich allein war, in meinen schlimmsten Momenten, als ich eigentlich ihn am allermeisten gebraucht habe?

Verdammt, Alexander, sie wissen nicht, wie es ist, verstehst du?
Sie haben das alles nicht erlebt.
Sie können es nicht verstehen.

Glaub mir, ich möchte es ihnen gerne erklären.
Aber sie wären erschrocken.
Weil das nicht die Rebecca ist, die sie kennen.
Vielleicht würden sie mich hassen.

Alexander, alles, was ich kann, ist schreiben.
Schreiben, was passiert, schreiben, was ich denke.
Aber erzählen...
Wie soll ich ihnen diese Gefühle erklären?
Wie soll ich ihnen das alles so erklären, dass sie es verstehen?

Alexander, es ist nicht möglich.
Ich kann das einfach nicht.

Vielleicht weil es einfach nicht zu erklären ist.
Entweder man hat es selbst erlebt und weiß, wie es ist.
Oder eben nicht.

Vielleicht schreibe ich auch, damit sie es irgendwann lesen können.
Irgendwann verstehen können.
Was ich für ein Mensch bin.
Monster war.

Oder so, wer weiß.

Danke für's Lesen, Alexander, danke.

Mit all meiner Liebe von hier ♥

Deine Rebecca

Dienstag, 26. März 2013

Guten Tag, Alexander.

Ja, ich werde mich bessern.
Nein, ich werde mich bemühen, nicht mehr so oft an dich zu schreiben und am PC zu sein.
Ja, ich werde...
Ach egal, vergiss es.
Ist ja auch nur in den Ferien so schlimm, sonst hab ich doch sowieso nicht so viel Zeit.


Taylor Swift ♥

Ihre Alben sind das einzige, was ich absolut immer hören kann, egal, wie es mir gerade geht.
Ich glaube, jeder hat solche CDs zu Hause.
Sollte jedenfalls jeder haben.
Bei mir ist es so, dass mich Taylor's Texte einfach immer von Neuen überraschen, weil sie so verdammt zutreffend sind und tja, ich liebe ihre Stimme.
Aber naja, Geschmackssache.
Jedenfalls...

Was ich eigentlich sagen beziehungsweise schreiben wollte, Alexander,
ist folgendes:

Weißt du, ich habe heute Nacht tatsächlich noch "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2" geguckt, einfach weil ich es nie geschafft hab, mir den im Kino anzusehen und auch sonst nicht. Wahrscheinlich habe ich wirklich einen Knall oder so, keine Ahnung.
Und naja, wie in jedem anderen Film eigentlich auch, gibt es in Harry Potter diese gewissen Film-Momente.
Meistens fange ich in genau diesen Momenten an zu weinen, weswegen ich Filme eigentlich generell lieber allein gucke. Dann macht es nämlich nichts aus. Also, dass ich weine.
Jedenfalls, diese Film-Momente haben bewirkt, dass mir etwas klar geworden ist.

Denn eigentlich geht es in diesen Momenten immer nur um eine Sache:

Das Leben geht weiter.

Und es stimmt ja auch. Es ist wirklich so. Egal, was passiert. Das Leben geht immer weiter. 
Auch wenn das jetzt echt peinlich ist, aber es hat mich fasziniert, verstehst du?


Und ich glaube, es sind exakt diese Momente, von denen wir für unser Leben lernen können.
Früher dachte ich immer, die Liebe wäre der Schlüssel zu allem. Und klar, die meisten unserer Entscheidungen treffen wir aus Liebe. Oder eben nicht. Und im Endeffekt hat alles in unserem Leben mit Liebe zu tun.
Weil Liebe das ist, was uns alle heilen kann. Immer und immer wieder. 
Was wir brauchen. Was jeder von uns braucht.
Weil Liebe uns retten kann.

Und möglicherweise ist es so, dass viele von uns nur leben, weil sie irgendwann einmal in einem schlimmsten Moment nicht allein waren, sondern so etwas erlebt haben:




Aber ich denke, genau das ist auch das Problem. 
Denn es gibt so viele schlimmste Momente. 
Und die meisten schlimmsten Momente durchleben wir allein. 
Und ohne Liebe. 
Sonst wären es keine schlimmsten Momente mehr.
Aber genau diese Momente prägen uns für unser Leben. 
Ein Mensch zeichnet sich, leider Gottes nicht dadurch aus, wie oft er schon mit anderen zusammen gelacht hat.
Sondern dadurch, wie oft er schon allein geweint hat.

Kannst du mir folgen, Alexander?

Und es gibt Menschen, die geben auf. 
Die geben sich auf, die geben ihr Leben auf.
Und weinen allein, Tag für Tag, Nacht für Nacht.
Und versinken darin.
Und vergessen, dass das Leben trotzdem weitergeht.
Irgendwie. Irgendwann.
Diese Menschen hören auf zu kämpfen. 
Sie sagen, es lohnt sich nicht mehr.
Lohnt sich nicht mehr zu leben.

Und vergessen, dass Aufgeben keine Option ist.
Und vergessen, dass Tod niemals ein Ausweg ist.
Und machen es sich leicht.
Und dann weinen andere allein, ihretwegen.

Aber wenn alle aufgeben, die einmal allein geweint haben.
Ich glaube, wir würden alle sterben.
Und zum Glück geben nicht alle auf.
Und kämpfen weiter, kämpfen weiter, kämpfen, solange es möglich ist.
Und können sich selbst nicht lieben und dafür andere um so mehr.
Die, die am wenigsten haben, können am meisten geben,
das war schon immer so.
Und werden vielleicht eines Tages wieder geliebt werden.
Und werden wieder verlieren,
Und werden trotzdem niemals aufgeben.

Denn Alexander, das Leben geht immer weiter.
Das ist einfach so.
Und wenn man selbst schon lange aufgegeben hat.
Dann haben andere noch längst nicht aufgegeben.
Und kämpfen noch immer.
Und werden niemals aufhören, zu kämpfen.
Und werden niemals aufgeben.
Meist geschieht dies aus Liebe.
Aber nur, weil das Leben weitergeht.

Alexander, wir alle hier, wir alle sollten uns ein Beispielt nehmen.
An diesen Film-Momenten. 
In denen Menschen, die nichts mehr haben, die selbst alles verloren haben.
Nicht aufgeben, niemals aufgeben.
Kämpfen, immer weiter kämpfen.
Nicht für sich selbst.
Sondern für andere.
Aus Liebe.
Damit deren Leben weitergeht.
Sogar sterben, wenn es sein muss.
Nicht für sich. 
Niemals für sich.
Für geliebte Menschen.
Immer.




Sollten wir wirklich, Alexander.
Aufgeben ist keine Option.
Sterben ist kein Ausweg.

Liebe ist vielleicht doch der Schlüssel zu allem. 
Wer weiß.
Wir werden sehen.
Aber, Alexander, versprich mir eines:
Gib niemals auf.
Nichts ist es wert, aufzugeben.
Nichts.

Mit Tränen in den Augen.
Es tut mir Leid, ich wollte nicht weinen.
Das Leben geht weiter.
Es wird immer weiter gehen.

So ist das nämlich.





Montag, 25. März 2013

Ok, wirklich kein Film.
Dafür fast eine Stunde mit Leon telefoniert.
Aber ist nicht schlimm, heute gibt's dann höchstwahrscheinlich einen doppelten Hangover-Filmabend mit Laura und Sophie,
das wird garantiert lustig :D
Es tut mir wirklich Leid, Alexander,
aber zur Zeit ist bei mir nichts mit tiefgründig...
Vielleicht morgen wieder, oder übermorgen.
Oder in einem Jahr, wer weiß.
Bin übrigens echt stolz auf mich, weil ich das hier
Midnight Moments
hinbekommen habe :)
Ja, ich weiß, ist wirklich noch ziemlich am Anfang, aber was nicht ist, kann ja noch werden...

Oh man, weißt du, gerade hasse ich mich ein bisschen dafür,
dass ich dir nur noch so oberflächliche Briefe schreibe,
aber weißt du, nur wenn ich traurig bin, denke ich wirklich nach und hab irgendwelche klugen Ideen.
Und wenn ich glücklich bin, dann ist mein Hirn einfach ausgeschaltet.
Es tut mir wirklich Leid,
aber ich bin ehrlich gesagt lieber glücklich, als traurig.
Und wie heißt es so schön auf den Jute-Beuteln der Hipster?
Geht auch vorbei.

Mitternächtliche Grüße von hier.
Und fühl dich umarmt ♥

Deine Rebecca
Ich bin ein echt hobbyloses Kind, oder?
Ja, ja, ja...
Mir egal, haha. 
Hatte heute einen wunderbaren Nachmittag mit Sophie und Laura gehabt.
Dann lecker Abendessen gemacht, so alle zusammen in der Familie,
kommt selten vor bei uns, deswegen war's auch so was besonderes
und dann noch "Gott des Gemetzels" geguckt.
Ich weiß nicht, aber irgendwie liebe ich diesen Film.
Es bringt mich immer wieder zum Lachen.
Oder es liegt an Christoph Waltz und an Kate Winslet *__*
Diese beiden Schauspieler liebe ich auch.

Oh man.
Ich versuche gerad, mir einen tumblr. zu machen, aber ich schätze, ich bin zu doof dafür (lach nicht, Alexander).
Liegt möglicherweise auch daran, dass ich nebenbei noch mit bloggen, simsen, skypen, Musik hören und durch weheartit klicken beschäftigt bin.
Ok, ja, das war jetzt echt nicht nötig und Angeberei, 'tschuldigung.
Heute bin ich echt irgendwie komisch, finde ich, keine Ahnung, was mit mir los ist.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, so gegen 23 Uhr noch einen Film zu gucken,
aber
a) ich kann mich nicht entscheiden, welchen
und
b) ich hab noch nicht das geschafft, was ich eigentlich bis dahin schaffen wollte, nämlich diesen blöden tumblr - Dingensens da fertig zu machen

Macht nichts.
Guck ich den Film eben noch ein bisschen später.
(Ja, ich weiß, ich hab wirklich keine Hobbys und das ist mir eigentlich auch extrem peinlich, nur diese Nacht nicht...)

Weißt du, Alexander, ich glaube gerade daran,
dass alles gut wird.
Irgendwann.
Ich weiß nicht, ich glaub das einfach.
Bin irgendwie so in der Stimmung dafür.
Nimm's mir nicht übel, ich glaube, mir geht's einfach zu gut.

Und jetzt will Leon sogar noch mit mir telefonieren, na mal sehen, 
ob das mit Film überhaupt was wird, diese Nacht ;)
Ich hab solche Luxusprobleme, echt peinlich...

Oh yeah, Skype ♥

Schlaf gut, Alexander.

Bis morgen.

Deine Rebecca
Lieber Alexander.

Leben.
Leben, leben, leben.




Sonne im Rücken, Lächeln im Gesicht.
Die richtige Musik.
Das Leben ist so wundervoll...
Es ist dieses Gefühl,
wenn du einfach nur glücklich bist.
So glücklich, dass du die ganze Welt umarmen könntest.
Dass du mitten auf der Straße anfängst, im Kreis rum zu hüpfen
und ganz laut zu singen.
Und alle Leute dich verwirrt und entgeistert anstarren
und dir das sowas von egal ist.
Und du sie einfach nur auslachen kannst.
Lachen, lachen, lachen, bis dein Bauch weh tut,
bis dir die Tränen kommen.




Und dann ist da die Vorfreude auf den Sommer.
Und die Hoffnung, dass es MEIN Sommer wird,
der beste Sommer, den ich je hatte.




Und in mir schlägt mein Herz,
schlägt und schlägt und schlägt,
wie seit 9 Monaten nicht mehr,




Ich hab es so vermisst.
Das alles hier.
Ich hab es so sehr vermisst.




Strahlend.
Lächelnd.
Lass uns zusammen um die Welt fliegen, der Sonne entgegen.
Lass uns nie wieder zurückkommen.
Lass uns Könige der Welt sein.
Und alles andere ist egal und nur wir sind wichtig.











Sonntag, 24. März 2013

Glücklich.
Frag bitte nicht, warum, Alexander.
Ich weiß es selbst nicht.
Ein kleines Lächeln auf meinen Lippen.
Heute Abend kein Film, weil meine kleine Schwester schon seelenruhig auf ihrer Matratze in meinem Zimmer schlummert.
Wie ein kleiner Engel.
Morgen wieder, hast du eine Idee, welchen?

Die Zeit fliegt schon wieder, ich hasse es.
Irgendwie will ich jetzt die ganze Nacht wachbleiben und auf weheartit und tumblr rumsurfen.
Als gäb's kein Morgen mehr.
Wozu Ferien doch alles gut sein können... :D

Vorhin hab ich mit Leon geschrieben,
läuft irgendwie nicht so richtig in letzter Zeit, aber macht nichts.
Kaum zu glauben, dass es schon ein Jahr her ist,
dass er mir Schmetterlinge in den Bauch und ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.
Er ist und bleibt mein wunderbarer Sonnenschein ♥

Warten.
Keine Ahnung, worauf.
Wir werden sehen.
Mein Leben plätschert vor sich hin.
Und nichts passiert und gerade das finde ich so toll daran.
Ich muss mich um nichts kümmern, über nichts nachdenken.
Wenn's nach mir ginge, könnte es noch eine Weile so bleiben.
Hätte ich nicht gedacht, dass ich mal so zufrieden sein würde,
wenn nichts passiert.

Das Problem ist nicht,
dass ich niemanden an mich ranlassen kann.
Und will.
Sondern dass ich es nicht ertragen könnte,
von jemandem wieder VERlassen zu werden.
Mit dem ich vorher so viel geteilt habe.
Wenn ich dann wieder allein bin, in diesen schlimmsten Momenten,
wenn ich dann wieder nächtelang einfach nur da sitze und nichts mehr denken und nichts mehr fühlen kann

UND DIESEN JEMAND EIGENTLICH GENAU DANN AM ALLERMEISTEN BRAUCHE

und er nicht mehr da ist.

Ich weiß, dass ich das nicht kann.
Ich schaff das einfach nicht noch ein zweites Mal.


Dumm von mir, oder?
Ich sitze hier in meinem Zimmer, klicke mich durch we♥it und höre traurige Musik.
Und draußen scheint die Sonne und es gibt so viel, was ich tun könnte oder müsste.
Draußen wartet das Leben auf mich,
aber ich habe keine Lust, aufzustehen.
Ja, das ist dumm.
Sag es, Alexander, sag, dass es dumm ist.
Ich will dich verächtlich ansehen und sagen, dass es mir scheißegal ist, ob es dumm ist.
Weil ich nämlich Ferien habe und tun und lassen kann, was ich will.
Und das ist nunmal hier sitzen und meine Zeit im Internet verschwenden, ätsch.
Oh ja, heute sind wir kleinkindlich, was?
I don't care, I love it.

Kurze Erklärung zur letzten Nacht, zu dem, was ich geschrieben habe.
Es ist so, dass ich euch allen nie wirklich eine Chance gegeben habe.
Ihr hattet nie die Möglichkeit, mir wirklich zuzuhören,
mich wirklich festzuhalten.
Im Endeffekt ist es meine Schuld.
Weil ich mich schon immer verweigert habe,
euch allen gegenüber.
Also, nicht immer. Denn es gab Momente, in denen ich euch gerne alles erzählen wollte.
Und das sogar getan habe.
Aber Worte können nicht beschreiben, was ich bin, wenn ich allein bin.
Worte können das niemals ausdrücken.
Ihr könnt es euch nicht vorstellen.
Und selbst wenn ihr all das lesen würdet, was ich im Laufe der Zeit so geschrieben habe,
ihr würdet mich eher hassen, als verstehen.
Weil es nicht schön zu lesen ist.
Weil meine Geschichte einfach keine schöne Geschichte ist.
Und deswegen mache ich euch keine Vorwürfe.
Ihr könnt mir nicht geben, was ich brauche,
weil ich euch nicht lasse.

Weil ich es mir nicht leisten kann.
Ich habe schon einmal jemanden gelassen.
Seht euch an, was aus mir geworden ist.
Nicht, weil es so schrecklich war,
dass mir jemand zugehört hat.
Dass mich jemand gehalten hat.
Nein.
Es war wundervoll.
Unbeschreiblich schön.
Es war dieses Gefühl, dass man richtig ist,
mit allen seinen Fehlern.
Richtig genug,
um in Ordnung zu sein.
Richtig genug,
um geliebt zu werden.
Es gibt keine Worte für dieses Gefühl.
Wir haben es damals mehr als Liebe genannt.
Es war eine undefinierbare Unendlichkeit in mir.
Das war die schönste Zeit.
Und ich habe ihn gelassen.

Und habe ihn gehen lassen.
Und...

Sitze jetzt hier.
Und bin noch immer sprachlos.
Noch immer fassungslos.
Noch immer.
Nach all diesen Monaten.
Und kann es nicht glauben.
Und vermisse es schrecklich.
Vermisse ihn schrecklich.
Und bin nicht mehr richtig genug.
Nicht mehr richtig genug für irgendwas.
Und habe mich verloren, auf der Suche nach dieser undefinierbaren Unendlichkeit.

Und habe nie gelernt, wie ohne jemanden atmen geht.
Und habe vergessen, wie ohne ihn leben geht.
Und kann mich nicht mehr erinnern, wie es ist, richtig zu sein.

Und habe nie wieder jemanden gelassen.

Ihr könnt nichts dafür.
Ihr alle nicht.
Und ihr könnt nichts dagegen machen.

Nur ich hoffe.
Hoffe auf jemanden, der kommt,
im richtigen Moment,
der meine Hand nimmt
und mich nach Hause bringt.
Einfach so.
Hoffe, mich dann irgendwann zu erinnern.
An die undefinierbare Unendlichkeit.
An das Gefühl, richtig zu sein.
Hoffe auf diesen einen Moment,
den es in jedem Film gibt,
diesen Moment der dann immer wieder vor meinen Augen aufblitzt,
diesen Moment, den ich nie vergessen kann.
Dien Hoffnung stirbt nie.
Wurde mir einst ins Ohr geflüstert,
als ich jemanden gelassen habe.

Und so hoffe ich und träume ich.
Und atme und lebe irgendwie.
Und es geht alles.
Es ist ok.
Aber es ist nicht richtig.
Lieber Alexander.

Kannst du mir sagen, was ich tun soll, bitte?
Ich kann mir doch nicht jeden Abend einen Film anschauen, nur weil ich nicht über mein Leben nachdenken will!

Unmerklich unsichtbarer werden, mit jedem Tag, jedem Atemzug ein bisschen mehr.
Aber ist es das, was mich letztendlich retten wird?
Werde ich, wenn sie mich einfach nicht mehr beachten, wenn mich meine besten Freunde nicht mehr beachten, glücklicher sein?
Wohl kaum.
Es scheint für erstmal ein Ausweg zu sein. Aber nicht für immer.

Ich glaube, ich habe einfach mein Selbstwertgefühl verloren. Ok, was heißt einfach.
Und mich selbst.
Ich weiß nicht mehr, wofür ich eigentlich stehe.
Was ich will.
Wer ich bin.
Ich weiß es einfach nicht mehr.
Den einen Tag so, den anderen so.
Wie soll ich glücklich und zufrieden werden, wenn ich nicht weiß, wie?
Oder, doch schon weiß wie, aber weiß dass es unmöglich ist.

Ich will kein Mitleid. Ich will einmal ernst genommen werden.
Ich will, dass mir einmal, nur ein einziges Mal jemand zuhört, 
zuhört, bis ich alles gesagt habe, was ich sagen  muss. 
Ich weiß nicht, wie lange es dauern würde, Stunden, vielleicht Tage.
Ich wünsche mir, dass mich nur ein einziges Mal jemand wirklich versteht.
Nicht nur nickt und sagt, dass das ja alles ganz schöne Scheiße ist, oder so.
Ich hätte gerne einmal jemanden an meiner Seite, in einem schlimmsten Moment.
Jemanden, der weiß, wie sich schlimmste Momente ohne jemanden anfühlen.
Ich will einmal das Gefühl haben, dass es ok ist, dass es mir nicht gut geht.
Ich will einmal das Gefühl haben, dass es ok ist, wer ich bin.
Nur ein einziges Mal noch, weil es sich so gut angefühlt hat, damals.
Ich möchte bitte einmal von jemandem im Arm gehalten werden,
so, dass ich keine Angst mehr davor habe, zu fallen.
Dass ich die Vergangenheit vergessen kann, und wenn es nur für diesen Moment ist.
Und ich möchte noch einmal mit jemandem schweigen.
Schweigen, weil es richtig ist, weil nicht mehr gesagt werden muss.
Golden und leise.


Weißt du, Alexander, wahrscheinlich habe ich das nicht verdient.
Vielleicht werde ich nie bekommen, was ich brauche.
Auch nicht ein einziges Mal.
Aber... Das ist ok so, schätze ich.
Vielleicht macht es nichts.
Wer weiß...


Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich klare, kalte Winternächte liebe?
Wenn der Sternenhimmel unendlich weit scheint.
So wie diese Nacht.
Das Fenster offen, den Wind in den Haaren.
Filmszenen vor Augen, immer mal wieder, einfach so. Passiert mir manchmal, dass plötzlich gewisse Bilder einfach da sind.
Frei.
Freifreifrei und unendlich.
In Gedanken und Träumen versunken und die Zeit fliegt.
Leise das Klavier, "Feather Theme" aus Forrest Gump, was sonst?
Keine Traurigkeit, keine Monster heute.
Das ist pure Melancholie.
Meinen Teddy fest an mich gedrückt.

Es ist ok so.

Nur einen Milchshake hätte ich gern.



P.S.: Bitte ignoriere die Uhrzeit, die angezeigt ist. Mein Internetverbindung hat manchmal kleine Macken. Eigentlich war es irgendwann heute Nacht, vielleich 00:47 Uhr oder so. Entschuldigung.

Freitag, 22. März 2013

Oh Mr M.
Wir hätten diesen Film gemeinsam gucken sollen.
Du hast Recht gehabt, als du gesagt hast, dass du nicht willst, dass ich ihn alleine sehe.
Ich denke, du hattest schon immer Recht.
Einfach, weil du mich schon immer besser kanntest, als ich mich selbst.
Aber das ist jetzt nicht wichtig.
Schlaf gut, Mr. M.
Träum was Schönes.

Vielleicht sehen wir uns irgendwann wieder.
Schweigen.

Aber nicht die Art von Schweigen, die angenehm ist. Bei der man schweigt, weil nichts mehr gesagt werden muss. Weil schon alles gesagt worden ist. Kein Gold.

Dieses Schweigen ist erdrückend. Unerträglich für jeden, der ihm ausgesetzt wird. Weil so viele unausgesprochene Gedanken in der Luft herumschwirren. Weil eigentlich noch so viel offen ist, weil das Bedürfnis zu Reden da ist, aber trotzdem niemand spricht. Kein Silber. Kein Kupfer.

Dunkel.

Ja. Nein. Vielleicht.

Es tut mir Leid, Alexander. Es tut mir so schrecklich Leid.

Es ist genau dieses Schweigen.

"Und wenn du jetzt schweigst,
ich habe versagt."



















Endlos.







Nein, Alexander. Auch du kannst es nicht verstehen. Auch du kannst es nicht ändern.

Es ist in mir. Tief in mir drin.
Und es wird immer dort sein.
Immer.

Erinnerung.

DunkelKaltStillEinsam.

Hölle.


IIch starre die Tasten an. Schwarz, weiß. Aber spielt es noch eine Rolle? Ist das noch wichtig?
Suche, suche nach irgendetwas, Gedanken in meinem Kopf vielleicht. Damit ich weiß, dass ich mich festhalten kann. Irgendwo, irgendwie. Ein bisschen.

Nichts. 

Und die Zeit fliegt.

Schon lange keine Tränen mehr.
Das Atmen wird schwerer.
Keine Fragen, keine Vorwürfe.
Wozu? 

Ihr wisst es nicht. Ihr könnt es nicht wissen.
Und wenn ihr das hier lest, irgendwann, dann macht euch bitte keine Gedanken.
Es ist alles nicht eure Schuld.
Aber ich glaube, ihr werdet es nie lesen.
Und ihr werdet es nie wissen.
Und ihr würdet es nie verstehen.

Niemals.

Weil, wie solltet ihr verstehen, was Monster bedeuten. Oder, noch schlimmer, keine Monster mehr.
Wenn ihr sie niemals erlebt habt.

Mag sein, ich mache Fehler.
Soll ich mir jetzt einen Film angucken und einfach aufhören, zu denken?
Sollte ich vielleicht wirklich.
Und dann schlafen. Und morgen leben. Und die ganzen Ferien leben.
Immer leben.

Ja, mache ich. Später.
Versprochen.
Macht euch keine Sorgen um mich, mir geht es gut.
Aber zuerst will ich euch noch etwas schreiben.
Nicht nur dir, Alexander, euch allen. Der Welt.
Ganz besonders denjenigen, die sich meine besten Freunde nennen.





Schweigen. Da ist nichts. War vielleicht nie was, wer weiß. In mir. Aber ist jetzt nicht mehr wichtig, ist jetzt auch egal. Weglächeln. Denn die anderen sind glücklich. Ihr seid glücklich. Ihr, meine besten Freunde. Ich liebe euch. Liebe euch mehr als alles auf der Welt. Das sollt ihr wissen. Und trotzdem verletzt ihr mich. Einfach, weil ihr es könnt. 
Nicht absichtlich, ich weiß. Jedenfalls nicht bewusst. "Eine Runde Mitleid für Rebecca." Ihr könnt euch nicht mehr dran erinnern? Nicht wichtig. Macht nichts. Einfach weiter lächeln. Ihr werdet es nie verstehen. Dieses Gefühl. Deine beste Freundin. Das Mädchen, dem du immer alles erzählt hast. Lehnt sich an den Jungen, den du am meisten brauchst. Jetzt. Genau jetzt. In diesem Moment. Brauchst, zum Atmen. Brauchst, zum Leben. Ein kurzes Tuscheln. Lautes Lachen. Deine beste Freundin, dein früherer bester Freund. 
So wunderbar sehen sie aus, so glücklich. Freunde, sagen sie, Freunde. Mehr nicht, nein, doch nicht wir beide, doch nicht er, niemals. Jemand flüstert dir zu, dass sie aussehen, wie ein altes Ehepaar. Sie legt ihre Hand über seine.
Dein verzweifelter Versuch, mitzulachen. Irgendwie, bloß nicht auffallen, wird schon alles gut. Bleib stark. Und in deinen Augen die Tränen. Niemand merkt es. Sind alle viel zu beschäftigt, mit Glücklich sein. Ist auch gut so, ist besser so. Alles ok mit dir, ja klar. Warum nicht? Dieses Leuchten in ihren Augen. Ihre großen Gesten, ihr lachendes Herz. Sie haben es verdient, alle. Sie sollen es nie vergessen. Bitte, lass es sie nie vergessen. Stummes Bitten an irgendjemanden, weißt nicht mal genau, an wen. Ist auch nicht wichtig. Nicht. Nicht. Nicht. Und in dir wird es stiller. Und dein Lächeln strahlt nicht mehr. Du siehst ihn wohl zu oft an, er schaut zurück, bemerkt kurz irgendwas, vielleicht. Ein Blick. Dann wieder Ablenkung und vergessen. So soll es sein. Nur um irgendwas zu sagen wirfst du ein, dass du müde bist, ein kleines bisschen nur. "Eine Runde Mitleid für Rebecca..." Und sie sehen sich an und lachen schon weiter. Deine besten Freunde. Es ist nicht mehr nur still. Es wird kalt. Es wird dunkel. 

Es wird leer.

Nein, ihr könnt alle nichts dafür. Wirklich, es ist nicht eure Schuld. Es ist keine Absicht. Es ist kein Mobbing. Ich weiß es, wirklich. Und tut schon nicht mal mehr weh, weil nichts mehr ist, zum Wehtun. Einfach weglächeln. Haha, wie lustig. Es ist keine Absicht. Trotzdem. Leer. Da ist nichts mehr. Nichts. Auf dem Weg nach Hause Schweigen. Unangenehmes, unerträgliches Schweigen. Vorne lachen sie wieder. Die Augenlider blinzeln schwer. Ach ja, bin ja so müde. Sie schließen dich in die Arme, einer nach dem anderen, drücken dich an sich, sagen, wir schreiben, sagen, wir sehen uns. Aber drücken einander länger, fester. Glücklicher. Nicht viel. Aber viel genug. Macht nichts, lächeln und winken. Und dann bist du allein. Sagst deiner Mutter, du gehst ins Bett und sie glaubt dir und dann bricht es nicht mal alles über dich herein, weil schon längst alles in Trümmern liegt. 

Nein, es ist keine Absicht.

Aber in meinem Kopf sind trotzdem keine Gedanken. Nicht mal die Frage nach dem Warum. Vielleicht ist es mir schon so sehr egal. Ich liebe euch. Aber ich bin schon lange nicht mehr eine von euch. Weil ich die Leere nicht vergessen kann, die in mir ist, tief in mir, seit genau 9 Monaten. Und weil sie immer in den passendsten Momenten wiederkommt. Wann auch sonst? Macht nichts, hier muss ich nicht mehr lächeln. Und weinen geht auch nicht, weil keine Tränen mehr. Ist egal. 
Leerleerleer. 
Es gibt keine Worte für dieses Gefühl. Gibt es einfach nicht. Wahrscheinlich ist es nicht mal ein Gefühl. Weil, wenn das nichtsnichtsnichtsnichts ist, was soll man dann fühlen? Ich kann es euch unmöglich erklären. Denn Worte drücken nicht aus, was in einem los ist, wenn man sich leer fühlt. Entweder, ihr kennt dieses Gefühl. Oder ihr kennt es nicht. Und ich hoffe so sehr, dass ihr alle es nicht kennt. Nie kennen lernen müsst. Ihr habt es einfach nicht verdient.
Ihr seid die wunderbarsten Menschen, die mir je begegnet sind. Bitte, passt auf euch auf. Bitte.

Für mich ist es schon lange zu spät. Ich... Ich wollte nie so sein. Ich wusste nicht mal, dass es solche Gefühle überhaupt geben kann. Noch vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, dass ich einmal so werden würde. So sehr jemand, so wenig ich. Ich wollte das alles nie. Ich verabscheue Menschen, die den ganzen Tag nur ihre depressiven Botschaften in die Welt hinausschicken. Und was tu ich hier gerade? Richtig... Und ich will jetzt nicht wieder mit dem "Wenn er jetzt hier wäre, wäre alles viel besser" - Gelaber anfangen.
Weil es nicht so ist.

Weil es nicht besser wäre.
Weil er mir nicht mehr helfen kann.
Weil wir nicht mal Freunde sind. Weil er mich hasst und ich nicht weiß, wie ich ihm gegenüberstehen soll. Darf. Kann.
Weil er mich gemeinsam mit meiner besten Freundin verarscht.
Macht sicher Spaß. Ist sicher lustig.

l.e.e.r

Einfach weglächeln. Opferrolle akzeptiert. Ab heute bin ich ein niemand. Versprochen. Ab heute bin ich endlich so, wie ihr mich haben wollt. 
Schweigen. 
Schweigen, weil so viel gesagt werden müsste.
Ja, ok, ich gebe auf. Ja, ok, ich ergebe mich.
Ich kann nicht und will nicht mehr kämpfen.
Wie soll ich gegen eine solche Übermacht auch ankommen?
Wenn die Menschen, die du liebst, über dich lachen. "Nein, Rebecca, wir lachen doch nicht über dich, wir lachen mit dir." Ist ok. Hab verstanden. Und nein, ich hasse auch Menschen, die einen auf beleidigte Zicke machen. Ich bin nicht beleidigt. Ich bin einfach nur leer. Was soll ich anderes sagen als ist ok, ich hab verstanden? Macht nichts, ich hab nichts mehr zu verlieren.
Irgendwie überleben. Wird schon schief gehen. Und zur Not, wenn nichts mehr richtig ist, lächeln. Geht schon, ist schon ok. War meine Schuld, mein Fehler. 
Ich liebe euch, trotz allem. Ich werde euch auch weiterhin die Hausaufgaben abschreiben lassen. Und ich werde euch immer zuhören, wenn ihr jemanden zum Reden braucht. Versprochen. Geschworen. Bei meinem Leben.
Aber ich werde schweigen.
Schweigen, obwohl ich eigentlich so viel zu sagen hätte.
Wer weiß, vielleicht hört Gott mich ja.

Es tut mir Leid.



Keine Angst, Alexander. Mir geht es gut.
Ab heute bin ich still. 
Dann werde ich hoffentlich glücklicher sein, irgendwann.
Man soll nie aufgeben.
Habe ich mal gehört, von einem wirklich außergewöhnlichen Menschen.
Und falls ihr euch jetzt fragt, warum ich euch all das nie gesagt habe:

Ihr hätte es nicht verstanden.
Weil, das alles hier ist nicht böse gemeint, oder so. Es soll einfach eine Beschreibung meiner Situation, meiner Gedanken und Gefühle sein, soweit vorhanden. 
Aber entweder hättet ihr mich ausgelacht, hättet es nicht so ernst genommen, wie es eigentlich ist.
Oder ihr hättet mich dafür gehasst. 

Und ich will beides nicht.
Ich will einfach nur wieder glücklich sein, oder so. 

Und jetzt guck ich "Titanic".
Ganz allein, mitten in der Nacht.
Weißt du noch, Mr. M, wie du mir damals versprochen hast, diesen Film gemeinsam mit mir zu gucken?
Na egal, vergiss es.

Meinen Teddy im Arm. 

Mit allem, was ich habe. Allem, was ich geben kann.
Bei euch.
Mit all meiner Liebe.
In einem Meer aus Schweigen.

Eure Rebecca.


Donnerstag, 21. März 2013

Lieber Alexander.

Das Wetter ist doof, weil der Frühling nicht kommt, die Betten sind bequem und das Essen schmeckt nicht.

Blablabla.

Ich bin so illegal, haha.
Eigentlich darf ich gar nicht mehr am Laptop sein, schon längst Schlafenszeit,
aber es ist mir irgendwie gerade wirklich egal.
Viel passiert in den letzten Tagen,
alles geht drunter und drüber.
Den Soundtrack vom "Schlussmacher" im Ohr,
Spotify ist doch was Feines, haha :D

Ok, ja eigentlich müsste ich wirklich schlafen, das Pochen in meiner rechten Schläfe war wirklich allerhöchstes Alarmsignal.
Und wer will schon gerne die Osterferien mit Migräne im Bett verbringen?
Ignorieren, ignorieren, ignorieren.
Das Leben ist jetzt wichtiger, als irgendwelche lächerlichen Kopfschmerzen.
(Sag ich jetzt, wenn ich erstmal kotze, wünsche ich mir wieder, einfach nur sterben zu können, ich kenn mich doch...)

Erstaunlich zufrieden mit mir.
Ich weiß, wie das klingt, ich weiß, dass heute niemand mehr zufrieden mit sich ist.
Doch, ich schon. Also fast.
Ein bisschen gelernt, für Geo und Französisch.
Und dann noch was für meine Bikini - Figur getan, besser spät als nie anfangen lautet die Devise, oder?
Ja, die Liste der Dinge, die ich NICHT gemacht hab, heute, ist länger, aber na und?
Wozu gibt's Ferien?

Die letzten Nächte habe ich immer unendlich lange mit Sophie geschrieben und auch jetzt wieder.
Ich weiß nicht, was ich ohne sie tun würde.
Sie ist mein Ein und Alles.
Und meine Augen brennen schon, vor Müdigkeit, aber ich will noch nicht schlafen.

Ich will noch ein bisschen diesen Tag genießen.
Klar, es ist ein Tag wie jeder andere.
Erst ewig in der Schule rumgequält, halb 5 zu Hause.
Hausaufgaben, Lernen.
Und dann schreiben, schreiben, schreiben. SMS, Skype, E-Mail.
Irgendwann auch endlich mal Abendbrot, als ich vor Hunger schon fast gestorben bin,
danach dann wieder schreiben.
Als ob ich sonst keine Hobbys hätte.

Ein Tag wie jeder andere.

Aber nein, Alexander. Du solltest eine Sache über mich wissen.

Heute ist Donnerstag.
Heute ist der 21.

Donnerstag, 21. März 2013.

Augen zu, tief durchatmen.
Warum ich so ein Theater wegen eines Datums mache?
Keine Ahnung, Daten waren für mich schon immer von großer Bedeutung und Zahlen im Allgemeinen auch.

Du musst es nicht verstehen, Alexander.
Es ist eine meiner Macken.
Niemand muss es verstehen.
Nur einer kann es verstehen.



Lieber Mr. M.

Ich weiß nicht, ob dir bewusst ist, dass... Nun ja.
Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß, wie ich beginnen soll. 
Sprachlos trifft es nicht ganz. Wortlos ist besser.
Ja, wortlos.
So sitze ich hier, starre die Tastatur an, suche nach einem passenden Anfang.
Musik aus, weil es hierfür keine passende Musik gibt. 
Ich frage mich, was du heute gemacht hast. 
Und ob du auch kurz an mich gedacht hast, irgendwann.
Vielleicht, als ich nicht, wie sonst üblich im Bus war, weil ich heute Morgen verschlafen hatte. Wer weiß. 
Aber eigentlich spielt es keine Rolle.
Heute ist Donnerstag.
Donnerstag, der 21. März.

9 Monate. 

Heute auf den Tag genau.

Und es ist sogar Donnerstag.

Als ich heute Morgen in Englisch das Datum an den Rand geschrieben habe, hab ich gedacht, "oh, schon wieder ein 21." und einfach weiter gemacht. 
Seit 9 Monaten denke ich jeden 21. ganz besonders an dich. Immer.
Nichts besonderes. Fast normal.

Aber Donnerstag.

DonnerstagDonnerstagDonnerstag.

Mr. M.

Der 21. Juni 2012 war auch ein Donnerstag.

Seitdem reagiere ich speziell auf alles mit 4 Buchstaben, Donnerstage und jeden 21. des Monats.

Da hast du's. 

Du kannst von mir aus gerne die Augen verdrehen, weil du es albern findest, da so ein Gewese draus zu machen, mir egal. 
Heute ist ein besonderer Tag.
Weil du mir vor exakt 9 Monaten gesagt hast, dass du mich nicht mehr liebst, sondern sie.
Weil du damit meine Welt zum Einsturz gebracht hast und weil heute vor 9 Monaten die wohl schlimmste Zeit meines Lebens begonnen hat.
Nein, es war nicht nur deine Schuld. Aber auch...

Seit diesem Tag bin ich nicht mehr die, die ich mal war.
Seit diesem Tag versuche ich, herauszufinden, wer ich jetzt sein soll, wer ich jetzt bin, ohne dich.

Vielleicht ist es erbärmlich, dass ich so von dir abhängig bin, aber...
Mein Gott, du kanntest mich besser als jeder Mensch dieses Universums!
Ich schon oft genug versucht zu erklären, warum und wieso und weshalb du so eine große Wirkung auf mich hast. Oft genug bin ich gescheitert.
Also versuche ich es diesmal lieber gar nicht erst.
Ich würde mich sowieso wieder nur in Gedanken und in Worten verstricken und am Ende kommt nie das raus, was ich eigentlich haben wollte.

Ich schätze, ich kann dich gar nicht erklären. 

Vielleicht sind manche Dinge einfach nicht möglich, soll ja vorkommen.

Ich wollte dich einfach nur an diesen Tag erinnern, Mr. M
und dir sagen, dass es für mich noch lange nicht vorbei ist und dass ich diese Nacht mit meinen Gedanken nur bei dir bin.
Ich weine nicht und ich höre auch keins deiner Lieder...
Jedenfalls momentan nicht, vielleicht nachher, zum Einschlafen.
Ich bin nicht mal traurig.

Ich komme mir vor, wie eine Reporterin, die einen Bericht für eine Lokalzeitung schreibt.
9 Monate sind eine lange Zeit. 
Um zu verlieren, um zu weinen. Zu vermissen.

Halbzeit, Mr. M.

9 Monate lang waren wir mehr als Liebe, mehr als alles auf dieser Welt.
Seit 9 Monaten sind wir nichts mehr, außer alten Bekannten.
Fremden mit Erinnerungen.

Nein, ich weine nicht. Es tut nicht mal weh.

Ich frage mich nur, ob du auch noch manchmal an diese Zeit zurückdenkst.
Ob du dich auch fragst, was aus uns geworden wäre.
Und ob wir wirklich eines Tages Arm in Arm in Kalifornien am Strand im Sonnenuntergang sitzen werden.

So wie's jetzt aussieht, wohl eher nicht.
Aber wer weiß. 
Wir sind noch jung, unser Leben noch lang.
Und die Hoffnung stirbt nie, hast du selber mal gesagt.
Erinnerst du dich?

Heute also 9 Monate.
Danke für alles.
Auf weiter Monate, Jahre, vielleicht auf ein ganzes Leben ohne dich.
Wir werden sehen.
Und alles wird gut.

Ich liebe dich trotzdem.

Rebecca.



Ja. 
So ist das wohl. 
Ich hab schon so oft versucht, es in Worte zu fassen. 
Es geht nicht.
Wir selber haben damals gesagt, dass es mehr ist, als Liebe.
Dass wir unendlich sind.
Wie soll ich es jetzt, im Nachhinein dann beschreiben?
Mit nichts als Worten?

Also lass ich es besser.
Schlafe jetzt, für diese Nacht.
Vorfreude auf die Ferien, weil es dann endlich wieder egal ist, wie lange ich nachts noch wach bin und Briefe schreibe.

Danke für's Zuhören, Alexander, danke.

Was wäre ich nur ohne dich?








♪ "All Too Well" - Taylor Swift

♪ "Let Her Go" - Passenger