Dienstag, 24. März 2015

Alexander.

Die Zeit vergeht zu schnell,
die Tage bis zu diesem einen großen Abschied zerrinnen mir wie Sand zwischen den Fingern
und ich kann nicht schnell genug atmen,
um jeden einzelnen Moment aufzunehmen.
Ich will ein bisschen von allem
und das ist zu viel
und das geht nicht
und das merke ich jetzt.

Es ist 1:54 Uhr.
Ich hab ein Versprechen gebrochen.
In knapp 6 Stunden schreibe ich Französisch-Klassenarbeit,
in 14 Stunden werde ich im Auto Richtung Berlin sitzen,
Richtung Urlaub,
Freiheit.
Zeit.

Hoffentlich.

Ich hab geweint diese Nacht, beim Anblick der Papierschnipsel zwischen den Bergen
und die Wahrheit ist,
dass wir das genauso hätten sein können,
dass es uns jederzeit treffen kann,
dass es zu jeder Zeit,
jeder Sekunde,
jeder Minute,
jeder Stunde
vorbei sein kann.
Und wir wissen nie, wann dieser Moment gekommen ist.
Und gerade deswegen sollten wir uns immer verabschieden,
sollten wir uns nach einem Streit wieder vertragen,
sollten wir einander verzeihen.
Mag sein, dass ich das harmoniesüchtigste kleine dumme Mädchen dieser Welt bin.
Aber die Wahrheit ist, dass ich es nicht ertragen könnte,
wenn jemand sterben würde
und ich demjenigen nicht noch einmal hätte "Danke" sagen können,
"Ich hab dich lieb"
"Schön, dass es dich gibt".

Wieder einmal darf ich hier feststellen,
dass der Schmerz nicht bei denen liegt,
die gehen,
sondern bei denen,
die bleiben.

Alexander, ich war voller Elan diese Nacht,
ich war seit langer Zeit mal wieder produktiv
und ich hab mich endlich wieder sinnvoll gefühlt.

Wenn ich in gut 3 Wochen wieder zu Hause bin,
werde ich dir berichten,
von fremden Menschen, vom Essen, von den Straßen
und der Sonne.
Manchmal habe ich das Gefühl, das Leben hier würde schon jetzt ohne mich weitergehen.
Alle anderen würden weitergehen und mich einfach da stehen lassen,
wo ich geblieben bin
und dabei bin ich ja diejenige, die geht.
Das Verb "hadern" beschreibt meine Situation ganz wundervoll.
Manchmal hadere ich tatsächlich mit meiner Entscheidung.
Manchmal stelle ich mir, ganz im Geheimen die Frage,
ob es das Richtige ist, zu gehen.
Natürlich werden mir alle sagen, dass es eine großartige Chance ist,
die ich unbedingt nutzen muss, nicht jeder hat so ein Glück wie du.
Und sie haben Recht.
Und trotzdem weiß ich, dass ich hier,
zu Hause,
auch hätte glücklich werden können,
anders vielleicht, aber trotzdem glücklich.

Mein Gott, Alexander,
du kannst dir nicht vorstellen,
wie glücklich mich all diese Menschen machen,
jeden einzelnen verdammten Tag.
Du kannst dir nicht vorstellen,
was für ein Glück es ist,
sie zu kennen,
ihnen beim Reden, beim Lachen zuhören zu dürfen.

Ich romantisiere gern, ich bin ein Meister der Verklärung,
aber Alexander,
wenn das Leben schön ist,
ist es dann verwerflich,
die Menschen ebenso schön zu zeichnen?

Mir ist kalt und die Nacht ist klar
und ich hab schon wieder Hunger.
Erstaunlicherweise bin ich nicht müde,
aber ich werde jetzt trotzdem schlafen,
aus purer Vernunft.
Was bin ich doch für ein guter Mensch.

Mit freundlich Grüßen,
die Welt liegt dir zu Füßen.

♥ Deine Rebecca.

Freitag, 20. März 2015

Alexander,

die Bilanz dieser Nacht ist schnell gezogen
und wieder einmal kann ich sagen,
dass ich nirgendwo komplett dazu gehöre,
nirgendwo so richtig zu Hause bin
und dass das sicherlich meine eigene Schuld ist,
wenn ich mitten unter all diesen Menschen bin,
über die ich nur den Kopf schütteln kann
und mich dann zwangsläufig fragen muss,
ob man sich nicht irgendwann seinem Umfeld anpasst
und wie ich überhaupt dazu komme,
andere zu verurteilen.
Alexander,
bitte verzeih mir diese rhetorische Katastrophe,
meine Füße tun weh und mein Kopf ist schwer.

Weißt du, ich sehe mir diese Menschen an
und ich schüttel den Kopf,
ich weiß, dass das hier nicht das ist,
was ich will.
Ich weiß nicht, was ich will,
nur, dass es jedenfalls nicht das ist,
was ich hier teilweise geboten bekomme.

Ich weiß auch nicht,
ob ich jemals das Gefühl haben werde,
irgendwo angekommen sein,
irgendwo genau das zu haben,
was ich mir immer vorgestellt haben.
Ich kann es auf die Zeit schieben, sicher,
ich kann sagen, wäre ich vor 50, 80, 100 Jahren geboren,
wäre alles anders, besser,
aber ich glaube, viel schlimmer ist hier der Ort.
Ich weiß nicht, was ich für Träume habe,
aber ich bin mir beinah sicher,
dass ich sie hier, in dieser kleinen Stadt,
niemals vollständig leben kann.

Es gibt durchaus Menschen,
die ihre Träume hier leben,
diese Menschen sehen in ihren Lederjacken im blassen Licht der Morgensonne unglaublich geheimnisvoll aus, wenn sie an ihrer Zigarette ziehen,
diese Menschen binden sich lachend Krawatten um den Kopf,
diese Menschen sehen sich auf Hausdächern den Nachthimmel an.
Ob sie glücklich sind, ob das ihre Träume sind,
wage ich zu bezweifeln,
aber immerhin tun sie mehr als ich.
Ich bin jemand, der beobachtet
und im Nachhinein all diese wundervollen Menschen,
die so unbedarft vor sich hinleben
in ebenso wundervolle Satzkonstruktionen zu pressen versucht,
die ihnen niemals gerecht werden könnten.
Es gibt Menschen, über die werden Bücher geschrieben.
Und dann gibt es Menschen,
die schreiben diese Bücher.
Und dann gibt es mich.

Und eigentlich ist es traurig.
Und eigentlich ist es verschenkte Zeit
einer Jugend,
die ich so niemals wiederbekommen werde.
Aber was soll ich denn tun, Alexander,
ich habe manchmal das Gefühl,
sie alle werden mich nie verstehen.

Nach Abenden wie diesen sitze ich immer mit einer Ernüchterung zu Hause,
die ich nur schwer in Worte fassen kann.
Mir wird auf dem Nachhauseweg so bewusst,
wie klein die Straßen doch sind
und ich frage mich,
ob es einen Ort auf der Welt gibt,
an dem die Realität meine Fantasie übertrifft,
oder ob ich für immer ein wenig enttäuscht sein werde.

Oft denke ich, dass ich Träume habe,
die mir,
Rebecca,
in der Realität niemals gerecht werden würden.
Ich bin so abgehoben, in meinem Gedanken bei den Sternen
und dann, ab und zu, kommt die Wirklichkeit
und ich erwache für einen Moment,
sehe mich im Spiegel an,
sehe den Blick anderer auf mich
und denke dann über die Erbärmlichkeit nach,
die ich in solchen Momenten ausstrahlen muss.
Es gibt nun mal Menschen, die können es einfach.
Das Leben.
Und manchen ist das irgendwie nicht gegeben
und ich glaube, ich gehöre dazu.
Das hat nichts mit Schule zutun oder mit Organisation.
Das hat was mit Realisation seiner selbst zutun,
mit Authentizität,
mit Selbstreflektion.

In meinem Kopf bin ich so groß.
Bin ich so großartig.
Aber sehe ich mich dann an,
sehe ich mich durch die Augen anderer,
wird mir wieder und wieder bewusst,
dass ich auch nichts weiter bin,
als ein Mensch,
dass ich weder schön
noch klug bin,
dass ich so wenig außergewöhnlich bin,
wie eine Gurke nach EU-Norm.

Meine eigenen Illusionen,
meine Luftschlösser,
sind auf eine tragische Art und Weise beinah schon wieder amüsant.
Ich glaube, daran werde ich auf ewig scheitern,
aber was macht das schon,
wenn ich mein Bett habe,
in das ich mich verkriechen kann?

Ich brauche niemanden,
der meine Hand hält.

Alexander, hörst du die Lügen in diesen Worten,
hörst du, wie sehr mein Herz dem zu widersprechen versucht,
was mein Kopf vernünftigerweise diktiert.

Alexander, zum Glück kennt niemand diesen Blog,
kennt beinah niemand meine Worte,
zumindest niemand von den Menschen,
die mir schon einmal in die Augen gesehen haben.
Wie könnten sie mir auch, nach dieser Sammlung Gedanken eines verrückten 16-jährigen Mädchens,
noch in die Augen sehen.

Die Wahrheit, Alexander, die Wahrheit ist,
dass ich mir wünsche,
dass jemand kommt und einfach meine Hand nimmt
und sagt,
ich lass dich nicht mehr los,
einfach so,
natürlich wünsche ich mir das.

Alles andere wäre eine Lüge.
Und würde es jemand einfach tun,
würde jemand einfach meine Hand nehmen,
ich würde sie festhalten
ohne überhaupt nachgesehen zu haben,
zu wem sie gehört
und Gott, das wäre mein Untergang.
Und es wäre kein bisschen glorreich.

Alexander, die Müdigkeit überwältigt mich ein weiteres Mal,
20 Stunden bin ich jetzt wach,
die nächste Nacht wird noch länger,
oder kürzer,
wie man es nimmt.

In Dankbarkeit,
dass du all das hier still erträgst.
Immer noch.

♥ Deine Rebecca.





Freitag, 13. März 2015

Alexander.

Ich komme nach Hause.
Endlich.

Sicher bin ich nicht, werde ich vielleicht nie sein.
Aber was macht das schon,
wenn es sich zumindest für den Moment anders anfühlt?

Alexander,
ich glaube, da ist jemand,
der mich ansieht.

Es ist keine Vollendung.
Aber es ist vielleicht ein Anfang.

Ruhiger als jemals zuvor in den letzten Jahren.
Ich weiß nicht, ob er sich an das Datum erinnern wird,
wenn er das hier alles später liest.
Bezweifle, dass ihm jemals klar sein wird,
dass dank ihm für mich der letzte Schritt in diesem äußerst langwierigen Prozess
des Wiederfindens begonnen hat,
ohne dass ich wusste,
dass dieser Schritt noch zu machen ist.

Alexander, ich bin all diesen Menschen so dankbar,
dass sie da sind.
Dass sie mir zuhören,
dass sie mich ansehen,
als würden sie mich tatsächlich sehen.

Wie oft war ich unsichtbar oder hab mir gewünscht,
klammheimlich gehen zu dürfen,
unbeobachtet und ungestört?
Alexander.
Wie unbeschreiblich ist es dann,
wenn es sich anfühlt,
als wären da auf einmal Augen,
die einen tatsächlich sehen wollen?

Und da ist diese unzerstörbare Hoffnung in mir,
auf das gute Ende,
das Vertrauen in die Zukunft
und in das Leben
und mein Glück
und mich.

Ich bin unverbesserlich,
wie sollte es auch anders sein?
Im Raum die Frage nach der Verwerflichkeit
von gewollter Naivität und vermessenen Träumen.

Das Leben ist so schön.
So wunderschön.
Und verdammt, Alexander,
sie lassen es mich jeden Tag aufs Neue sehen.
Jeden einzelnen Tag.
Was für ein Glück ich doch habe,
hier sein zu dürfen.

Was für ein nicht in Worte zu fassendes Glück.

Rebecca geht jetzt schlafen,
pünktlich um Mitternacht,
in Glückseligkeit und Frieden.

Mach's gut, Alexander
und pass immer auf dich auf.

Dienstag, 10. März 2015

Alexander.

Wieder mal sind meine Gedanken wie weggeblasen,
sobald mir das blanke Weiß des Bildschirms entgegenstrahlt.
Oder vielleicht ist es auch nur die Müdigkeit,
die jetzt doch kommt,
konstant zu wenig Schlaf ist und bleibt mein kleines Dilemma.

Alexander, wie können wir Kriege moralisch verantworten?
Ich weiß, dass diese Frage sehr allgemein formuliert ist,
aber sie stellt sich mir doch, aus gegebenem Anlass.
Irgendjemand muss doch all diesen Soldaten,
die immer noch Menschen mit Gewehren sind,
sagen, los, geht da raus und schießt.
Wer kann, wer bitte will das verantworten?

Wir.
Die Jugend, die Gesellschaft von heute.
Es ist niemand mehr wach zum Reden, also schreibe ich dir.
Eigentlich will ich hier nicht lamentieren,
es interessiert niemanden
und ich hab all das schon tausend Mal durchgekaut.
Aber was nützt uns uns eine Glorifizierung derer,
die es aus eigener Kraft geschafft haben,
das zu sein, was man in unseren Kreisen einen "guten" Menschen nennt,
wenn dabei all diejenigen hinten runterfallen,
denen es aus welchen Gründen auch immer,
solch "gute" Menschen zu werden?

Ich hab in letzter Zeit viele Filme über gute Menschen gesehen.
Personen, die der Allgemeinheit oder auch ganz persönlich etwas Gutes getan haben.
Jetzt aber sitze ich hier und frage mich,
wie viele Menschen nach diesen Filmen nach Hause gegangen sind
und sich gesagt haben, ja, diese Biografie hat mich gepackt,
ich bin inspiriert,
ich mache etwas Eigenes.
Ich werde ein Guter Mensch.
Alexander, was glaubst du, wie viele Menschen das machen?

Weißt du, ich glaube, ein Problem heutzutage ist,
dass wir die schönen Dinge nicht mehr als solche erkennen.
Wir sind verblendet, von Wirtschaft, Politik, Geld, Macht, Einfluss, Popularität, weiß Gott was.
Und es kommt sogar noch schlimmer.
Wenn ich das richtig erkannt habe,
dann haben wir nicht vergessen, wie man schöne Dinge sieht,
wir können uns auch nicht mehr daran erinnern, wie man sie beim Namen nennt,
einfach mal ausspricht.

Und dann wird das Selbstverständliche zur Besonderheit
und wo landen wir dann?

Alexander,
mein Kopf ist so schwer,
die Müdigkeit,
die Gedanken.

Ich glaube, jeder von uns braucht jemanden,
der ihn beschützt.
Jeder von uns braucht sein Wunder.

Ich weiß nicht, ob sie alle merken,
dass ich versuche, die schönen Dinge beim Namen zu nennen.
Meine Gedanken wandeln sich wieder einmal
und die unendliche Banalität
die täglich über mich hereinbricht,
ist in der Tat nicht einfach zu romantisieren.
Aber wie sonst wollen wir in einer Welt leben,
die so von Angst, Hass und Unsicherheit bestimmt wird?
Ohne die richtige Portion Optimismus hätten wir nur noch wenige Gründe zum Lachen.
Oder?
Ich weiß es nicht, Alexander,
ich weiß es nicht.

Unsicherheit ist vielleicht sogar das große Zauberwort.
Hast du jemals versucht, jemandem irgendwas zu versichern,
der absolut vom Gegenteil überzeugt war?
Es fühlt sich unmöglich an.
Aber was, wenn man einfach selbst die Sicherheit wird?
Wir kriegen keine andere allgemeingültige Absolution als den Tod,
das hab ich schon vor längerer Zeit hier festgestellt.
Und diese Tatsache ist nunmal wenig aussichtsreich.
Aber, nur mal angenommen wir hätten wirklich die Möglichkeit,
selbst zu bestimmen, was und wie wir sein wollen (und theoretisch haben wir die ja),
warum werden dann nicht einfach wir zur Absolution?
Warum fangen nicht einfach wir an,
Hoffnung und Zuversicht, Gewissheit,
Sicherheit
zu verbreiten?

Okay, das klingt sicher leichter, als es ist.
Aber Alexander, mein Gott,
ich hatte meine Absolution,
als ich einem gewissen Mr. M die größten Worte geglaubt habe.
Er hat mir seine Absolution gegeben,
in jeder Hinsicht
und jetzt kann ich das, was ich bekommen hab,
weitergeben, an jeden,
der's nötig hat.
Oder auch nicht.
In der Hoffnung, es möge genug sein
und dass eines Tages andere meine Absolution an wieder andere weitergeben können.
Und seien es "nur" die eigenen Kinder.
Ich glaube, im Grunde sehnen wir uns alle nach einer Absolution.
Oder?

Wenn ich so durch tumblr scrolle,
frage ich mich,
ob man festlegen kann,
wann ein Mensch geküsst werden
kann
soll
darf
muss.
Ich frage mich, ob jemals jemand mich angesehen
und sich gedacht hat,
dass das der richtige Moment wäre,
um mich zu küssen.
Ich frage mich viel.

Schlafen wird heut Nacht meine Absolution sein,
die einzig Richtige
und alles Weitere muss warten,
aber nun ja.
Heute vor vier Jahren ist das Fukushima-Unglück passiert.
Und ich schlafe tatsächlich zu wenig.

Gute Nacht.

Dienstag, 3. März 2015

Alexander,

ich melde mich kurz und schmerzlos,
nach einer schlaflosen Woche Berlin,
ohne Handy
und mit großen Träumen.

Der Lehrerstreik, meine bevorstehende Geburtstagsparty,
unvergessliche Stunden im Glaskasten,
das alltägliche Leben,
der immer näher rückende Abschied,
die kleinen und großen Dinge,
die mir so im Kopf rumspuken,
ich kann und will sie hier nicht alle aufzählen.
Ich bin am Leben
ich bin lebendig,
ich atme,
ich esse,
ich fühle.

Die Erschöpfung ist meine drittbeste Freundin,
mal ist sie präsenter, mal wird sie in den Hintergrund gedrängt.
Die Zeit rennt und rennt
und sie ist niemals genug,
es könnte alles immer noch ein wenig länger dauern.

Wohin mich all das führen wird, weiß ich nicht,
das Ende ist offen,
so offen wie mein Herz.
Aber es macht mir keine Angst.
Ich war vielleicht niemals so frei und so unbeschwert,
wie ich es jetzt bin.
Verliere mich hier ein bisschen,
finde mich da ein bisschen,
es ist alles möglich
und gleichzeitig sind wir doch so begrenzt in unseren kleinen Freiheiten.

Hab noch immer keine Idee vom Leben,
melde mich wieder, wenn es das nächste Mal Fischstäbchen mit Bratklößen gibt,
oder auch eher,
vielleicht, wenn die Sonne auf Tahiti scheint.

Wir sind alle komisch und je länger ich durch die Straßen laufe,
desto mehr fällt mir auf,
dass Einsamkeit der Fluch nicht nur meiner Generation ist
und dass wir alle ein Lächeln gebrauchen könnten.
Nur, wer soll uns dieses Lächeln schenken,
wir haben ja selbst nichts,
wir brauchen doch,
wir,
ich,
ich ich ich.

Wir sind so unfähig etwas zu bewegen,
uns zu bewegen,
verharren und warten,
auf den Tag der niemals kommt,
auf den wir immer noch hoffen.

Niemand hat gesagt, all das hier würde leicht werden,
aber es nach und nach scheint es mir zu einer
nicht zu bewältigenden Herkulesaufgabe zu werden.
Genauso wie das Musik-Handout zur Spätromantik,
das ich jetzt noch beenden darf.

Alexander,
ich weiß nicht, wann ich das nächste Mal schreiben werden.
Die Müdigkeit, die gerade mein Gehirn erobert,
lähmt mich und deswegen sage ich jetzt nur
bis bald.

Ich werde wieder schreiben.

♥ Deine Rebecca.