Hi Alexander.
Es ist schon wieder spät - 1:02 Uhr -
und ich hab bis gerade eben unten im Wohnzimmer gesessen,
Tee getrunken und ZEIT gelesen.
Ich mach das gern, wenn ich abends so spät nach Hause komme,
dass alle anderen schon schlafen.
Aus meinen Lautsprechern dudelt leise Enno Bunger.
Kenne den Text nicht, habe all diese Lieder noch nie bewusst wahrgenommen.
Aber nichts ist beruhigender, als nachts um eins diese Melodien zu hören.
Ich war nicht auf der ultimativen Sommerferienabschlussparty.
Nein, stattdessen habe ich mit Gustav James Bond geguckt
und ein bisschen Geld für mein neues Handy verdient.
Ich bin so ein verdammt braves Mädchen, Alexander,
es gehört schon fast verboten.
Aber Hannah hat mir das hier geschrieben, vorhin und ich kann es nicht ändern,
ich mache mir wieder Sorgen:
22:58
Rebecca?
Bist du da?
Gott bitte bitte bitte
23:00
Ich brauch dich gerade
Sehr dolle
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Sie war sicher auf der eben erwähnten Party.
Alexander.
Ich bin so unfassbar ruhig gerade, so entspannt.
Ich kann mir gerade keinen Kopf machen.
Obwohl ich es will, es geht nicht.
Ich mach lieber beim Tag von →
Maddie mit. Danke an dieser Stelle an sie (und ich kann nur zum wiederholten Male auf ihren beeindruckenden Blog hinweisen!!!!)
Die Regeln:
- Beantworte die 11 Fragen
- Verleihe den Award an bis zu 11 Blogger mit weniger als 200 Lesern (nicht deinen Nominierer) und gibt ihnen Bescheid
- Stelle selber 11 Fragen
1. Würdest du gerne in der Zeit reisen können, um Dinge verändern zu können?
Ganz früher habe ich mir manchmal gewünscht, die Zeit zurückdrehen zu können. Damit mir bestimmte Dinge niemals passiert wären. Damit ich bestimmte Worte niemals würde hören müssen, bestimmte Tränen niemals weinen. Das wünsche ich mir schon lange nicht mehr. Alles, was mir passiert ist, hat seinen Grund. Nur... Ich wünsche mir oft, ich hätte bestimmte Dinge besser formuliert. Ich habe Menschen aus Unwissenheit oder ganz mit Absicht weh getan. Könnte ich ihnen den Schmerz nehmen, den ich ihnen zugefügt habe, würde ich das auf der Stelle tun. Aber das hat eigentlich nichts mehr mit der Frage zutun. Meine Antwort deshalb: Nein.
2. Bereust du etwas in deinem Leben?
Die Antwort auf diese Frage bezieht sich in meinem Fall beinah direkt auf die erste. Ich bereue nicht, was ich gesagt habe. Aber ich bereue, was meine Worte mit den Menschen gemacht haben. Ich wünschte, ich könnte ehrlich sein, ohne anderen wehzutun. Ich wünschte, ich könnte meine Meinung ändern, ohne andere zu enttäuschen. Ich bereue keine meiner Entscheidungen. Aber manchmal wünsche ich mir, ich hätte mit mehr Entschlossenheit und Nachdruck zu dem gestanden, was mir ganz klar vor Augen war. Und manchmal wünsche ich mir, ich hätte Menschen retten können und nicht bloß lieben.
3. Was ist dein Lieblingsfilm und wieso?
Ich weiß es nicht. Ich hab ihn noch nicht gefunden. Aber ich muss gestehen, ich habe an Filme ähnliche Ansprüche, wie an Bücher. Und ich habe einige Verfilmungen von Büchern noch nicht gesehen, die zu meinen absoluten Lieblingen gehören. (Falls jemand Empfehlungen hat, der Herbst kommt, ich bin für alles offen.)
4. In welches Land möchtest du mal reisen und wieso?
Mein größter Traum war es mal, eine Weltreise zu machen. Ich möchte so viel wie möglich von der Welt sehen. (Ich weiß, mit meinen Antworten bin ich das perfekte Beispiel für meine Generation, immer schön alle Optionen offen halten. Entschuldigt.) Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste: Ich war noch nie in Skandinavien. Irgendwie hoffe ich da auf eine gewisse innere Ruhe, die mir bisher in meinem Leben fehlt.
5. Würdest du lieber Gedanken lesen oder fliegen können?
Das ist einfach: fliegen. Fliegen ist Freiheit. Ich will nicht wissen, was in den Köpfen anderer Menschen vor sich geht. Ich glaube, dann würde mir nur noch deutlicher werden, was für ein Irrenhaus die Welt ist. Und das will ich nicht. Frei sein ist so viel leichter.
6. Glaubst du an ein Leben nach dem Tod?
Ich war bisher so sehr mit dem Hier und Jetzt beschäftigt, dass ich mich mit dieser Frage noch nicht ernsthaft auseinandergesetzt habe. Aber so spontan:
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass irgendetwas biologisch nicht erklärbares mit unserer Seele (großes Fragezeichen hinter!) passiert. Aber ich glaube weder an Wiedergeburt, noch an den Himmel. (Ich glaube vielmehr, ich bin eine schlechte Christin.)
7. Was hältst du von Reality Shows wie Köln50667?
Wir haben keinen Fernseher, haha, deswegen wurde ich seit frühester Kindheit von sowas ferngehalten. Aber ich glaub, ich find das eher dumm.
8. Welchen Traumberuf hattest du als Kind?
Schriftstellerin. Seit ich weiß, wie man Buchstaben aneinanderreiht. Will ich irgendwie noch immer werden, aber naja. Mein Stil, meine Fantasie, das Geld... Gibt genug Gründe, lieber Medizin zu studieren.
9. Gehst du gerne feiern oder bleibst du lieber zuhause?
Ich will mich lebendig fühlen. Zu Hause vor'm Laptop fühl ich mich eher tot. Also feiern.
10. Was ist dein Lieblingswort?
Kolossal.
11. Bist du mit deinem Namen zufrieden? Wenn nein, wie würdest du gerne heißen?
Meinen richtigen Namen kennen die meisten von euch ja nicht. Ich find ihn okay, aber gefühlt heißt jede vierte genauso, wie ich. Ironischerweise dachten meine Eltern, als sie mich so genannt haben, der Name wäre selten. Wenn ich mir einen Namen aussuchen dürfte... Rebecca.
Meine Fragen:
1. Was bedeutet für dich Freiheit?
2. Wann hast du das letzte Mal Vanillepudding gegessen?
3. Wen hast du zuletzt angerufen und warum?
4. Gibt es einen Menschen, dessen Leben du gern hättest und warum?
5. Wer hat dich bisher am längsten umarmt?
6. Luftballon oder Luftschlange?
7. Wofür lohnt es sich zu kämpfen?
8. Wie riecht dein Sommer?
9. Wo wärst du jetzt gern?
10. Wen siehst du am liebsten lächeln?
11. In welchem Moment hat sich dein Leben verändert?
Ich tagge:
und da die meisten von ihnen Blogs sind, die eh keine Tags beantworten und weil es irgendwie doch immer dieselben sind, nominiere ich hiermit jeden, der sonst noch Lust hat.
Alexander.
Es ist Viertel vier.
Die Müdigkeit ist mir in die Augen gekrochen, ganz langsam und erbarmungslos.
Ich will nachher Hannah sehen.
Ich will mich wieder mit ihr vertragen, bevor sie nach Frankreich geht.
Ich will einfach.
Nobody said it was easy.
Noch immer eins meiner absoluten Lieblingszitate.
Wenn es leicht wäre, wäre es langweilig.
Oder?
Bin gerad so furchtbar klein, so schön allein.
Und irgendwie ängstlich.
Denn was, wenn mein Leben auf ewig zur Bedeutungslosigkeit verdammt ist?
Kann ich das notfalls ertragen?
Ich rette mich selbst jetzt vor meinen Gedanken.
Irgendjemand muss das ja machen.
Also gute Nacht.
Schlaf dich noch ein vorletztes Mal aus.
♥ Deine Rebecca.