Sonntag, 16. Juni 2013

Alexander.
Ich weiß, ich habe lange nicht mehr geschrieben.
Viel zu lange. Und ich will es eigentlich nicht schon wieder mit meinem Leben entschuldigen.
Ich wurde auch getaggt, aber ich glaube, ich schaff das vor den Ferien nicht mehr.
Morgen fängt die letzte Schulwoche an.
Projektwoche bei uns. Wir machen so geile Sachen und alles.
Und überhaupt, eigentlich ist mein Leben wieder so wie früher.
Und ich bin auch fast wieder so, wie ich mal war.
Nur nicht heute.
Es war sein Abschied. Und jetzt ist dieser Abschied auch bei mir angekommen.
Ich... Ich weiß auch nicht.
Heute Nacht sind da irgendwie doch wieder die Tränen.
Eigentlich ist schon längst Schlafenszeit für mich, bei den drei Stunden, die ich letzte Nacht irgendwie nicht mal so ganz zusammenbekommen habe.
Heute ist nichts richtig.
Tut mir Leid, dir das so sagen zu müssen, Alexander.
Aber es ist so.
Es gibt heute keine richtige Musik. Keine richtigen Worte, die jemand zu mir sagen könnte.
Heute bin ich einfach nur leer.
Rückfall, könnte man sagen.
Ich bin zurück gefallen.
An den Ort, wo nichts mehr ist.
Mir ist kalt, so kalt.
Allein war ich schon immer, das macht nichts mehr.
Aber die Stille, die Stille ist so unerträglich.
So laut, in meinem Kopf.
Es war so gut, verdammt.
Bis heute Morgen um zwei haben wir am Feuer gesessen.
Haben geredet, gelacht, getrunken.
Uns gegenseitig in den Arm genommen, in die Augen geschaut.
Ludwig hat uns gezeigt, wie man Auto fährt und dann sind wir immer abwechselnd über die Weide gefahren,
Kupplung kommen lassen, Gas geben.
Musik laut aufgedreht, irgendwann ist jemand auf den Tisch gehopst und hat einen Tabledance zum Besten gegeben.
Es war so verdammt gut.
Wie wir auf den Zug gewartet haben, heute Mittag, und er nicht kam, weil die Deutsche Bahn nunmal die Deutsche Bahn ist.
Und dann... Schweigen. Wie sagt man richtig tschüss?

Mr. M.
Das heute ist dein Abend.
Die Tränen tun wieder weh.
Weil irgendwie...
Was soll ich groß sagen?
Ich hab dir ein "Mach's gut" ins Ohr geflüstert, in der Hoffnung, dass wir uns noch mal sehen.

Dass es noch nicht alles war.
Was soll ich sagen?
Es ist immer noch Liebe.
Die Art von Liebe, die es immer sein wird.

Es ist nicht mehr schlimm, nicht mehr doll.
Aber es ist eben immer noch da.
Macht nichts.
Niemand ist wie du.
Ich werde niemals jemanden so lieben, wie dich.
Sicher, es werden andere kommen.
Die ich kennen und lieben lernen werde.
Aber sie sind alle nicht wie du.
Niemand ist wie du.
Und deswegen werde ich sie nie so lieben können, wie ich dich liebe.

Und weißt du was?
Irgendwie gehöre ich immer noch zu dir.
Auch wenn du nicht mehr zu mir gehörst.

Weil du zu jemand anderem gehörst.
Ich bin immer noch deine.
Hätte ich nicht gedacht, das noch mal so zu sagen.
Aber es ist so, glaub mir.
Wie du neben mir gelegen hast, leise geatmet.
Und wie alle anderen noch geschlafen haben, nur wir beide waren schon wach.
Und haben versucht, uns in den Schlaf zurückzublinzeln
und haben manchmal gelächelt 
und nur so da gelegen.
Es ist immer noch Liebe.
Und ich bin immer noch deine.


So was geht nicht einfach so vorbei.
Auch nach 360 Tagen nicht.

So lange schon ohne dich, verrückt.
Du fehlst mir so sehr, fehlst, fehlst, fehlst,
Liebe ist grausam und das Schicksal ein mieser Verräter.

"Valentinstagsblumen" - Keimzeit.

Mit besten Grüßen an das Leben,
das nächste Mal hätte ich gerne die Light-Version.
Ohne das ganze Kleingedruckte.
Niemand hat gesagt, es würde leicht werden.

Und jetzt kann ich doch schon wieder lächeln.
Du fehlst trotzdem. Immer.
Mach's gut.

Noch immer deine Rebecca.





Dienstag, 11. Juni 2013

Hey Alexander.
Das hier wird heute ein echt gemischter Brief, glaube ich.
Sehr gemischt.
Ich hab von IchDuSie einen Blogaward bekommen, herzlichen Dank dafür!

7 Dinge über mich:

- Ich habe gerade höllische Kopfschmerzen
- Ich ess immer nur, wenn ich Hunger hab und zur Zeit hab ich nie Hunger. Ist einfach so, kann ich auch nichts dafür. Meine liebste Sophie hat sich schon echt Sorgen um mich gemacht, deswegen.
- Irgendwann will ich mal die perfekte CD zusammenstellen. Ich finde, "Mixtape" klingt noch cooler, aber ich hab leider keinen Kassetten-Rekorder mehr, deswegen würde das dann mit dem Hören schwierig werden.
Und ich hasse Bandsalat.
- Leider bin ich irgendwie ziemlich berechenbar - ich weiß gar nicht, woran das liegt.
- Ich hoffe, dass ich, wenn ich sterbe, mit meinem Leben zufrieden bin. Und zwar mit allem. So wie's eben war.
- Früher wollte ich immer unbedingt Schriftstellerin werden.

Eigentlich finde ich, hat jeder meiner Leser diesen Award verdient.
Ihr dürft euch alle angesprochen fühlen und auf eurem Blog 7 Dinge über euch posten :)
Aber auf einen Blog möchte ich euch trotzdem noch einmal besonders hinweisen, weil er einfach wirklich wundervoll ist:
Brambleberry Rose - ein anonymes Tagebuch

Und, ich habe ein Problem: irgendwas ist bei meiner Kommentarfunktion verstellt.
Wahrscheinlich war ich das selber, aber ich weiß nicht, was ich gemacht habe, deswegen... Ich bin irgendwie einfach nicht mehr angemeldet und kann dementsprechend eure Posts nicht mehr kommentieren und auch auf eure Kommentare nicht mehr antworten. Solange kann es sein, dass sich im E-Mail Postfach von einigen eine Nachricht versteckt hat.
Es tut mir wirklich Leid, ich bemüh mich, das wieder hinzubekommen.
Falls jemand einen Tipp hat, woran das liegen könnte, wäre ich ihm oder ihr sehr dankbar. :)

So, Alexander.
Nach dieser kleinen Bemerkung an alle, die dir beim Lesen immer über die Schulter schauen,
bin ich auch wieder vollkommen für dich da.
Heute war eigentlich ein guter Tag. Genauso wie gestern.
Genauso wie eigentlich alle Tage.
Ich kann mich nicht beschweren. Ehrlich nicht.
Ok, jetzt, wo's auf den Urlaub zugeht, fliegen zwischen meinen Eltern wieder öfter die Fetzen, aber ich glaube, das gehört zum Leben dazu.
Gerade bin ich wirklich optimistisch.
Ich weiß auch nicht genau, woran das liegt.
Vielleicht einfach daran, dass ich mehr und mehr werde, wie ich mal war.
Klar, ganz genauso werde ich nie wieder werden, aber ich glaube, das muss ich auch gar nicht.
Langsam finde ich mein Leben wieder ok. Und mich auch.
Und ich habe nicht mehr das Gefühl, jemand sein zu müssen, der ich nicht sein kann.
Und ich denke nicht mehr so oft an Mr. M.
Der hat mich übrigens letzten Freitag angerufen, ziemlich überraschend zwar, aber das war schon ok.
Nächsten Samstag feiert er seine Abschiedsparty.
Mal sehen.

Heute habe ich wieder einen meiner "Alles ist möglich, also warten wir am besten einfach ab, was als nächstes passiert" - Tage.
Ich hab keine Erwartungen. Keine Hoffnungen.
Ich bin mir einfach sicher, dass das alles schon irgendwie hinhauen wird.
Und dann sehen wir weiter.

Tut mir Leid, dass dieser Brief nur so kurz geworden ist, Alexander,
aber ich bin entsetzlich müde.
Und noch sind nicht Ferien.
Und überhaupt, ich hab schon immer noch Kopfschmerzen.
Und gute Nacht jetzt.

Deine Rebecca.

Sonntag, 9. Juni 2013

Hey Alexander.
Heute nach langer Zeit mal wieder.
Eigentlich müsste ich schlafen, weil ich schon letzte Nacht lange wach war, also wirklich.
Um genau zu sein bis halb 5 heute Morgen.
Aber bald sind Ferien und dann hörst du so... Naja, ich will nicht sagen 6 Wochen lang nichts, aber doch sehr sehr lange.
Und deswegen schreibe ich dir heute trotzdem.
Weißt du, heute ist so ein Abend, an dem mir 22° Zimmertemperatur wie eisige Polarkälte vorkommen.
Eigentlich bräuchte ich jetzt eine dicke Jacke. Oder Schokolade.
Oder wenigstens jemanden zum Anrufen.
Nicht, weil ich so viel zu erzählen hätte, das nicht, einfach nur, weil...
Keine Ahnung, irgendwie hätte ich jetzt gerne jemandem an meinem Ohr.
Weißt du, es ist nicht mal schlimm.
Es ist einfach... Heute bin ich melancholisch.
Auf die gute Art und Weise. Die, die nicht wehtut.
Weißt du, Alexander, heute ist so ein Abend, an dem ich mir wünsche, nicht allein zu sein.
An dem ich gerne einen Freund hätte, oder so was in der Art,
jemand, der jetzt bei mir ist und meine Hand hält und mich so besonders ansieht.
Und ich höre uralte Songs.
Also, die wirklich ganz alten.
Die, die meine Eltern auch schon gehört haben.
Manchmal brauch ich das.
Weil, diese Songs, das sind die, bei denen ich glauben kann, dass alles gut wird. Irgendwann.
Und irgendwie ist das eigentlich das, was ich am allermeisten brauche.
Ich brauche den Sommer nicht,
brauche keine gute Musik,
brauche auch keine Liebe.
Nur die Gewissheit, dass alles gut wird.

Ich habe das mal gewusst.
Ich hab nicht dran geglaubt oder so, nein, ich hab's wirklich gewusst.
Es war eins von den vielen Dingen, die Mr. M mir irgendwann nachts mal ins Ohr geflüstert hat.
Oder ich hab's ihm irgendwann mal ins Ohr geflüstert.
Ich weiß es nicht mehr.
Spielt auch keine Rolle mehr.
Ich hab trotzdem gewusst, dass alles gut wird.
Und jetzt...

Ich weiß gar nichts mehr, Alexander.
Irre umher, habe vergessen, wo ich zu Hause bin, wo ich Pause machen und loslassen kann.
Ich bin heimatlos geworden, bei mein Herz losgeworden und gleichzeitig herzlos.
Verloren in einer Welt, in der man nicht zu viel denken darf.
Ich meine, es ist nicht schlimm oder so.
Es geht schon, leben geht sowieso immer.
Und ich glaube, die meisten würden sich fragen, was ich eigentlich für Probleme habe
und ich glaube, sie hätten Recht.

Einerseits freue ich mich so sehr, auf die Ferien, auf den Sommer.
Kann es kaum erwarten, endlich frei zu haben.
Und andererseits versinke ich in Melancholie.
Ich bin ein ziemlich komischer Mensch, glaube ich.

Alexander. Kannst du nicht jemanden sfinden, der mich genau dafür liebt?
Dass ich so ein komischer Mensch bin?
Liebe ist zwar nicht die Lösung meiner Gedanken, aber ich glaube, es würde alles ein bisschen leichter machen.
Zu wissen, dass ich jemanden an meiner Seite habe.
Der dort bleiben will, für immer.
Bis zum Tod.

Einmal hast du mich gefragt, ob ich glaube, dass aus uns beiden was Großes hätte werden können.
Da waren wir schon lange vorbei.

Langelange.
Und ich habe einen Moment geschwiegen und dann habe ich dir leise geantwortet,
oh ja und dass ich das glaube.
Weißt du das noch?
Ich vermiss dieses Große, das wir hätten sein können und eigentlich irgendwie immer waren.
Es hat mich glauben lassen, dass alles gut wird.

Alexander, ich schlaf jetzt.
The Smiths singen "me to sleep..."
Wie gerne würde ich einmal die Wahrheit hören.
Die Wahrheit von allen.
Und dann verstehen.
Die Regeln dieses merkwürdigen Spiels, das sich Leben nennt.
Bei dem man raus ist, sobald man anfängt, zu denken.
Vielleicht würde ich dann endlich wissen, worum es hier eigentlich geht.
Im Leben, meine ich.
Siehst du, schon wieder zu viele Gedanken.
Ich glaube, ich bin lieber still.
Dann kann ich wenigstens nichts falsch machen.
Oder, ich lass Bilder für mich sprechen.
Für das Durcheinander in meinem Kopf und meinem Herzen und überhaupt.
Mein tumblr.

Gute Nacht.
Schlaf gut. Morgen ist ein neuer Tag.
Morgen wird es besser.
Oder so.

Deine Rebecca

Mittwoch, 5. Juni 2013

Liebster Alexander.
Warum ich so spät schreibe?
Tja, bis vor einer halben Stunde hab ich noch im Theater gesessen und "Hair" gesehen - das ist ein Musical und wirklich, wirklich cool.
Da, wo ich wohne, werden zwar um 6 Uhr abends die Bürgersteige hochgeklappt, aber eins muss man uns lassen: Wir haben einen geniales Theater. Grandiose Schauspieler, atemberaubendes Ballett... Alles.
Es ist wirklich genial.
Ich weiß nicht, kennst du das, wenn du im Kino warst, oder im Theater und so richtig gefesselt bist?
So geht's mir irgendwie gerade, deswegen hab ich wieder nicht so richtig Worte dafür.
Aber macht nichts.
Auch nicht, dass ich morgen trotzdem zur ersten Stunde in die Schule muss, weil's keinen interessiert, dass uns vorhin ein kleines bisschen Lebensgefühl in unsere Träume gemixt wurde.

Weißt du, Alexander, ich glaube, das ist es:

Lebensgefühl.

Und das ist es auch, was unserer Generation verloren geht, mehr und mehr.
Lebensgefühl.
Die unglaublich großen Emotionen.
Wenn uns niemand zeigt, wie das geht, wie man so was fühlt, weil wir vor unseren verdammten elektronischen Geräten vereinsamen und verblöden, mein Gott, klar, dass wir irgendwann alle depressiv werden!!!
Alexander.
Mr. M, Sophie und ich sind danach zusammen nach Hause gefahren.
Kurz vor elf und es war noch hell, Sommersommersommer ♥ ♥ ♥
Let the sunshine in.
Mr. M war so schrecklich aufgedreht, dass er unabsichtlich gegen alle Mülltonnen gefahren ist, die uns im Weg rumstanden und Sophie und ich sind vor Lachen fast von den Fahrrädern gekippt.
Aber was soll's.
YOLO :)
Und ich glaube, das ist es wirklich.
Wir haben nur dieses eine Leben.
Und wir werden niemals jünger sein, als in diesem Moment.
Und vielleicht wird es niemals wieder besser werden.
Und warum verschwenden? Warum denken, warum überlegen?
Warum leben wir nicht einfach?
Die Frage heißt nicht "Warum?" sondern "Warum nicht?".
Wir haben nichts in den Taschen, nichts zu verlieren, die ganzen andern Spasten sind nicht so wie wir.

Und das wichtigste sind wir und das Jetzt und Hier.
Und ich glaube, das ist alles, was in diesem Moment zählt.
Dass wir hier sind.
Jeder einzelne.
Und dass wir leben.

Es kann so leicht sein.
So unbeschwert.
So unendlich.
Und richtig.
Und perfekt.

Warum machen wir es uns so schwer?
Warum stehen wir nicht einfach auf und sagen uns: Jetzt oder nie!
Denn, mein Gott, was haben wir schon zu verlieren?
Unser Herz? Unsere Unschuld? Unser Lachen?
Achje, schon zu spät, schon verloren.
Also, was soll's? Wir können nur noch gewinnen.
Du solltest mich echt sehen, wie ich hier sitze und dämlich grinse und mir echt nur denk, yolo und dass bald Sommerferien sind und überhaupt, wie geil das Leben doch eigentlich ist.

Leben. Leben. Leben.
Das beste, was mir je passieren konnte.

Und jetzt schreibe ich und schreibe mit Sophie und Mr. M und verstehe gerade wieder, warum mir diese beiden Menschen so am Herzen liegen.
Ok, Sophie und ich haben heute nach der Schule fast zwei Stunden Kreuzungs-Konversation gemacht,
wir stellen uns dort, wo sich unsere Wege trennen, mitten auf die Straße und da wir uns nicht gleich verabschieden, fangen wir an, zu reden. Reden. Reden.
Die Leute kommen vorbei. Grüßen uns, weil in dieser Stadt jeder jeden kennt. Reden und reden.
Die Leute kommen noch mal vorbei und wir stehen noch immer da und reden.
Und dann kennt sie mich wieder. Jedenfalls ein bisschen, jedenfalls das, was gerade aktuell und wichtig bei mir ist.
Und ich weiß, dass ich die wunderbarste beste Freundin habe, die man haben kann.
Sie ist nicht immer perfekt, aber genau so, wie sie sein soll.
Und ich liebe sie dafür so schrecklich sehr.

Ach ja, das Leben ist toll
Nimm mir nicht übel, dass ich jetzt schlafen geh, aber ich bin so müde von diesem wirklich bemerkenswert guten Tag, ich kann nicht noch mehr schreiben.
Ich hab dich lieb, Alexander.

Deine seliglächelnde Rebecca.


Dienstag, 4. Juni 2013

Hey Alexander.
Schon wieder ein unüblicher Post für mich, aber ich wurde von Incloudful getaggt.

Also, hier für alle, die die Regeln nicht kennen:


1.  Als Dankeschön den Tagger verlinken.
2. 11 Fragen vom Tagger beantworten.
3. Sich selber 11 Fragen ausdenken.
4. 10 Blogger taggen, die unter 200 Follower haben, und es ihnen mitteilen.
5. Zurücktaggen  
ist nicht erlaubt!

Also, die Fragen von incloudful

Wie heißt deine beste Freundin?
Ich hab gleich zwei davon, Sophie und Laura :)

Lästerst du oft?
Um ehrlich zu sein: Ja. Jeden Dienstag in der 2. Hofpause sitzen Laura, Sophie und ich auf einer Bank auf dem Schulhof und reden über alles und jeden, der vorbei läuft und das ist fast die halbe Schule.

Ohne was könntest du nicht leben?
Ohne die Leute, die ich jeden Tag um mich rum habe. Sie sind meine Energie.

Denkt du manchmal über den Tod nach?
Ja, aber nicht, weil ich sterben will oder so. Sondern eher, weil alle anderen ständig über den Tod nachdenken. Um ehrlich zu sein, ich hasse Tod, weil er endgültig ist. Und ich hab Angst vor ihm.

Wofür bist du deinen Eltern dankbar?
Dass sie von Berlin mit mir hierher gezogen sind und mir eine so sorglose Kindheit ermöglicht haben. Und dass sie sich, was ihre Ehe-Probleme angeht, so gut es geht zusammenreißen, für meine Geschwister und mich.

Auf wen kannst du dich immer verlassen?
So traurig es ist, aber am besten auf mich selbst. Früher konnte ich mich immer auf Mr. M verlassen.
Alle anderen sind unberechenbar, auch meine besten Freundinnen. Meistens ist es das beste, was mir passieren kann, sie bei mir zu haben. Aber meistens ist nicht immer. 

Wie entspannst du dich?
Ins Bett legen und einschlafen. Oder Gossip Girl gucken.

Gibt es etwas, was du schon immer sagen wolltest?
Ich liebe meine Leser. Das hab ich noch nie gesagt und jetzt tu ich's einfach mal: Ihr seid die tollsten!
Ich weiß nicht, womit ich euch verdient habe, aber eure Kommentare zaubern mir immer wieder ein Lächeln auf's Gesicht. Danke ♥

Wie heißt deine Lieblingsmarke?
Marke inwiefern? Klamotten? Oh Gott, der Großteil aus meinem Kleiderschrank ist H&M, aber mein Lieblingsteil ist von promod.

Mit wem hast du am meisten Kontakt?
Mit Sophie, glaube ich.

Bist du zurzeit verliebt?
Verliebt ganz eindeutig nein. Wobei ich zwischen jemanden lieben und in jemanden verliebt sein einen großen Unterschied mache. Aber verliebt war ich schon lange nicht mehr.
So, jetzt kommen meine 11 Fragen:

1. Wer/was hat dich in deinem Leben bisher am meisten geprägt?
2. Die schönsten Worte, die mal jemand zu dir gesagt hat, waren:
3. Was hörst du zur Zeit am liebsten?
4. Woran möchtest du dich immer erinnern können?
5. Was tust du, wenn du nicht einschlafen kannst?
6. An wen denkst du momentan am meisten?
7. Würdest du lieber die Zeit zurückdrehen oder in die Zukunft sehen können?
8. Was macht dich deiner Meinung nach besonders?
9. Was möchtest du unbedingt tun, bevor du stirbst?
10. Was verursacht bei dir lautstarke Schreikrämpfe?
11. Wie lautet dein Lebensmotto?

Ich tagge:

Und jeden, der noch Lust hat, mitzumachen :) Aber diese 7 Blogs sind auf jeden Fall auch mal so einen Klick wert, finde ich, also schaut vorbei.

Tja, Alexander, diese ganze Taggerei und so kostest immer so viel Zeit, deswegen krieg ich heute keinen anderen Brief mehr auf die Reihe - ich wollte nämlich mal vorbildlich sein und zeitig schlafen gehen. ;)
Vielleicht morgen, aber da ist wieder Theaterabo und so, naja, mal sehen.

Also, schlaf gut und träum was schönes, ja?

Rebecca

Sonntag, 2. Juni 2013

Alexander.
Bevor du irgendwas sagst, ich kann nicht schlafen.
Also verurteil mich nicht deswegen. Bitte.
Irgendwie ist heute einfach nicht mein Tag.
Ich bin in Gedanken so bei ihm.
Und weiß nicht mal, warum.
Ich meine, ist das nicht verrückt?
Es ist bald ein Jahr her, 12 verdammte Monate.
Und es ist noch immer dieselbe Geschichte.
Es nervt mich selber schon so sehr.
Aber ich kann's nicht ändern. Und vielleicht will ich es auch gar nicht.
Oder so.

Weißt du, irgendwann letzten Sommer in einer besonders schlimmen Nacht,
hab ich mir vorgenommen, dass ich, wenn unsere Geschichte zu Ende erzählt ist,
sterben werde.
Damals war ich psychisch leicht angeknackst, was aber auch am Einfluss von Luise lag.
Ich meine, das Mädel hat mir Tag und Nacht geschrieben, dass sie sterben will/muss/wird, wie auch immer. Und ich hatte dich gerade verloren.
Mag sein, dass Suizid durch nichts gerechtfertigt ist. Ist es auch nicht.
Aber damals hab ich nun mal gedacht, es wäre leichter. Dann.
"Bis zum Tod", hast du mal gesagt. "Du und ich, wir werden bis zum Tod sein."
 Nein, weißt du natürlich nicht mehr, aber ich.
Und, naja, jedenfalls in dieser Nacht war das mein Mantra.
Bis zum Tod. Bis zum Tod. Bis zum Tod.
Irgendwann später hab ich dir mal versprochen, niemals zu sterben - lange danach, ich war schon fast wieder ok.
"Und außerdem kannst du gar nicht sterben", hast du gesagt, "weil du nämlich in meinem Herzen   immer weiterleben wirst." 

Oh man.
Kannst du dir vorstellen, dass ich unsere Geschichte eigentlich gar nicht zu Ende erzählen will?
Ich meine, klar, ich will gehen, ich will endlich wieder richtig leben.
Ohne Gedanken und den ganzen Mist.
Aber ich will das nicht vergessen.
Uns nicht vergessen.
Auch wenn wir vielleicht gar nicht so viel waren, wie ich immer denke, einfach, weil sich in meiner Erinnerung manches mit meinen Gefühlen gemischt hat und deswegen verdreht ist.
Du warst mein erstes "Ich liebe dich."
Mit dir hab ich auch mich verloren.
Ich will das nicht einfach alles vergessen.
So tun, als wären 2 Jahre meines Lebens nichts gewesen.
Und irgendwie will ich dich nicht vergessen.

Will nicht vergessen, wie sich deine Stimme anhört, wie sich deine Arme anfühlen, wie du riechst.
Wie du mich am Freitag manchmal angesehen hast, als ich mit der betrunkenen Stine im Arm da stand und sie festgehalten habe, damit sie nicht umkippt.
Ich frag mich, was du gedacht hast, wirklich. 
Als hättest du dich an irgendwas erinnert, etwas wiedererkannt.
Bestimmt hab ich mich auch nur getäuscht.
Hoffnung verdreht manches.
Und du und ich, das war schon immer eine einzige Hoffnung.

Weißt du, eigentlich will ich nur noch einmal die Wahrheit von dir hören.
Was du denkst.
Und wenn ich nicht Angst hätte, dir auf'n Keks zu gehen, würde ich dich vielleicht sogar einfach mal fragen.
Aber wir reden nicht übereinander.

Ich meine, wir reden generell nicht.
Du und ich, wir sind nichts mehr.
Jeder, der versucht, das abzustreiten, ist ein Idiot.
Alles, was wir noch sind, sind meine verdammten Gedanken jede Nacht.
Bitter, aber wahr. 
Never imagined, we'd end like this.
Hätte ich wirklich nicht gedacht, nicht, dass wir uns einfach so... Verlieren.
Aus den Augen verlieren.
Wir waren wirklich viel, ich dachte immer, die Zeit könnte uns nichts anhaben.
Aber was soll's.
So ist das Leben.
Und trotzdem ist das hier immer in meinem Kopf:

And as you move on,
remember me,
remember us
and all we used to be.


Du und ich, wir waren der Regen, der leise auf unsere Fenster gefallen ist.
Wir waren die Kirchtumuhren der Stadt, die Mitternacht geschlagen und uns daran erinnert hat,
dass wir eigentlich schon längst schlafen sollten.
Wir waren mal mehr als Liebe.
So hast du es genannt.
Und jetzt sind wir Erinnerungen.
Bittersüße Erinnerungen.
Die, die immer ein bisschen wehtun, nicht doll, aber gerade genug, dass man es merkt.
Die, bei der man das traurige Lächeln eines Verlierers auf den Lippen hat.
Die, die immer da sein werden, ein ganzes Leben lang.
Mein ganzes Leben lang.

Weil, wie hast du mal so schön gesagt?
Eigentlich gehört dir mein ganzes Leben oder so.
Ich könnte mich noch tausend Mal von dir verabschieden, ich glaube, wirklich gehen werde ich nie.
Ein Teil von mir wird immer hier bleiben.
Nicht, weil ich es versprochen habe, sondern ganz einfach weil...
Weil es so ist, glaube ich.
Weil das im Leben manchmal so ist.
Punkt.

Nobody said it was easy.
No one ever said it would be this hard.

Coldplay. Meine Rettung, diese Nacht.
Schweigen.
Schlafen ist jetzt gut, glaube ich.
Solltest du auch mal versuchen, Alexander.
Ist gut gegen alle Arten von Traurigkeit.
Man vergisst alles für eine Weile.

Deine Rebecca.

Lieber Alexander.
Bitte entschuldige, dass ich in letzter Zeit nur so selten schreibe.
Und wenn, dann auch nur so durcheinander.
Aber weißt du, ich will gerade einfach nicht nachdenken.
In mir sind so viele Gedanken.
Aber ich hab keine Lust, auch nur einen von ihnen zu Ende zu denken.
Es sind Ideen, von etwas, das ich als Ganzes noch nicht so richtig begriffen hab.
Und ich glaube, es werden auch nur Ideen bleiben.
Ich kann einfach nichts sortieren zur Zeit.
Und ich bin auch zu faul dazu, es wenigstens zu versuchen.
Am liebsten hätte ich jetzt schon Ferien.
Einfach nur noch die Sachen machen, auf die ich Lust habe.
Oder am liebsten gar nichts machen.
Nichts denken.
Nichts erleben, worüber ich eventuell nachdenken müsste.
Nichts, nichts, nichts.
Und schlafen.
Ganz viel schlafen.
Ach man, Alexander. Tut mir Leid.
Heute bin ich zu nichts gutem fähig.
Eigentlich wollte ich dir über Mr. M schreiben.
Aber ich krieg's gerade einfach nicht auf die Reihe.
Coldplay retten mich.
Mit Kopfschmerzen und noch immer verschnupfter Nase.

Später vielleicht. Vielleicht auch nicht.
Wir werden sehen.