Vor einem Jahr...
Da war Belgien, hat Laura gestern lächelnd zu mir gesagt und ich habe genickt.
Belgien. Ja, das war schon cool.
Vier Tage mit dem Chor auf ein Festival.
Zum ersten Mal ins Ausland zum Singen.
Der Jugendchor fährt in einer Woche nach London, ich wünschte, ich wäre schon groß.
Aber ja, Belgien.
Es waren Tage voller fremder Menschen, die alle nur gesungen haben.
Ein Chor aus China, einer aus Ungarn,
französische, italienische, englische Chöre.
Russland, Spanien...
Und wir haben uns alle irgendwie verstanden.
Mit einem Lächeln, ein paar englischen Wortfetzen.
Passt schon.
Im Prinzip haben wir nichts anderes gemacht, als Filme geguckt, Chips und Salzstangen gefuttert,
gelacht, geredet und gesungen.
Es war einfach nur grandios.
Wie, kurz nachdem wir losgefahren waren, alle Koffer auf die Straße gefallen sind.
Wie unser Chorleiter ausgetickt ist, weil alle das DSDS - Finale mit Luca Hänni sehen wollten und wir am nächsten Tag früh morgens unseren wichtigsten Auftritt hatten.
Das labberige Toastbrot, das wir zum Frühstück essen mussten, die nicht vorhandene Heizung.
Die Parade durch die Stadt, die Abschlussshow.
Und Laura und ich immer mittendrin. Sophie konnte nicht mitfahren, weil sie ein paar Tage bevor's lsogehen sollte, einen Nervenzusammenbruch hatte.
Also waren wir nur zu zweit, haben uns Eis und Waffeln geteilt, sind mit anderen durch die Straßen von Neerpelt gelaufen.
Und er war immer mit dabei.
Hat mich angesehen.
Hat mich festgehalten, wenn ich nicht mehr konnte.
War einfach da.
Mr. M.
Irgendwie in meiner Nähe.
Verrückt, ein Jahr ist das schon her.
Nicht mehr lange, dann ist alles ein Jahr her.
Dass wir zueinander "Ich liebe dich" gesagt haben. Und es ernst meinten.
Und wie er gesagt hat "Ich hab dich lieb."
Und es aus und vorbei war.
Und niemals wieder so, wie früher.
Sophie sagt, du hättest mich nicht verarscht.
Sophie sagt, du hättest mich wirklich geliebt.
Und ich würde es so gern glauben.
Würde so gern glauben, dass ich nicht die ganze Zeit ein dummes, naives Mädchen gewesen bin.
Aber ich weiß nicht mehr, was von meiner Erinnerung noch wahr ist
und was... Naja, eben erinnert und im Nachhinein zurechtgedacht ist.
Erinnerungen verfälschen sich immer, manche mehr, manche weniger.
Weißt du, manchmal würde ich dich gerne nach der Wahrheit fragen.
Mir von dir erklären lassen, wann du was ernst gemeint hast.
Einfach, um es wirklich verstehen zu können.
Ich sage, es war die schönste Zeit meines Lebens.
Aber war sie das wirklich?
Wie viel Schein zwischen dem sein?
Mr. M, ich...
Ach vergiss es.
Manchmal frage ich mich, wer wir damals waren.
Ob wir überhaupt etwas waren.
Weißt du, ich habe alles in Frage gestellt.
Ich bin mir über nichts mehr sicher.
Und das, obwohl du mal meine größte Sicherheit warst.
Erstaunlich, wie sich alles ändern kann, findest du nicht?
Lange Zeit habe ich geglaubt, ich könnte niemals jemand besseren finden,
als dich.
Und glaub mir, das wird nicht leicht werden, weil du auf deine Art der Beste warst.
Auf eine verdammt perfekte Art.
Aber alles ist möglich.
Und ich möchte dir nur sagen, ich träume wieder.
Du hattest Recht, Hoffnung kann nicht sterben.
Alles ist offen, alles ist möglich.
Damals mag ich ein kleines, unbedarftes Mädel gewesen sein,
aber Mr. M, dank dir habe ich viel gedacht und viel gelernt.
Würden wir uns heute kennenlernen,
wären wir vielleicht das perfekte Traumpaar, wer weiß.
Aber egal.
Vergiss es.
Hätte, wäre, könnte.
Manchmal hat man eben einfach Pech.
Kommt vor im Leben, nicht weiter tragisch.
Schön, dass wir so einer Meinung sind.
Im Übrigen hätte ich das nächste Mal gerne einen Chuck Bass,
wenn das möglich ist.
Falls du so jemanden triffst, sag mir Bescheid, ja?
Ich wusste doch, dass ich mich auf dich verlassen kann.
Manche Dinge ändern sich eben doch nie.
Tja. Ein Chuck Bass.
Ich glaube, ich bin wieder auf die Teenie-Schwärmerei-für-einen-Star - Stufe zurückgefallen, ich dachte, mit Mr. M hätte ich die hinter mir gelassen, aber siehste mal, so kann man sich täuschen.
Macht nichts,
denn erstens bin ich noch Teenie, zweitens ist Chuck Bass immerhin der Charakter in einer Fernsehserie
und drittens ist Träumen nicht verboten.
Solange es kein Albtraum wird.
In diesem Sinne, Alexander und in der Hoffnung,
dass du diese Nacht und dein Leben albtraumfrei verbringst ♥
Deine Rebecca.
Da war Belgien, hat Laura gestern lächelnd zu mir gesagt und ich habe genickt.
Belgien. Ja, das war schon cool.
Vier Tage mit dem Chor auf ein Festival.
Zum ersten Mal ins Ausland zum Singen.
Der Jugendchor fährt in einer Woche nach London, ich wünschte, ich wäre schon groß.
Aber ja, Belgien.
Es waren Tage voller fremder Menschen, die alle nur gesungen haben.
Ein Chor aus China, einer aus Ungarn,
französische, italienische, englische Chöre.
Russland, Spanien...
Und wir haben uns alle irgendwie verstanden.
Mit einem Lächeln, ein paar englischen Wortfetzen.
Passt schon.
Im Prinzip haben wir nichts anderes gemacht, als Filme geguckt, Chips und Salzstangen gefuttert,
gelacht, geredet und gesungen.
Es war einfach nur grandios.
Wie, kurz nachdem wir losgefahren waren, alle Koffer auf die Straße gefallen sind.
Wie unser Chorleiter ausgetickt ist, weil alle das DSDS - Finale mit Luca Hänni sehen wollten und wir am nächsten Tag früh morgens unseren wichtigsten Auftritt hatten.
Das labberige Toastbrot, das wir zum Frühstück essen mussten, die nicht vorhandene Heizung.
Die Parade durch die Stadt, die Abschlussshow.
Und Laura und ich immer mittendrin. Sophie konnte nicht mitfahren, weil sie ein paar Tage bevor's lsogehen sollte, einen Nervenzusammenbruch hatte.
Also waren wir nur zu zweit, haben uns Eis und Waffeln geteilt, sind mit anderen durch die Straßen von Neerpelt gelaufen.
Und er war immer mit dabei.
Hat mich angesehen.
Hat mich festgehalten, wenn ich nicht mehr konnte.
War einfach da.
Mr. M.
Irgendwie in meiner Nähe.
Verrückt, ein Jahr ist das schon her.
Nicht mehr lange, dann ist alles ein Jahr her.
Dass wir zueinander "Ich liebe dich" gesagt haben. Und es ernst meinten.
Und wie er gesagt hat "Ich hab dich lieb."
Und es aus und vorbei war.
Und niemals wieder so, wie früher.
Sophie sagt, du hättest mich nicht verarscht.
Sophie sagt, du hättest mich wirklich geliebt.
Und ich würde es so gern glauben.
Würde so gern glauben, dass ich nicht die ganze Zeit ein dummes, naives Mädchen gewesen bin.
Aber ich weiß nicht mehr, was von meiner Erinnerung noch wahr ist
und was... Naja, eben erinnert und im Nachhinein zurechtgedacht ist.
Erinnerungen verfälschen sich immer, manche mehr, manche weniger.
Weißt du, manchmal würde ich dich gerne nach der Wahrheit fragen.
Mir von dir erklären lassen, wann du was ernst gemeint hast.
Einfach, um es wirklich verstehen zu können.
Ich sage, es war die schönste Zeit meines Lebens.
Aber war sie das wirklich?
Wie viel Schein zwischen dem sein?
Mr. M, ich...
Ach vergiss es.
Manchmal frage ich mich, wer wir damals waren.
Ob wir überhaupt etwas waren.
Weißt du, ich habe alles in Frage gestellt.
Ich bin mir über nichts mehr sicher.
Und das, obwohl du mal meine größte Sicherheit warst.
Erstaunlich, wie sich alles ändern kann, findest du nicht?
Lange Zeit habe ich geglaubt, ich könnte niemals jemand besseren finden,
als dich.
Und glaub mir, das wird nicht leicht werden, weil du auf deine Art der Beste warst.
Auf eine verdammt perfekte Art.
Aber alles ist möglich.
Und ich möchte dir nur sagen, ich träume wieder.
Du hattest Recht, Hoffnung kann nicht sterben.
Alles ist offen, alles ist möglich.
Damals mag ich ein kleines, unbedarftes Mädel gewesen sein,
aber Mr. M, dank dir habe ich viel gedacht und viel gelernt.
Würden wir uns heute kennenlernen,
wären wir vielleicht das perfekte Traumpaar, wer weiß.
Aber egal.
Vergiss es.
Hätte, wäre, könnte.
Manchmal hat man eben einfach Pech.
Kommt vor im Leben, nicht weiter tragisch.
Schön, dass wir so einer Meinung sind.
Im Übrigen hätte ich das nächste Mal gerne einen Chuck Bass,
wenn das möglich ist.
Falls du so jemanden triffst, sag mir Bescheid, ja?
Ich wusste doch, dass ich mich auf dich verlassen kann.
Manche Dinge ändern sich eben doch nie.
Tja. Ein Chuck Bass.
Ich glaube, ich bin wieder auf die Teenie-Schwärmerei-für-einen-Star - Stufe zurückgefallen, ich dachte, mit Mr. M hätte ich die hinter mir gelassen, aber siehste mal, so kann man sich täuschen.
Macht nichts,
denn erstens bin ich noch Teenie, zweitens ist Chuck Bass immerhin der Charakter in einer Fernsehserie
und drittens ist Träumen nicht verboten.
Solange es kein Albtraum wird.
In diesem Sinne, Alexander und in der Hoffnung,
dass du diese Nacht und dein Leben albtraumfrei verbringst ♥
Deine Rebecca.



