Samstag, 4. Mai 2013

Alexander.
Bitte verzeih mir.
Ich... Heute ist es nicht die Müdigkeit.
Aber weißt du, es gibt ein paar Dinge, von denen habe ich dir bisher noch gar nicht geschrieben.
Zum Beispiel von meinen Eltern. Oder davon, dass sogar meine liebsten Freundinnen mir manchmal das Gefühl geben, nicht ok zu sein.
Das hat nichts damit zutun, dass ich dir nicht vertraue, es ist nur so...

Manche Dinge, weißt du, ich habe das Gefühl, wenn ich sie nicht aufschreibe oder laut ausspreche,
dann wären sie nicht real.
Ich verdränge sie einfach und es geht. Und sie nerven mich nicht und machen mich nur dann traurig, wenn ich wirklich direkt mit ihnen konfrontiert werde.
Und vielleicht auch aus Loyalität.
Ich meine, wenn ich mich jetzt bei dir über meine besten Freundinnen oder über meine Familie beschwere...
Alexander, ich würde mir vorkommen, wie eine Verräterin.
Das haben sie nämlich nicht verdient, sie sind so wunderbare Menschen, trotz allem.
Und wenn ich ihnen nicht die Chance gebe, etwas an der Situation zu ändern,
wenn ihnen vielleicht noch nicht mal bewusst ist, dass ich überhaupt darunter leide,
dann darf ich mich auch nicht beschweren, oder?
Wie sollen sie wissen, dass ich manchmal deswegen weine, heimlich nachts in mein Kissen.
Wenn niemand es ihnen sagt?
Siehst du...

Und ja, du hast Recht.
Es hat auch damit zutun, dass ich darüber nicht nachdenken will.
Ich würde am liebsten einfach abwarten, was passiert.
Irgendwann geht es nämlich vorbei, wusstest du das, Alexander?
Irgendwann geht alles vorbei.

Bitte verzeih mir.
Ich habe gerade eine kleine Krise.
Ich muss mich erstmal neu ordnen, mich wiederfinden. Bin untergegangen in all dem Stress.
Vielleicht werde ich dir ein paar Tage nicht schreiben.
Nimm's nicht persönlich, es hat nichts mit dir zutun.
Aber dieses scheiß-Internet, ehrlich. Es macht mich völlig konfus. (Tolles Wort, oder, konfus...)
Ich habe mir vorgenommen, in den nächsten Tagen meinen Laptop nicht anzumachen oder so.
Und dafür mal wieder ein gutes Buch zu lesen. Ein bisschen Tagebuch schreiben,
mit roter und türkiser Tinte und die Seiten rascheln.
Im Garten Tischtennis spielen, Skateboard fahren oder einfach nur schaukeln.
Ich liebe es, zu schaukeln, wusstest du das Alexander?
All die Dinge zu tun, die früher immer geholfen haben, wenn ich nicht weiter wusste.
Einen Kuchen backen vielleicht, Klavier spielen.
Nachts am Fenster stehen, der kalte Nachtwind pustet mir den Kopf frei und die Sterne über mir sind unendlich.
Das wär doch mal was, oder?

Oh ja, Alexander.
Ich mach Pause. Ich finde mich wieder.
Es geht nichts verloren, das habe ich mal irgendwann in Chemie gelernt.
Das heißt, irgendwo muss Ich ja sein, stimmt's?

Ich weiß nicht weiter, Alexander.
Ich  bin traurig und glücklich zugleich.
Und irgendwie ist mir auch alles total egal gerade.
Glaubst du, schlafen hilft?
Weißt du, ich hätte jetzt gerne Mr. M hier. Der wusste immer, was richtig für mich ist.
Sonst weiß ich auch nicht mehr weiter, Alexander.

Soll ja vorkommen, im Leben.
Einmal drüber schlafen und morgen sieht die Welt wieder ganz anders aus?
Oh man, Alexander.
Was ist das hier nur alles?

Ich habe alles vergessen. Wer ich bin. Was ich will. Was ich brauche. Wer ich war.
Manchmal habe ich das Gefühl, nichts könnte mir mehr helfen.
Keine Liebe der Welt. Einfach gar nichts mehr.
Verstehst du?
Und ich werde auf ewig ruhelos sein.
Niemals wieder irgendwo zu Hause sein.
Och man Alexander, kannst du nicht bitte die Zeit zurückdrehen?
Vor einem Jahr war alles noch viel leichter.

Schlaf gut. Wenigstens du.
Ich bin verwirrt.
Nachdenklich.
Und gerade auch sehr traurig.
Irgendwie wollte ich nicht, dass mein Leben so... Komisch wird, glaube ich.
Oder was auch immer.

Deine Rebecca.




3 Kommentare:

Celine hat gesagt…

ich mag deine art zu schreiben richtig *-* ♥
guck doch mal bei mir vorbei :)
xoxo celine ♥
http://madamecelly.blogspot.de/

Celine hat gesagt…

dankesehr, das kann ich nur zurückgeben ♥
ich geb mir mühe in nächster zeit mehr zu schreiben :)
love, celine ♥

Regentänzerin hat gesagt…

Meine liebe, ich glaube nicht das das die anderen menschen sind sondern ich.... ich tu mir nichts an. Glaube ich weil ich auch davor zu viel angst habe..