Liebster Alexander.
Frag heute nicht warum, ja?
Bitte. Mein Brief hat heute keinen Sinn.
Aber ich muss einfach schreiben.
Schreiben, um dem undefinierbaren Gefühl in mir Luft zu verschaffen.
Um Platz für neue Gedanken zu machen. Um nicht mehr zu denken, was weiß ich denn.
Heute ist bei mir alles undefinierbar, aber wie gesagt, frag einfach nicht.
Hast du zufälligerweise einen Pullover zu viel? Dank dem Regen hat mein Zimmer polare Temperaturen erreicht. Jedenfalls gefühlt.
Mein Hals tut weh, mein Kopf, mein Herz.
Heute tut mir alles weh, irgendwie.
Am liebsten würde ich jetzt weinen.
Würde auch wehtun, ja, aber macht nichts. Tut ja sowieso alles weh heute.
Wishing you well.
Alexander, ich bin so durcheinander.
Heute will ich alles und nichts.
Ist es nicht so, dass wir alle auf den einen warten, der es einfach nur richtig macht?
Ich glaube schon.
Oder so...
Vielleicht hab ich auch einfach keine Ahnung vom Leben.
Bestimmt ist es das. Ich hab keine Ahnung.
Kannst du heute Nacht bei mir bleiben, Alexander?
Und meine Hand halten, zum Einschlafen.
So wie mein Papa das früher immer gemacht hat, wenn ich nach einem Albtraum ins Ehebett gekrabbelt bin.
Wie ich es vermisse.
Die Zeit, als Hand halten noch gereicht hat.
Wobei, vielleicht würde es noch immer reichen. Nur ist da niemand mehr, der meine Hand hält.
Oh Alexander, warum bin ich nur groß geworden?
Irgendwie hat mich niemand gefragt, damals, glaube ich. Ob ich das überhaupt will.
Oder ich hab einfach ja gesagt. Und hab mich gefreut.
Weil ich dachte, es gibt immer jemanden, der einem die Hand hält, damit man einschlafen kann.
Überhaupt ist alles anders, als ich dachte.
Scheiße, das alles. Garantie ist abgelaufen, Umtausch nicht mehr möglich.
Was bleibt, ist das beste draus zu machen.
Will ich ja auch, Alexander, will ich ja auch.
Aber ich weiß nicht, wie. Kann nicht irgendjemand kommen und mir zeigen, wie's geht?
Mich an die Hand nehmen, sagen, komm mit, ich weiß, wo's langgeht.
Irgendwie sowas.
Ich glaube, ich müsste mal mein Leben aufräumen.
Weil, unter all dem Wust aus Gedanken, Nächten, Tränen und Erinnerungen,
find ich die wichtigen Dinge nicht mehr.
Müsste mal entrümpeln, bis mein Herz wieder zum Vorschein kommt.
Und mein Wille.
Mein Verstand.
Die kleine Rebecca von den alten Videos, die lachend im Regen tanzt und singt.
Ich weiß wieder, wer ich mal war.
Aber ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie das geht.
Oh man und jetzt geht das Weinen doch.
In meiner Welt ist es einfach nicht vorgesehen, dass man sich verliert, weißt du?
Gedanken sind Monster.
Und dann passt nichts mehr.
Und dann hilft nichts mehr.
Nicht mal Hand halten.
Alexander, glaub mir, vor einem Jahr hätte ich niemals gedacht, dass ich so werde, wie ich bin.
Verdammte Scheiße, ich war mal wer.
Ich hatte Charakter und eine eigene Meinung und mich hat niemand einfach kleingemacht.
Und jetzt...
Sie können mit mir machen, was sie wollen.
Einfach, weil ich nicht mehr weiß, wie ich mich dagegen wehren soll.
Denn so ist das. Wer vergisst, wer er ist, der wird Opfer.
Pech gehabt.
Und die anderen können nicht mal was dafür.
Ist ja schließlich meine Schuld, hätte ich mal besser auf mich aufgepasst.
Gedanken sind Monster.
Aber das hat mir niemals jemand gesagt.
Als ich noch die kleine Rebecca von den Videos war, die lachend im Regen getanzt hat.
Und letztendlich kann wirklich niemand was dafür.
Nicht Luise mit ihren Todesgedanken.
Nicht Mr. M, weil er seine Versprechen gebrochen und mich allein gelassen hat, als ich ihn am Nötigsten brauchte.
Nicht Sophie und Laura, wenn sie ihre nicht-so-böse-gemeinten-Bemerkungen abfeuern und mich nicht verstehen.
Nicht meine Eltern, weil sie nicht einfach mal abends gefragt haben, ob WIRKLICH alles ok ist.
Niemand, Alexander.
Und ich glaube, das ist das Schlimmste.
All diese Gedanken.
Kopfsache.
MEINE Kopfsache.
Meine Schuld.
Ich könnte es ändern.
Aber, zum Teufel, WIE?
Ich will nicht mehr denken, Alexander.
Ich will das einfach nicht mehr, ok?
Heute Nacht geht's mir nicht so toll.
Irgendwie geht bei mir heute Nacht gar nichts.
Macht nichts.
Geht vorbei, morgen ist ein neuer Tag.
Bleib bei mir, bitte, Alexander.
Halt meine Hand.
Wenn ich schlafe, kann ich nicht denken.
Und bitte verzeih mir.
Ich find mich schon noch wieder, wirst schon sehen.
Hoffnung stirbt nie, hat Mr. M früher immer gesagt.
Und der hatte schließlich immer Recht, wie du weißt.
Wird schon alles.
Niemand hat gesagt, es würde leicht werden.
Und da haben wir den Salat.
Rebecca.
Frag heute nicht warum, ja?
Bitte. Mein Brief hat heute keinen Sinn.
Aber ich muss einfach schreiben.
Schreiben, um dem undefinierbaren Gefühl in mir Luft zu verschaffen.
Um Platz für neue Gedanken zu machen. Um nicht mehr zu denken, was weiß ich denn.
Heute ist bei mir alles undefinierbar, aber wie gesagt, frag einfach nicht.
Hast du zufälligerweise einen Pullover zu viel? Dank dem Regen hat mein Zimmer polare Temperaturen erreicht. Jedenfalls gefühlt.
Mein Hals tut weh, mein Kopf, mein Herz.
Heute tut mir alles weh, irgendwie.
Am liebsten würde ich jetzt weinen.
Würde auch wehtun, ja, aber macht nichts. Tut ja sowieso alles weh heute.
Wishing you well.
Alexander, ich bin so durcheinander.
Heute will ich alles und nichts.
Ist es nicht so, dass wir alle auf den einen warten, der es einfach nur richtig macht?
Ich glaube schon.
Oder so...
Vielleicht hab ich auch einfach keine Ahnung vom Leben.
Bestimmt ist es das. Ich hab keine Ahnung.
Kannst du heute Nacht bei mir bleiben, Alexander?
Und meine Hand halten, zum Einschlafen.
So wie mein Papa das früher immer gemacht hat, wenn ich nach einem Albtraum ins Ehebett gekrabbelt bin.
Wie ich es vermisse.
Die Zeit, als Hand halten noch gereicht hat.
Wobei, vielleicht würde es noch immer reichen. Nur ist da niemand mehr, der meine Hand hält.
Oh Alexander, warum bin ich nur groß geworden?
Irgendwie hat mich niemand gefragt, damals, glaube ich. Ob ich das überhaupt will.
Oder ich hab einfach ja gesagt. Und hab mich gefreut.
Weil ich dachte, es gibt immer jemanden, der einem die Hand hält, damit man einschlafen kann.
Überhaupt ist alles anders, als ich dachte.
Scheiße, das alles. Garantie ist abgelaufen, Umtausch nicht mehr möglich.
Was bleibt, ist das beste draus zu machen.
Will ich ja auch, Alexander, will ich ja auch.
Aber ich weiß nicht, wie. Kann nicht irgendjemand kommen und mir zeigen, wie's geht?
Mich an die Hand nehmen, sagen, komm mit, ich weiß, wo's langgeht.
Irgendwie sowas.
Ich glaube, ich müsste mal mein Leben aufräumen.
Weil, unter all dem Wust aus Gedanken, Nächten, Tränen und Erinnerungen,
find ich die wichtigen Dinge nicht mehr.
Müsste mal entrümpeln, bis mein Herz wieder zum Vorschein kommt.
Und mein Wille.
Mein Verstand.
Die kleine Rebecca von den alten Videos, die lachend im Regen tanzt und singt.
Ich weiß wieder, wer ich mal war.
Aber ich kann mich nicht mehr dran erinnern, wie das geht.
Oh man und jetzt geht das Weinen doch.
In meiner Welt ist es einfach nicht vorgesehen, dass man sich verliert, weißt du?
Gedanken sind Monster.
Und dann passt nichts mehr.
Und dann hilft nichts mehr.
Nicht mal Hand halten.
Alexander, glaub mir, vor einem Jahr hätte ich niemals gedacht, dass ich so werde, wie ich bin.
Verdammte Scheiße, ich war mal wer.
Ich hatte Charakter und eine eigene Meinung und mich hat niemand einfach kleingemacht.
Und jetzt...
Sie können mit mir machen, was sie wollen.
Einfach, weil ich nicht mehr weiß, wie ich mich dagegen wehren soll.
Denn so ist das. Wer vergisst, wer er ist, der wird Opfer.
Pech gehabt.
Und die anderen können nicht mal was dafür.
Ist ja schließlich meine Schuld, hätte ich mal besser auf mich aufgepasst.
Gedanken sind Monster.
Aber das hat mir niemals jemand gesagt.
Als ich noch die kleine Rebecca von den Videos war, die lachend im Regen getanzt hat.
Und letztendlich kann wirklich niemand was dafür.
Nicht Luise mit ihren Todesgedanken.
Nicht Mr. M, weil er seine Versprechen gebrochen und mich allein gelassen hat, als ich ihn am Nötigsten brauchte.
Nicht Sophie und Laura, wenn sie ihre nicht-so-böse-gemeinten-Bemerkungen abfeuern und mich nicht verstehen.
Nicht meine Eltern, weil sie nicht einfach mal abends gefragt haben, ob WIRKLICH alles ok ist.
Niemand, Alexander.
Und ich glaube, das ist das Schlimmste.
All diese Gedanken.
Kopfsache.
MEINE Kopfsache.
Meine Schuld.
Ich könnte es ändern.
Aber, zum Teufel, WIE?
Ich will nicht mehr denken, Alexander.
Ich will das einfach nicht mehr, ok?
Heute Nacht geht's mir nicht so toll.
Irgendwie geht bei mir heute Nacht gar nichts.
Macht nichts.
Geht vorbei, morgen ist ein neuer Tag.
Bleib bei mir, bitte, Alexander.
Halt meine Hand.
Wenn ich schlafe, kann ich nicht denken.
Und bitte verzeih mir.
Ich find mich schon noch wieder, wirst schon sehen.
Hoffnung stirbt nie, hat Mr. M früher immer gesagt.
Und der hatte schließlich immer Recht, wie du weißt.
Wird schon alles.
Niemand hat gesagt, es würde leicht werden.
Und da haben wir den Salat.
Rebecca.
6 Kommentare:
Hey Rebecca :)
Danke das du Leserin auf meinem Blog geworden bist und mir bei tumblr folgst. Hab mich wirklich gefreut <3
Ich bin auf deinen Blog durch einen anderen Blog gestoßen, ich weiß nicht mehr welcher, aber ich lese mir immer die Kommentare durch und geh dann auf die Suche nach weiteren Blogs ;)
Ich denke mal so sind die meisten auf deinen Blog gestoßen:)
Dein Brief ist wiedermal wunderschön geworden*-*
Liebe Grüße
http://meeintagebuch.blogspot.de/
wunderschön geschrieben :>
Hey Liebes
Ich bin mir sicher das du dich wiederfindest. Und ich denke dass du mehr über uns Menschen weißt als manch anderer.
Pass auf dich auf.
Auch diese Nacht geht vorüber.
Drück dich<3
Hallo.
Danke für dein liebes Kommentar. Doch ich kann diesen Worten nicht glauben. Es gibt so viele Menschen um mich herum. Es kann doch nicht jeder von ihnen so ignorant sein? Irgendwann fange ich automatisch an, die Fehler bei mir zu suchen. Vielleicht ist es falsch, aber etwas anderes würde ihr Verhalten nicht erklären. Ach, es ist alles so schrecklich.
Umso mehr freue ich mich, wenn sich jemand Zeit und Mühe für ein so liebes Kommentar nimmt.
Ich fühle mich sehr gerne umarmt. Danke <3
Manchmal ist weinen besser, als nicht zu weinen, manchmal hilft es mehr, als wenn man seine Gefühle versucht zurückzuhalten.
Und das mit dem glücklich werden schaffst du noch, ich glaub an dich! <3
xo
Liebe Rebecca,
deine Blogvorstellung ist fertig,
ich hoffe, es ist in Ordnung so?
- deine Arizona.
(unser verlassenes Nebraska)
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