Mittwoch, 14. August 2013

Alexander.
Mein Leben kommt mir vor, wie ein Film.
Aber keiner von der guten Sorte.
Die ganze Situation, in der ich festsitze,
klingt so absurd, dass sie schon wieder komisch ist.
Mein schmerzender Kopf erinnert mich daran, dass ich eigentlich schon längst schlafen müsste,
der aufgeschlagene Physik-Hefter neben mir,
ich weiß nicht, wie ich diesen Tag überstehen soll,
ohne verrückt zu werden.
Ich habe kein bisschen für irgendwas gelernt, angesichts der Tatsache,
dass ich drei Tests schreiben werde, eine Premiere für mich.
Aber Alexander, das ist nichts, worauf ich stolz bin.
In mir dreht sich alles, rationales Denken Fehlanzeige.
Und das schlimmste: ich kann nichts dagegen tun.
Gossip Girl: hilft nicht.
Oreo-Kekse: hilft nicht.
Dicker Winterpullover: hilft nicht.
Ich hab sogar eine E-Mail an Mr. M geschrieben.
HILFT NICHT, zum Teufel.
Die einzige Idee, die ich jetzt noch habe, ist James Bond.
Um die Uhrzeit, haha.
Bis der Film zu Ende ist, ist es mindestens halb drei.
Und um sechs klingelt mein Wecker schon wieder.
Oh man, Alexander,
warum ist das Leben so?
Ich meine, das ist doch absolut nicht fair, ich kann nicht schlafen, weil mein blöder Kopf voller Gedanken ist
und die Oreo-Kekse sind schon alle und außerdem hab ich eine Mücke in meinem Zimmer.
Alexander, irgendwas stimmt nicht.
Mit mir nicht.
Mit dieser Welt nicht.
Vielleicht ist es einfach zu kalt für August, ich weiß es nicht.

Alles zwei Minuten checke ich meine Mails in der Hoffnung,
dass da eine Antwort von Mr. M kommt.
Der arme Kerl.
Ich hab mich seit er weg ist, nicht bei ihm gemeldet und dann kommt von mir ne Mail
und ich texte ihn schon wieder mit meinen Dramen zu.
Ich meine, weil im Grunde ist es ja so, ich dramatisiere alles, immer.
Und er kann mir da unten in Australien mit seiner verschobenen Zeit und seinen Kängurus auch nicht weiterhelfen.

Es tut mir Leid.
Hörst du, Mr. M?
Es tut mir Leid.

Vergessen wir das, Alexander.
Heute Nacht bringt das alles nichts mehr.
Ich werde jetzt tumblr suchten, bis Mr. M geantwortet hat.
Und dann werde ich vielleicht schlafen.
Und dann werden wir sehen.
Nach dem Aufwachen ist ein neuer Tag.

Es wird alles gut werden, oder?
Ich mein, so war's doch immer.

Verdammte Scheiße, kann nicht bitte einfach jemand kommen und mich an die Hand nehmen
und mir sagen, dass er den Weg aus diesem verfluchten Labyrinth der Gedanken kennt
und dass ich mir keine Sorgen machen muss
und dass wir das hinkriegen, irgendwie.

Ich kann das nicht, Alexander.
Ich kann nicht mehr.

the winners still take it all.
but probably i'll
never be like them.

Danke, dass du da bist.
Schlaf gut, ja?
Und pass auf dich auf.

Rebecca.


3 Kommentare:

Kleine Nervensäge hat gesagt…

Deine Worte sind so passend. Oh ja ich weiß wie es ist mit den Gedanken und nicht schlafen können. Einfach schrecklich.

Ich nehm deine Hand kleines und sage dir "Wir schaffen.das. Es gehört zum Leben anscheinend dazu, aber es gibt auch die schönen Seiten. Versuch dich zu erinnern."
Dann nehm ich dich in Arm bis du zur Ruhe gekommen bist.

Ich umarm dich. Auch bei mir kannst du dich melden, ob Tag oder Nacht, ich hab immer n offenes Ohr für dich <3

N.† hat gesagt…

ich würde dir gern
den Labyrinth der Gedanken
heraushelfen
wenn ich es könnte.
wenn ich ein weg daraus gefunden habe
hole ich dich dort daraus, versprochen.

regenbogenbloggerin hat gesagt…

Bleib stark, rebecca.
Denn irgendwie kriegen wir das hin, haben wir doch alle bisher immer.
Ich bin auch für dich da, falls du mal jemanden brauchst.

xo, e.