Lieber Alexander.
Weißt du was, irgendwie habe ich gerade so richtig Lust auf einen James Bond.
Mir geht's gut, es ist alles gut,
aber ich hör gerade "Skyfall" von Adele und müsste ich nicht morgen früh so zeitig aufstehen,
würd ich mir glatt noch einen Film antun.
Du kannst dir nicht vorstellen,
wie hobbylos ich mir gerade vorkomme, ehrlich.
Ich... ich hab gerade allen Ernstes ein paar von den Bildern bearbeitet,
die Sophie und ich gestern einfach mal so gemacht haben,
gestern Abend,
bevor wir beide auf die Wiesen gegangen sind.
Die Wiesen sind bei uns in der Stadt der Samstagabend-Treffpunkt der 14 - 20 Jährigen,
also, so im Durchschnitt jedenfalls.
Und mein Freund war eben mit ein paar Kumpels auch da und deswegen sind wir da dann eben auch kurz hin.
Weißt du, Alexander,
wenn ich mich über irgendwas beschweren müsste,
ich glaube, es wäre die Schule.
Ich weiß nicht, was hier los ist, irgendwas stimmt mit meinem Leben nicht.
Es läuft zu gut gerade.
Bitte verzeih mir, dass es hier oberflächlich wird,
kindisch, dumm.
Es ist alles leicht.
Alles gut.
Unfassbar eigentlich, oder?
Da ist nur diese eine Sache...
Lieber David.
Irgendwie kann ich das alles noch immer nicht so richtig glauben.
Deine Arme fühlen sich so... ungewöhnlich an, manchmal.
Unverdient.
Aber irgendwie auch gut.
Ziemlich gut, eigentlich.
Ich fühle mich so unfair, dir gegenüber.
Ich müsste dich festhalten, nicht andersrum.
David, du kannst dir nicht vorstellen,
wie sehr ich mir wünsche, etwas für dich tun zu können.
Du kannst dir nicht vorstellen,
wie ich hier sitze, abends,
und mir wünsche, bei dir sein zu können,
einfach, damit du nicht allein bist.
Wie ich dann hoffe, dass du ok bist,
wenn du nicht auf meine SMS antwortest.
Du weißt es nicht, wie auch.
Würde ich es dir erzählen,
würdest du mich lachend an dich drücken
und sagen, dass ich mir keine Sorgen machen soll,
dass alles gut ist.
Dass du einfach ein bisschen Zeit brauchst.
Jemand, der uns nicht kennt,
dich nicht und mich nicht,
würde vielleicht denken,
dass bei uns beiden was nicht stimmt.
Aber so ist das ja nicht.
Sondern anders.
Schwer zu erklären.
Lange Geschichte.
David, ich liebe dich.
♥
Weißt du, Alexander,
manchmal tut es weh.
Weil es ihm weh tut.
Manchmal macht es mich kaputt,
weil es ihn kaputt macht
und ich nichts tun kann.
Und dann frage ich mich, warum sie immer wiederkommt, in mein Leben.
Warum sie so viel kaputt macht,
warum sie mich nicht einfach mal in Ruhe lassen kann.
Und dass ich ihretwegen schon genug geweint habe.
Sie.
Die Depression.
Weißt du, Alexander, mein Leben ist so...
Nein, sagen wir es anders, wenn ich eines Tages scheitere,
dann daran,
dass überall Schmerz auf dieser Welt ist
und es niemals aufhört
und ich nicht weiß, wie ich diesen Schmerz nicht bemerken soll
und dass es mir so weh tut,
nichts tun zu können,
gegen diesen verdammten, allumfassenden Schmerz,
den diese Welt in sich trägt.
Es tut weh.
Gerade.
In mir.
Ich hoffe, in dir nicht, Alexander.
Ich hoffe, in dir ist alles ok.
Sag dem Sommer, ich vermisse ihn jetzt schon.
Sag ihm, dass er wundervoll ist.
Und schick ihnen allen ein Herz von mir, ok?
♥
Deine Rebecca.
Weißt du was, irgendwie habe ich gerade so richtig Lust auf einen James Bond.
Mir geht's gut, es ist alles gut,
aber ich hör gerade "Skyfall" von Adele und müsste ich nicht morgen früh so zeitig aufstehen,
würd ich mir glatt noch einen Film antun.
Du kannst dir nicht vorstellen,
wie hobbylos ich mir gerade vorkomme, ehrlich.
Ich... ich hab gerade allen Ernstes ein paar von den Bildern bearbeitet,
die Sophie und ich gestern einfach mal so gemacht haben,
gestern Abend,
bevor wir beide auf die Wiesen gegangen sind.
Die Wiesen sind bei uns in der Stadt der Samstagabend-Treffpunkt der 14 - 20 Jährigen,
also, so im Durchschnitt jedenfalls.
Und mein Freund war eben mit ein paar Kumpels auch da und deswegen sind wir da dann eben auch kurz hin.
Weißt du, Alexander,
wenn ich mich über irgendwas beschweren müsste,
ich glaube, es wäre die Schule.
Ich weiß nicht, was hier los ist, irgendwas stimmt mit meinem Leben nicht.
Es läuft zu gut gerade.
Bitte verzeih mir, dass es hier oberflächlich wird,
kindisch, dumm.
Es ist alles leicht.
Alles gut.
Unfassbar eigentlich, oder?
Da ist nur diese eine Sache...
Lieber David.
Irgendwie kann ich das alles noch immer nicht so richtig glauben.
Deine Arme fühlen sich so... ungewöhnlich an, manchmal.
Unverdient.
Aber irgendwie auch gut.
Ziemlich gut, eigentlich.
Ich fühle mich so unfair, dir gegenüber.
Ich müsste dich festhalten, nicht andersrum.
David, du kannst dir nicht vorstellen,
wie sehr ich mir wünsche, etwas für dich tun zu können.
Du kannst dir nicht vorstellen,
wie ich hier sitze, abends,
und mir wünsche, bei dir sein zu können,
einfach, damit du nicht allein bist.
Wie ich dann hoffe, dass du ok bist,
wenn du nicht auf meine SMS antwortest.
Du weißt es nicht, wie auch.
Würde ich es dir erzählen,
würdest du mich lachend an dich drücken
und sagen, dass ich mir keine Sorgen machen soll,
dass alles gut ist.
Dass du einfach ein bisschen Zeit brauchst.
Jemand, der uns nicht kennt,
dich nicht und mich nicht,
würde vielleicht denken,
dass bei uns beiden was nicht stimmt.
Aber so ist das ja nicht.
Sondern anders.
Schwer zu erklären.
Lange Geschichte.
David, ich liebe dich.
♥
Weißt du, Alexander,
manchmal tut es weh.
Weil es ihm weh tut.
Manchmal macht es mich kaputt,
weil es ihn kaputt macht
und ich nichts tun kann.
Und dann frage ich mich, warum sie immer wiederkommt, in mein Leben.
Warum sie so viel kaputt macht,
warum sie mich nicht einfach mal in Ruhe lassen kann.
Und dass ich ihretwegen schon genug geweint habe.
Sie.
Die Depression.
Weißt du, Alexander, mein Leben ist so...
Nein, sagen wir es anders, wenn ich eines Tages scheitere,
dann daran,
dass überall Schmerz auf dieser Welt ist
und es niemals aufhört
und ich nicht weiß, wie ich diesen Schmerz nicht bemerken soll
und dass es mir so weh tut,
nichts tun zu können,
gegen diesen verdammten, allumfassenden Schmerz,
den diese Welt in sich trägt.
Es tut weh.
Gerade.
In mir.
Ich hoffe, in dir nicht, Alexander.
Ich hoffe, in dir ist alles ok.
Sag dem Sommer, ich vermisse ihn jetzt schon.
Sag ihm, dass er wundervoll ist.
Und schick ihnen allen ein Herz von mir, ok?
♥
Deine Rebecca.
2 Kommentare:
Und mögest du irgendwann auch ein Herz bekommen, denn ich wüsste, ja ich bin mir sicher, dass du es gut behandeln würdest, wenn jemand dir sein Herz schenkt.
Du bist wundervoll. Du bist so verdammt perfekt, mein Twinnie. Es ist nicht gut, dass es dich so mitnimmt, aber irgendwie gut.
Der Schmerz wird nicht weggehen, aber du kannst versuchen, mit ihm zu leben. Das gehört zum Leben dazu.
Und nein, du wist niemals aufgeben. Nie, hörst du das?
Was soll ich denn dann machen?
Dein Luftballoon
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