Heyho Alexander!!
Um hier ein passendes Zitat aus "Der große Gatsby" einzubauen:
liegt vielleicht auch ein bisschen an der Verfilmungen, hihi.
Naja, jedenfalls, so viel dazu.
Eigentlich müsste ich diesen Brief in zwei Teile teilen,
denn das, worüber ich dir eigentlich erzählen wollte, Alexander,
kommt erst jetzt.
Elisabeth ist aber glücklicherweise einfach nur ein Sonnenschein und das totale Gegenteil von mir. Die kann mit jedem richtig gut. Und deshalb wurde es dann, nachdem wir die Premierenfeier so gegen 11 verlassen hatten, auch noch richtig lustig. Aber all das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen, ich brauchte bloß einen Rahmen.
Elisabeth hat nämlich einen Freund. Er geht in die 11. Klasse und er sieht echt ziemlich gut aus. Ich lad hier jetzt mal ein Foto hoch, ich bitte jedoch darum, dass du ihn nicht weiter im Internet suchst, Alexander, ich möchte keinen Ärger mit irgendwem kriegen.
Okay, diese enthusiastische Begrüßung ist eigentlich alles andere als gerechtfertigt, aber was soll's.
Gerade bin ich sehr glücklich.
Sehr sehr glücklich.
Und dabei ist mein Leben so... Okay.
Könnte schlimmer sein, könnte besser sein,
könnte es ja immer irgendwie.
Passiert halt nichts bei mir.
Meine Gedanken kreisen eigentlich immer nur darum,
dass bald Sommer ist
und was ich dann alles tolles erleben werde.
Die traurige Wahrheit aber ist eigentlich,
dass JETZT schon Sommer ist,
jetzt, genau in diesem Moment,
weil es warm ist, da wo ich gerade sitze.
Bestimmt 25°C oder so.
Es ist Sommer, Alexander, keine Frage
und in meinem Leben passiert nichts.
Absolut gar nichts.
Keine Jungs in Sicht, keine Abstürze auf irgendwelchen nennenswerten Partys,
das einzige was sich von Zeit zu Zeit ändert,
ist meine Playlist.
Ich hab in letzter Zeit ziemlich viel gute Musik für mich entdeckt und bin endlich von dieser Mainstream - Charts - Kacke weg, hach, das macht mich stolz.
Von Laura und Sophie gibt es leider auch nichts Positives zu berichten.
Ich bin noch immer fassungslos darüber,
wie ich, wie wir diese Freundschaft,
von der ich, ähnlich wie bei Mr. M niemals auch nur geahnt habe,
dass sie eines Tages einfach... vorbei sein würde,
so sehr verlieren konnten.
Großartiger Coldplay - Song, genauso wie ihr neues Album.
Ein bisschen Schleichwerbung am Rande muss sein, Alexander, hihi.
Aber nein, im Ernst.
Die letzten Zeilen.
"And if you were to ask me
after all that we've been through.
Still believe in magic.
Yes I do.
Of course I do."
Natürlich.
Natürlich tu ich das noch.
Wie könnte ich auch nicht.
Alexander, ich muss gestehen, diese Zeilen haben mir gerade schon wieder zwei kleine Tränchen in die Augenwinkel gezaubert.
Mag sein, dass du das nicht verstehst.
Aber...
Diese Gewissheit.
Verstehst du?
Ich werde die beiden immer in meinem Herzen behalten.
Was auch passiert,
egal wie weit wir uns voneinander entfernen.
Die beiden waren in der wohl schwersten Zeit meines Lebens für mich da.
Und ob ich jemals wieder so gute Freundinnen finden werde,
Menschen, die mich so vollständig verstehen,
wie es Sophie immer konnte,
Menschen, mit denen ich so gut lachen kann, wie mit Laura...
Ich weiß es nicht, Alexander.
An manchen Tagen fühl ich mich so dermaßen an die Zeit nach Mr. M. erinnert.
Genau dieselben Gedanken.
Wie damals.
Dankbarkeit, für die zusammen verbrachte Zeit.
Nicht loslassen wollen, aber in einem guten Sinne.
Gerne zurückerinnern, an das, was war.
Das ist so verrückt,
weil wir drei noch immer gemeinsam über den Schulhof laufen.
Mit Sophie teile ich mir noch immer ein Schließfach.
Äußerlich hat sich nur wenig verändert.
Aber innen drin...
Dieses eisige Schweigen manchmal, von dem ich der festen Überzeugung bin,
Dieses eisige Schweigen manchmal, von dem ich der festen Überzeugung bin,
dass es nur an meiner Anwesenheit liegt.
Die viel zu oberflächlichen Gespräche.
Und immer wieder meine Gedanken.
Distanzierter betrachtet,
kotzt mich an dieser Gesellschaft im Allgemeinen,
aber vor allem auch an den beiden
hauptsächlich eins an:
Dieses ständige Verurteilen.
"Oh, das hätte ich jetzt aber nicht gedacht."
"Wolltest du nicht noch...?"
"Das passt doch überhaupt nicht zu ihr!"
Alles Zitate des gestrigen Tages.
Na und?
Manche Menschen haben eben Seiten,
von denen keiner was weiß.
Manche Menschen ändern ihre Meinung,
manchmal sogar im Laufe eines Tages.
Woher zum Teufel,
nehmen wir uns alle das Recht,
andere Menschen,
die wir größtenteils nur oberflächlich kennen,
ZU VERURTEILEN?!?!?
Wie kann das sein?
Wenn wir nichts,
absolut gar nichts,
über sie wissen.
Ich hasse es.
Und ich hasse mich noch viel mehr dafür,
dass ich selbst über andere urteile,
wie sonst was.
Wobei ich in letzter Zeit wirklich versuche,
weniger zu urteilen.
Um hier ein passendes Zitat aus "Der große Gatsby" einzubauen:
Bedenke, [...] wenn du an jemand etwas auszusetzen hast, dass die meisten Menschen es im Leben nicht so leicht gehabt haben, wie du.Ich liebe "Der große Gatsby", frag mich nicht, warum,
liegt vielleicht auch ein bisschen an der Verfilmungen, hihi.
Naja, jedenfalls, so viel dazu.
Eigentlich müsste ich diesen Brief in zwei Teile teilen,
denn das, worüber ich dir eigentlich erzählen wollte, Alexander,
kommt erst jetzt.
Letzten Freitag war ich bei der Premiere unseres Schultheaters. Klingt erstmal vielleicht nach Amateuren, aber die sind echt richtig, richtig gut. Es ging um Entscheidungen und ich bin allein hingegangen, weil Laura natürlich keinen Bock und Sophie irgendwie keine Zeit hatte. Immerhin waren Xaver und Maike mit dabei und Elisabeth hatte mir auch so halb versprochen, mich notfalls nicht im Stich zu lassen.
Nachdem das Stück zu Ende war, sollte offiziell noch eine Premierenfeier sein, aber weil das alles nicht so hingehauen hat, war die Stimmung irgendwie ziemlich lahm. Bis auf Elisabeth, die sich ihr beschissenes Leben so richtig schön getrunken hat und Charlotte, eine ehemalige Nachbarin von mir, zu der ich aber eigentlich keinen Kontakt mehr hab, kannte ich auch niemanden so wirklich.
Ich hab echt kein Problem damit, auf wildfremde Leute zuzugehen. Aber sobald ich die schon mal gesehen, oder, wie in diesem Fall sogar teilweise ein ganzes Jahr lang mit denen zusammen in einem Chor gesungen, aber noch nie auch nur ein Wort gewechselt habe, krieg ich richtig Komplexe.
Ich hab echt kein Problem damit, auf wildfremde Leute zuzugehen. Aber sobald ich die schon mal gesehen, oder, wie in diesem Fall sogar teilweise ein ganzes Jahr lang mit denen zusammen in einem Chor gesungen, aber noch nie auch nur ein Wort gewechselt habe, krieg ich richtig Komplexe.
Elisabeth ist aber glücklicherweise einfach nur ein Sonnenschein und das totale Gegenteil von mir. Die kann mit jedem richtig gut. Und deshalb wurde es dann, nachdem wir die Premierenfeier so gegen 11 verlassen hatten, auch noch richtig lustig. Aber all das wollte ich eigentlich gar nicht erzählen, ich brauchte bloß einen Rahmen.Elisabeth hat nämlich einen Freund. Er geht in die 11. Klasse und er sieht echt ziemlich gut aus. Ich lad hier jetzt mal ein Foto hoch, ich bitte jedoch darum, dass du ihn nicht weiter im Internet suchst, Alexander, ich möchte keinen Ärger mit irgendwem kriegen.
Jedenfalls, dieser Junge, Alexander, dieser Junge hat mich Freitagnacht so richtig geflasht.
Eigentlich ist er dafür bekannt, ein ziemlicher Player zu sein, aber der Eindruck, den ich von ihm bekommen habe...
Es tut mir Leid, ich merke gerade, dass du ich das echt nicht in Worte fassen kann,
Es tut mir Leid, ich merke gerade, dass du ich das echt nicht in Worte fassen kann,
aber mir ist selten ein so anständiger, liebevoller und zudem auch noch hochgradig vernünftiger und intellektueller Mensch begegnet, wie er.
Ach man, Alexander, ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll und vielleicht dreh ich auch bloß ein bisschen am Rad, immerhin war ich Freitagnacht auch nicht ganz nüchtern und überhaupt, ich bin ja eher romantisch veranlagt und der ganze Kram, aber das... Ich wollte das hier bloß festhalten.
Er hat mich zutiefst beeindruckt. Ich hab nicht geglaubt, dass es solche Menschen wie ihn wirklich gibt, verstehst du? Er könnte einer dieser perfekten Boys aus den Filmen oder aus den Büchern sein, die nicht nur gut aussehen und verwegen sind, haha, sondern auch noch total süß.
Ich mein, okay, ich kenn ihn ja auch echt nur oberflächlich und auch er hat so einige Leichen im Keller, aber.
Und Alexander, dieses Aber macht den Unterschied. Ich will mir meine Erinnerung nicht kaputtschreiben, ich merk schon, dass das hier nicht so klappt, wie ich mir das vorgestellt hab und außerdem klingelt in 5 Stunden auch schon wieder mein Wecker haha. Naja.
Ich bin irgendwie ein bisschen sprachlos, glaub ich. Und ich freu mich unendlich für Elisabeth, dass sie ihn hat. Wirklich.
So, das war jetzt der zweite, wenn auch eher misslungene Teil, hihi :D
Ich geh jetzt ganz schnell ins Bett,
allerdings nicht, ohne vorher Grüße an einen ganz besonderen Ed - Sheeran - Fan zu senden ♥
Pass auf dich auf, Alexander
und wenn du das hier liest,
dann lächel mal ein bisschen.
Ich hab gehört, das soll glücklich machen ;)
Alles, alles Liebe.
♥ Deine Rebecca.
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