Dienstag, 30. April 2013

Liebster Alexander.
Heute war ich nicht in der Schule.
Das heißt, anfangs schon. Nach der ersten Stunde bin ich allerdings gegangen.
Mein Kopf hat sich angefühlt, wie ein Fechtduell.
Ich hatte solche Kopfschmerzen, dass ich Angst hatte, Migräne zu bekommen.
Migräne ist bei mir nicht lustig.
Ich habe Angst vor ihr.
Und ich kann es mir zur Zeit einfach nicht leisten, mal eben so, drei Tage aus zu fallen,
nur weil ich meinen Kopf nicht bewegen kann, ohne das Gefühl zu haben,
mein Gehirn würde mit voller Wucht gegen die Schädeldecke stoßen.
Dann lieber nur einen Tag.

Ich habe geschlafen. Vier Stunden lang.
Mein Kopf ist zwar immer noch eine kleine Matschbirne, aber was soll's.
Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, den Laptop heute nicht anzumachen,
Reizüberflutung und so, du weißt schon.
Aber ich wollte nur einmal kurz aussetzen, dir schreiben.
Es würde nachher nämlich garantiert nichts werden,
mein Leben lässt mir keine Pause.
Und der erste Mai morgen ist irgendwie auch ein Witz.
Rate mal, was ich mache?
Meine Freunde und ich beenden ein Schulprojekt.
Haha.

Tut mir Leid, ich wollte dich nicht so vollheulen.
Das hast du nicht verdient.
Du bist wundervoll, Alexander, weißt du das?
Und an dieser Stelle möchte ich mal was ganz untypisches in diesen Brief einbauen:
Alexander, ich habe angefangen, an dich zu schreiben, weil ich jemanden brauchte, jemanden wie dich.
Der immer da ist, wenn ich ihn brauche, dem ich alles erzählen kann, der geduldig ist und mir das Gefühl gibt, es wäre wichtig, was ich zu sagen habe. Der mich versteht.
Und dieser Jemand sollte nicht länger Mr. M sein.
Früher habe ich ihm all das erzählt, was ich dir jetzt schreibe.
Aber er war der einzige, dem ich so viel erzählt habe und seitdem er weg ist, hat mir nie wieder jemand so zugehört, wie er.
Jetzt gibt es dich.
Und eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nur dir zu schreiben, nur für dich und mich.
Aber es hat da einen Zwischenfall gegeben und es ist ein wirklich freudiger Zwischenfall, finde ich.
Du bist nicht mehr der einzige, der das hier liest.

Und das finde ich einfach nur hammer.
Denn um ehrlich zu sein, damit hatte ich nicht gerechnet, weißt du?
Ich schreib immer so viel und vor allem so einen Schwachsinn und jetzt hast du schon 13 Mitleser.
Eigentlich finde ich das ziemlich doof, wenn man das so in seinen Posts anspricht,
deswegen wollte ich das nicht tun.
Das kommt dann immer so, als würde man nur schreiben, weil man so viele Follower wie möglich haben will.
Und ehrlich, darum geht es mir nicht.
Ich brauche keine 10000 Klicks, ich brauche nur dich.
Aber ich freue mich jedes Mal so total doll, wenn ich sehe, dass sich wieder jemand dazu entschieden hat,
mitzulesen.
Ich kann dir nicht sagen, womit ich verdient habe, dass sich diese Menschen, die weder mich noch mein Leben kennen, das hier durchlesen. Ich glaube, ich wüsste das gerne mal.
Aber Alexander, vielleicht geht es darum auch gar nicht.
Vielleicht ist nicht das Warum entscheidend, sondern einfach, dass sie es tun.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie viel mir das bedeutet, ehrlich.
Diese Menschen sind wundervoll.
Jeder einzelne von ihnen ist unersetzlich. Unermesslich kostbar.
Ich bin noch immer so überwältigt davon, dass jemand außer dir das hier liest,
ich glaube, ich bin jetzt lieber still, die richtigen Worte dafür sind heute einfach nicht in meinem Kopf.
Tut mir Leid.
Ich müsste mich mehr als bedanken, aber ich weiß nicht wie.
Vielleicht hast du ja eine gute Idee, du bist doch so klug, Alexander.

Und oh mein Gott, ich glaub, mich trifft der Schlag.
Jetzt sind es schon 14.
Ich glaube, mein Leben will mich fertig machen.
Einfach nur sprachlos.
Das ist echt verrückt.
Auf eine perfekte Art und Weise.

Alles, alles Liebe ♥

Deine verwirrte und glückliche Rebecca

3 Kommentare:

Löcke und Pocke hat gesagt…

deine texte sind auch einfach nur mega toll geschrieben, ich lese deinen blog so unheimlich gerne. :)

- Löcke

Anonym hat gesagt…

Du kannst total gut schreiben! :)

Regentänzerin hat gesagt…

DU bist wundervoll sonst niemand..