"Ich will dir das ja nicht ausreden oder so... Aber, wie oft hast du schon versucht, mit ihm zu reden? :*"
Nicht oft genug. Einmal um genau zu sein.
Aber sie meint es ja nur gut.
Sie will nicht, dass ich irgendwas unüberlegtes mache.
"Mir geht's auch gar nicht darum, dass sich irgendwas ändert oder dass er mir sagt, warum in letzter Zeit so'n Scheiß passiert, ich... Keine Ahnung, wie ich das erklären soll, ich will einfach, dass dieses Gefühl weggeht, dass ich ihm noch was sagen muss, verstehst du? Aber... Ach ich weiß auch nicht..."
Senden.
"Ja, aber das hast du auch schon so oft gesagt... Und ganz ehrlich, so wie er zur Zeit drauf ist, ist er einfach nur ein totales Arschloch!"
"Ich darf ihn nur einfach nicht im falschen Moment erwischen, glaub ich..."
"Was ist denn der falsche Moment?"
"Naja, er sollte nicht betrunken sein und möglichst auch nicht in Gesellschaft von Mike oder so... Aber ach egal, ich werd sehen, was ich mache..."
Mein Handy klingelt. Er hat's gesehen.
Ich bleibe stehen, gehe ran.
"Hey..."
"Was ist los?"
Im ersten Moment klingt er fast zu nüchtern für Freitagabend.
"Ich... Also ich, naja, ich wollte dir eigentlich nur noch mal sagen, dass..."
Ich unterbreche mich.
Das Rumgestottere kann ich mir sparen.
"Ich wollte dir nur sagen, dass, auch wenn es total dumm ist und irgendwie auch egal, weil..."
"Ja?"
Ich hole tief Luft.
"Naja, dass ich irgendwie trotzdem noch da bin, falls du mal jemanden zum Reden brauchst, ich meine, klar du brauchst mich nicht, du hast immer jemanden zum Reden, aber ich wollt's dir noch mal sagen, weil ich die ganze Zeit das Gefühl hab, dir das noch sagen zu müssen und deswegen nicht glücklich werde und..."
Mir fällt auf, wie dumm und albern das gerade ist.
"Egal, vergiss es einfach... 'Tschuldigung."
"Okay... ?" Er klingt mehr als nur leicht verwirrt. Und er hat getrunken, viel zu viel. "Ähm, sag mir das am besten morgen noch mal, weil ich mich an das hier nicht mehr erinnern werde."
"Soll ich... dich dann einfach noch mal anrufen?"
"Ja, oh Gott, ich geh jetzt erstmal reihern."
Es tutet.
Falscher Moment, denke ich, das war der falsche Moment.
Langsam gehe ich weiter, streife durch die Straßen,
über Umwege nach Hause.
Und in mir ein nie gekannter Schmerz.
Er flammt nicht auf, er sticht nicht.
Er zerreißt nicht und zerbricht nichts in mir.
Er treibt keine Tränen in meine Augen,
er lässt mich nicht schreien.
Ich kann nicht darüber reden, schreibe ich Paula später.
Die Wahrheit ist,
dass nichts schlimmer ist,
als wenn es jemandem, der mir wichtig ist, schlecht geht
und ich absolut nichts tun kann.
Und so ist dieser Schmerz.
Es geht nicht schlimmer.
Der Abend wurde dann noch gut,
meine Eltern, mein Bruder und ich haben lange im Wohnzimmer gesessen.
Das Feuer im Ofen war an, meine Eltern haben einen ihrer teuren Obstbrände getrunken
und mir mehr als nur ein kleines Schlückchen erlaubt,
wir haben geredet und gelacht.
Das ist selten bei uns und deswegen umso bedeutender.
Aber dieser Schmerz ist immer da.
Ob ich dich vermisse?
Jeden Tag.
Gott, du fehlst mir.
Nicht oft genug. Einmal um genau zu sein.
Aber sie meint es ja nur gut.
Sie will nicht, dass ich irgendwas unüberlegtes mache.
"Mir geht's auch gar nicht darum, dass sich irgendwas ändert oder dass er mir sagt, warum in letzter Zeit so'n Scheiß passiert, ich... Keine Ahnung, wie ich das erklären soll, ich will einfach, dass dieses Gefühl weggeht, dass ich ihm noch was sagen muss, verstehst du? Aber... Ach ich weiß auch nicht..."
Senden.
"Ja, aber das hast du auch schon so oft gesagt... Und ganz ehrlich, so wie er zur Zeit drauf ist, ist er einfach nur ein totales Arschloch!"
"Ich darf ihn nur einfach nicht im falschen Moment erwischen, glaub ich..."
"Was ist denn der falsche Moment?"
"Naja, er sollte nicht betrunken sein und möglichst auch nicht in Gesellschaft von Mike oder so... Aber ach egal, ich werd sehen, was ich mache..."
Mein Handy klingelt. Er hat's gesehen.
Ich bleibe stehen, gehe ran.
"Hey..."
"Was ist los?"
Im ersten Moment klingt er fast zu nüchtern für Freitagabend.
"Ich... Also ich, naja, ich wollte dir eigentlich nur noch mal sagen, dass..."
Ich unterbreche mich.
Das Rumgestottere kann ich mir sparen.
"Ich wollte dir nur sagen, dass, auch wenn es total dumm ist und irgendwie auch egal, weil..."
"Ja?"
Ich hole tief Luft.
"Naja, dass ich irgendwie trotzdem noch da bin, falls du mal jemanden zum Reden brauchst, ich meine, klar du brauchst mich nicht, du hast immer jemanden zum Reden, aber ich wollt's dir noch mal sagen, weil ich die ganze Zeit das Gefühl hab, dir das noch sagen zu müssen und deswegen nicht glücklich werde und..."
Mir fällt auf, wie dumm und albern das gerade ist.
"Egal, vergiss es einfach... 'Tschuldigung."
"Okay... ?" Er klingt mehr als nur leicht verwirrt. Und er hat getrunken, viel zu viel. "Ähm, sag mir das am besten morgen noch mal, weil ich mich an das hier nicht mehr erinnern werde."
"Soll ich... dich dann einfach noch mal anrufen?"
"Ja, oh Gott, ich geh jetzt erstmal reihern."
Es tutet.
Falscher Moment, denke ich, das war der falsche Moment.
Langsam gehe ich weiter, streife durch die Straßen,
über Umwege nach Hause.
Und in mir ein nie gekannter Schmerz.
Er flammt nicht auf, er sticht nicht.
Er zerreißt nicht und zerbricht nichts in mir.
Er treibt keine Tränen in meine Augen,
er lässt mich nicht schreien.
Ich kann nicht darüber reden, schreibe ich Paula später.
Die Wahrheit ist,
dass nichts schlimmer ist,
als wenn es jemandem, der mir wichtig ist, schlecht geht
und ich absolut nichts tun kann.
Und so ist dieser Schmerz.
Es geht nicht schlimmer.
Der Abend wurde dann noch gut,
meine Eltern, mein Bruder und ich haben lange im Wohnzimmer gesessen.
Das Feuer im Ofen war an, meine Eltern haben einen ihrer teuren Obstbrände getrunken
und mir mehr als nur ein kleines Schlückchen erlaubt,
wir haben geredet und gelacht.
Das ist selten bei uns und deswegen umso bedeutender.
Aber dieser Schmerz ist immer da.
Ob ich dich vermisse?
Jeden Tag.
Gott, du fehlst mir.
2 Kommentare:
Was ist dir eigentlich am wichtigsten?
:'D seine Reaktion ist schon geil
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