Sonntag, 20. April 2014

Alexander.

Kennst du diese Nächte, in denen alles möglich scheint?
Diese Nächte, in denen dich eine unbestimmte Sehnsucht erfüllt.
Eine Sehnsucht, so groß, so unendlich.
Für immer unerfüllt.
Eine gewisse Schwermütigkeit,
Melancholie.

Die Illusion, in diesen wenigen Stunden
die großen Fragen des Lebens
endgültig ergründen zu können.

In diesen Nächten werden Lebensentwürfe geboren.
Träume.
Ideale.
Zumindest fühlt es sich so an.

Die Absurdität dieser Welt
wird umso deutlicher,
je weiter der Zeiger Richtung Dämmerung vorrückt.

Gibt es Hoffnung?
Ich wage, es zu bezweifeln,
Alexander.

Aber, Alexander,
gleichzeitig ist es doch die Hoffnung
auf eine bessere Welt,
die den Wahnsinn überhaupt erträglich macht.

Letzten Endes ist die einzige Absolution,
der wir uns sicher sein können,
der Tod.

Was kann uns retten?
Gibt es einen Ausweg, Alexander?

Wie überlebt man die Abstraktheit des Seins?

Die Fragen werden zu groß für mich,
heute Nacht, Alexander.
Und es gibt Menschen,
die schon lange Zeit vor mir Antworten gefunden haben.

Die klare Nachtluft ist so unglaublich beruhigend.
Die Aussicht, in 5 Stunden schon wieder aufstehen zu müssen, weniger.
Ich werde an dieser Stelle Schluss machen,
Alexander.

Das Leben ist großartig, vergiss das nicht.
Und der Sommer kommt.
Und das Licht.
Es wird besser werden.
Ich glaube daran.

♥ Deine Rebecca.


2 Kommentare:

Lu hat gesagt…

Danke für diesen Brief, Darling :*

Unknown hat gesagt…

Der Brief ist wunderschön, das ist so wunderbar, was du schreibst.. ich würde mich unheimlich freuen, wenn du mal einen Blick auf meine Seite werfen würdest!

http://fash-ionwhatels-e.blogspot.de/