Donnerstag, 11. September 2014

Alexander.

Gerade die Posts von vor einem Jahr durchgelesen und nun schreibe ich schon den zweiten Brief heute Nacht.
Die Leere ist immer dieselbe,
ob man sie nun mit anderen Worten ausfüllt, als beim vorherigen Mal,
spielt eigentlich keine Rolle.
Und nicht mal ein Schweigen kann heute ausdrücken,
was ich sagen will.
Ich erfinde immer neue Bilder und Worte,
versuche verzweifelt, das zu fassen,
was niemand jemals fassen konnte.
Ich habe keine Vorbilder.
Ich verehre niemanden.
Und wage es mittlerweile, zu bezweifeln,
dass sich mein Leben jemals großartig ändern wird.
Ich bin so komisch, wie ich bin.
Meine Gedanken schalten sich automatisch ein,
egal wann und wo
und sie zerstören alles.

Ich will das nicht mehr.
Alexander, mach, dass es aufhört.
Ich will wieder jung sein,
ungeküsst,
unbetrunken,
unwissend.
Ich möchte so gern wie meine Schwester mit roten Wangen vom Spielen nach Hause kommen
und voller Begeisterung sagen können: "Es war so TOLL!"
und es genauso meinen
und in diesem Moment an nichts anderes denken.

Das alles ist so ermüdend.
So zeitverschwendend.
So sinnlos.

Gleich ist es 12.
Ich schick das hier vorher ab.

Ich bin so müde.
So müde, Alexander.

Warum nur?

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