Alexander,
schon wieder ich.
Es sind Ferien und ich hab Zeit,
bitte verzeih mir.
Ich hatte heute einen wundervollen Tag,
Projektvorbereitung mit Laura und Oliver und Mr M
und wir haben so unheimlich viel gelacht
und dann noch Kino, Spätvorstellung wenn man so will,
Sophie, Laura und ich,
"The Imitation Game",
brilliant.
Ich bin heute nicht nur nachdenklich,
sondern sogar traurig.
All diese Menschen, die ich schon so lange kenne,
die ich so sehr...
Ich weiß ganz einfach nicht,
wie ich ohne sie leben soll.
Alexander, vor einem Jahr bin ich durch die Straßen dieser Stadt gelaufen
und wusste, da ist nichts mehr, was mich hier noch hält.
Und heute?
Heute sehe ich nach oben, sehe die Sterne,
sehe nach rechts und meine wunderschönen besten Freundinnen.
Weniger als 200 Tage.
Sophie meinte heute, ein Freund wäre jetzt genau das Richtige für mich,
an sich, würde ich nicht weggehen.
Und, ich will jetzt nicht überheblich klingen oder so,
aber vielleicht könnte ich sogar wirklich Menschen für mich begeistern.
Warum gehe ich immer dann, wenn es am Schönsten wird?
Alexander, ich könnte das jetzt als mein Schicksal verklären,
aber das ist nicht die Wahrheit.
Dieses Mal will ich nicht gehen.
Gott, ich werde weinen.
Ich werde so weinen.
Nicht zu gehen ist keine Option,
wenn man es genau nimmt,
sind sie ja auch alle irgendwann schon mal gegangen,
aber scheiße, jetzt sind sie wieder da und
das hier
IST DIE VERDAMMT NOCH MAL BESTE ZEIT.
Bisher jedenfalls.
Alle sind sie wieder da, sogar Mr M, notgedrungen vielleicht,
aber trotzdem.
Sie zu verlassen bricht mir schon jetzt das Herz
und ich finde schon jetzt, knapp sechseinhalb Monate davor,
keine Worte.
Wie um alles in der Welt soll ich die Menschen,
die mein Leben sind,
mein Leben haben,
in Worte fassen?
Wenn sie doch so unbeschreiblich, unendlich, undefinierbar sind?
So wundervoll.
Wie könnte ich, Alexander.
Ich bin erst 16, ich weiß,
aber alle diese Menschen sind vielleicht das Beste,
was mir je passieren wird
und wenn sie wüssten, wie oft ich sie einfach nur ansehe
und denke,
dass ich sie liebe und dass nicht mal Liebe genug ist,
um auszudrücken, was ich für sie empfinde,
ich meine, verdammt noch mal,
sie sind wirklich mein Leben!
Etwas Größeres als das gibt es in der deutschen Sprache nicht und ich bezweifle,
dass es in anderen Sprachen anders ist
und so muss ich diese Unendlichkeit gezwungenermaßen eingrenzen,
muss sie so viel kleiner machen, als sie ist,
nur um ihr überhaupt einen Ausdruck geben zu können.
Was sind schon Worte?
Ich habe Gustav versprochen,
dass er das alles hier lesen darf, wenn ich weg bin.
Was habe ich dann noch zu verlieren?
Ich...
Ich kann und will mich nicht damit abfinden, sie zu verlieren.
John Green hat Recht, wenn er sagt, dass es auf die Metaphern ankommt,
die wir benutzen,
dass sie unseren Schmerz größer machen, als er eigentlich ist.
Aber Alexander, was wenn dieser Schmerz tatsächlich groß ist?
Was wenn ich eigentlich nicht gehen will?
Wenn ich will, dass mein ganzes Leben für immer so bleibt,
wie es jetzt gerade ist?
Alles, alles was ich habe, ist alles, was ich immer wollte.
Ich bin wunschlos glücklich
und zwar absolut.
Und ich weiß nicht, wie ich das, was da in mir blutet, beschreiben soll.
Es ist so unendlich in alle Richtung,
besonders in die Tiefe und es zieht ein bisschen,
da ist so viel Wehmut,
wo ist der Wermut,
wenn man ihn mal braucht?
Weißt du, Alexander, heute Nacht wäre ich gern nicht allein.
Ich weiß nicht, ob ich mich trösten lassen würde,
denn jede weitere Person,
die mich tröstet,
ist eine weitere Person, die ich dann loslassen muss
und, machen wir uns nichts vor,
Loslassen ist eines der Dinge, die ich mit am allerallerallerschlechtesten kann,
diese Briefe sind der schriftliche Beweis.
Aber vielleicht würde ich reden,
wenn ich nicht allein wäre,
also, ich würde ziemlich sicher reden,
aber...
Weißt du, Alexander, seit diesem Sommer halte ich immer irgendwas zurück.
Etwas, was mich davor bewahrt,
noch einmal so schnell so hart zu fallen.
Ohne dass ich irgendeinen Einfluss darauf habe.
Es wäre nicht richtig, zu sagen, dass es mein Herz ist,
ich gehe in so vielen Dingen von ganzem Herzen auf,
das ist es nicht.
Vielleicht ist es meine Seele.
Ich weiß wirklich nicht, was es ist und ich könnte auch nicht genau definieren,
wann der Punkt erreicht ist,
an dem ich dieses Etwas ebenfalls weggegeben habe.
Vielleicht wird das nie wieder passieren, Selbstschutz der allerfeinsten Sorte.
Aber eigentlich will ich das vielleicht auch gar nicht.
"Heroes" von David Bowie
und ich habe gerade so Lust, mich selbst ein bisschen zu verlieren,
ein bisschen aufzugeben,
einfach so,
nach den Träumen ist schließlich ein neuer Tag.
Glücklich bin ich heute nicht.
Das ist völlig okay so,
nur... Das Leben stellt mich vor unlösbare Rätsel.
Mein kleines persönliches Glück im Großen und Ganzen,
gegen die allumfassende Grausamkeit der Allgemeinheit.
Kann ich, darf ich sagen, mir geht es gut, ich muss mich um nichts mehr kümmern?
Bin ich es den anderen nicht schuldig,
aus meinem Glück den größtmöglichen Vorteil für sie herauszuholen?
Und was ist das, warum lasse ich mich auf nichts so richtig ein?
Warum gehe ich immer genau dann,
wenn es ernst, wenn es schön wird?
Alexander,
warum,
warum,
warum.
Das ist nicht mein Schicksal, aber warum lass ich es immer wieder zu?
Es passiert ja nicht mal, ich könnte ja, wenn ich wollte,
was dagegen tun,
ich könnte das Austauschjahr absagen,
wenn es ganz schlimm ist,
aber.
Nein.
Himmel, wie die Menschen in Kanada wohl sein werden?
Alexander, scheiße.
Diese Traurigkeit ist von unermesslicher Größe.
Ich weiß nicht, ob es irgendwas gibt,
was uns alle vor der Verrücktheit dieser Welt bewahren kann,
aber sollte dies der Fall sein,
dann hoffe ich inständig,
dass alle diese wunderschönen Menschen Teil dieser Rettungsaktion werden können.
Alexander.
Die Welt ist so wunderschön,
das Leben ist so wunderschön
und tragisch zugleich
und es gibt keine besten Menschen,
genauso wie es kein "nicht genug für jemanden" gibt
und, ach herrje, Alexander,
es tut so weh.
Dieser Brief ist so lang und ich glaub, wenn ich könnte,
würde ich ihn verbrennen.
Up in flames.
Ich gehe.
Ich hab mich dafür entschieden,
ich hatte eine Wahl.
Warum ist das Leben so, Alexander?
Warum?
Ich kann dir nicht sagen,
wie sehr es gerade in meinem Brustkorb zieht,
als wäre da schon jetzt ein riesiges Loch
und wie flach mein Atem ist,
Himmel,
Alexander,
Schmerz ist nicht schön,
ist er nie
und es tut so weh.
Es tut so weh.
Könnte ich nur weinen.
Könnte ich all dem einen angemessen Ausdruck verleihen.
Aber keine Umarmung der Welt,
kein Blick
könnte das sagen,
was ich auch mit Worten nicht sagen kann.
Wie sollen sie jemals begreifen,
was sie alle für mich, für mein Leben waren?
Nobody said it was easy.
Und ich will es nicht mal leicht haben.
So ist das Leben, sage ich mir,
das gehört dazu,
irgendwann hättest du sie sowieso verloren.
Die Wahrheit allerdings ist nicht immer tröstlich.
Alexander, was würde ich jetzt darum geben,
meinen Kopf irgendwo anlehnen zu können.
Die Traurigkeit hüllt mich ein,
nimmt mich mit,
diese Nacht geht an sie,
sie ist nicht verloren,
eine Schlacht gab es nie.
Das hier ist kein Weltschmerz,
es ist der vielleicht persönlichste Schmerz,
den ich bisher hatte
und oh Gott, es tut so weh,
Alexander,
es tut so unfassbar weh.
Und ich lasse es einfach geschehen,
ich liege nur hier und bewege meine Finger
und sie schreiben das auf, was mir meine Gedanken sagen
und gerade sagen sie, dass die Spotify-Werbung so unheimlich nervt
und mir ist so nach Heulen,
aber es geht nicht.
Und ich hoffe sehr, eines Tages jemanden zu finden,
Vielleicht hab ich mich schon vor langer Zeit verirrt
schon wieder ich.
Es sind Ferien und ich hab Zeit,
bitte verzeih mir.
Ich hatte heute einen wundervollen Tag,
Projektvorbereitung mit Laura und Oliver und Mr M
und wir haben so unheimlich viel gelacht
und dann noch Kino, Spätvorstellung wenn man so will,
Sophie, Laura und ich,
"The Imitation Game",
brilliant.
Ich bin heute nicht nur nachdenklich,
sondern sogar traurig.
All diese Menschen, die ich schon so lange kenne,
die ich so sehr...
Ich weiß ganz einfach nicht,
wie ich ohne sie leben soll.
Alexander, vor einem Jahr bin ich durch die Straßen dieser Stadt gelaufen
und wusste, da ist nichts mehr, was mich hier noch hält.
Und heute?
Heute sehe ich nach oben, sehe die Sterne,
sehe nach rechts und meine wunderschönen besten Freundinnen.
Weniger als 200 Tage.
Sophie meinte heute, ein Freund wäre jetzt genau das Richtige für mich,
an sich, würde ich nicht weggehen.
Und, ich will jetzt nicht überheblich klingen oder so,
aber vielleicht könnte ich sogar wirklich Menschen für mich begeistern.
Warum gehe ich immer dann, wenn es am Schönsten wird?
Alexander, ich könnte das jetzt als mein Schicksal verklären,
aber das ist nicht die Wahrheit.
Dieses Mal will ich nicht gehen.
Gott, ich werde weinen.
Ich werde so weinen.
Nicht zu gehen ist keine Option,
wenn man es genau nimmt,
sind sie ja auch alle irgendwann schon mal gegangen,
aber scheiße, jetzt sind sie wieder da und
das hier
IST DIE VERDAMMT NOCH MAL BESTE ZEIT.
Bisher jedenfalls.
Alle sind sie wieder da, sogar Mr M, notgedrungen vielleicht,
aber trotzdem.
Sie zu verlassen bricht mir schon jetzt das Herz
und ich finde schon jetzt, knapp sechseinhalb Monate davor,
keine Worte.
Wie um alles in der Welt soll ich die Menschen,
die mein Leben sind,
mein Leben haben,
in Worte fassen?
Wenn sie doch so unbeschreiblich, unendlich, undefinierbar sind?
So wundervoll.
Wie könnte ich, Alexander.
Ich bin erst 16, ich weiß,
aber alle diese Menschen sind vielleicht das Beste,
was mir je passieren wird
und wenn sie wüssten, wie oft ich sie einfach nur ansehe
und denke,
dass ich sie liebe und dass nicht mal Liebe genug ist,
um auszudrücken, was ich für sie empfinde,
ich meine, verdammt noch mal,
sie sind wirklich mein Leben!
Etwas Größeres als das gibt es in der deutschen Sprache nicht und ich bezweifle,
dass es in anderen Sprachen anders ist
und so muss ich diese Unendlichkeit gezwungenermaßen eingrenzen,
muss sie so viel kleiner machen, als sie ist,
nur um ihr überhaupt einen Ausdruck geben zu können.
Was sind schon Worte?
Ich habe Gustav versprochen,
dass er das alles hier lesen darf, wenn ich weg bin.
Was habe ich dann noch zu verlieren?
Ich...
Ich kann und will mich nicht damit abfinden, sie zu verlieren.
John Green hat Recht, wenn er sagt, dass es auf die Metaphern ankommt,
die wir benutzen,
dass sie unseren Schmerz größer machen, als er eigentlich ist.
Aber Alexander, was wenn dieser Schmerz tatsächlich groß ist?
Was wenn ich eigentlich nicht gehen will?
Wenn ich will, dass mein ganzes Leben für immer so bleibt,
wie es jetzt gerade ist?
Alles, alles was ich habe, ist alles, was ich immer wollte.
Ich bin wunschlos glücklich
und zwar absolut.
Und ich weiß nicht, wie ich das, was da in mir blutet, beschreiben soll.
Es ist so unendlich in alle Richtung,
besonders in die Tiefe und es zieht ein bisschen,
da ist so viel Wehmut,
wo ist der Wermut,
wenn man ihn mal braucht?
Weißt du, Alexander, heute Nacht wäre ich gern nicht allein.
Ich weiß nicht, ob ich mich trösten lassen würde,
denn jede weitere Person,
die mich tröstet,
ist eine weitere Person, die ich dann loslassen muss
und, machen wir uns nichts vor,
Loslassen ist eines der Dinge, die ich mit am allerallerallerschlechtesten kann,
diese Briefe sind der schriftliche Beweis.
Aber vielleicht würde ich reden,
wenn ich nicht allein wäre,
also, ich würde ziemlich sicher reden,
aber...
Weißt du, Alexander, seit diesem Sommer halte ich immer irgendwas zurück.
Etwas, was mich davor bewahrt,
noch einmal so schnell so hart zu fallen.
Ohne dass ich irgendeinen Einfluss darauf habe.
Es wäre nicht richtig, zu sagen, dass es mein Herz ist,
ich gehe in so vielen Dingen von ganzem Herzen auf,
das ist es nicht.
Vielleicht ist es meine Seele.
Ich weiß wirklich nicht, was es ist und ich könnte auch nicht genau definieren,
wann der Punkt erreicht ist,
an dem ich dieses Etwas ebenfalls weggegeben habe.
Vielleicht wird das nie wieder passieren, Selbstschutz der allerfeinsten Sorte.
Aber eigentlich will ich das vielleicht auch gar nicht.
"Heroes" von David Bowie
und ich habe gerade so Lust, mich selbst ein bisschen zu verlieren,
ein bisschen aufzugeben,
einfach so,
nach den Träumen ist schließlich ein neuer Tag.
Glücklich bin ich heute nicht.
Das ist völlig okay so,
nur... Das Leben stellt mich vor unlösbare Rätsel.
Mein kleines persönliches Glück im Großen und Ganzen,
gegen die allumfassende Grausamkeit der Allgemeinheit.
Kann ich, darf ich sagen, mir geht es gut, ich muss mich um nichts mehr kümmern?
Bin ich es den anderen nicht schuldig,
aus meinem Glück den größtmöglichen Vorteil für sie herauszuholen?
Und was ist das, warum lasse ich mich auf nichts so richtig ein?
Warum gehe ich immer genau dann,
wenn es ernst, wenn es schön wird?
Alexander,
warum,
warum,
warum.
Das ist nicht mein Schicksal, aber warum lass ich es immer wieder zu?
Es passiert ja nicht mal, ich könnte ja, wenn ich wollte,
was dagegen tun,
ich könnte das Austauschjahr absagen,
wenn es ganz schlimm ist,
aber.
Nein.
Himmel, wie die Menschen in Kanada wohl sein werden?
Alexander, scheiße.
Diese Traurigkeit ist von unermesslicher Größe.
Ich weiß nicht, ob es irgendwas gibt,
was uns alle vor der Verrücktheit dieser Welt bewahren kann,
aber sollte dies der Fall sein,
dann hoffe ich inständig,
dass alle diese wunderschönen Menschen Teil dieser Rettungsaktion werden können.
Alexander.
Die Welt ist so wunderschön,
das Leben ist so wunderschön
und tragisch zugleich
und es gibt keine besten Menschen,
genauso wie es kein "nicht genug für jemanden" gibt
und, ach herrje, Alexander,
es tut so weh.
Dieser Brief ist so lang und ich glaub, wenn ich könnte,
würde ich ihn verbrennen.
Up in flames.
Ich gehe.
Ich hab mich dafür entschieden,
ich hatte eine Wahl.
Warum ist das Leben so, Alexander?
Warum?
Ich kann dir nicht sagen,
wie sehr es gerade in meinem Brustkorb zieht,
als wäre da schon jetzt ein riesiges Loch
und wie flach mein Atem ist,
Himmel,
Alexander,
Schmerz ist nicht schön,
ist er nie
und es tut so weh.
Es tut so weh.
Könnte ich nur weinen.
Könnte ich all dem einen angemessen Ausdruck verleihen.
Aber keine Umarmung der Welt,
kein Blick
könnte das sagen,
was ich auch mit Worten nicht sagen kann.
Wie sollen sie jemals begreifen,
was sie alle für mich, für mein Leben waren?
Nobody said it was easy.
Und ich will es nicht mal leicht haben.
So ist das Leben, sage ich mir,
das gehört dazu,
irgendwann hättest du sie sowieso verloren.
Die Wahrheit allerdings ist nicht immer tröstlich.
Alexander, was würde ich jetzt darum geben,
meinen Kopf irgendwo anlehnen zu können.
Die Traurigkeit hüllt mich ein,
nimmt mich mit,
diese Nacht geht an sie,
sie ist nicht verloren,
eine Schlacht gab es nie.
Das hier ist kein Weltschmerz,
es ist der vielleicht persönlichste Schmerz,
den ich bisher hatte
und oh Gott, es tut so weh,
Alexander,
es tut so unfassbar weh.
Und ich lasse es einfach geschehen,
ich liege nur hier und bewege meine Finger
und sie schreiben das auf, was mir meine Gedanken sagen
und gerade sagen sie, dass die Spotify-Werbung so unheimlich nervt
und mir ist so nach Heulen,
aber es geht nicht.
When you try your best but you don't succeed.
When you get what you want but not what you need.
Ich wollte das alles, ja
und ich stehe dazu,
ich bereue nichts.
Aber es ist gerade nicht das, was ich brauche.
Alexander, warum ist das so?
Warum ist da eine unverständliche Tragik
Warum ist da eine unverständliche Tragik
und warum um alles in der Welt
ist da in mir noch immer die Zuversicht
auf ein glückliches Ende?
Dass dieser Abschied nicht das allgemeingültige Ende ist,
Dass dieser Abschied nicht das allgemeingültige Ende ist,
das weiß ich ja,
aber es ist ein Ende,
es ist Abschied
und es gibt nichts,
was ich auf dieser verdammten Welt mehr hasse,
als Abschiede.
Nichts, wovor ich mich mehr fürchte.
Alexander, normalerweise würdest du all das hier nicht sehen,
aber tippen geht nun mal schneller.
Verzeih mir, bitte.
Dieser Brief ist zu lang und das weiß ich auch.
Aber es tut so weh.
Aber es tut so weh.
Es ist nicht mal ein schlimmes Wehtun,
es ist okay,
ich bin okay,
es geht vorbei.
Aber es verlangt, gespürt zu werden
Aber es verlangt, gespürt zu werden
und deswegen liege ich noch immer hier
und die Tastatur klappert ununterbrochen
und meine Augenlider werden langsam schwer
und ich kann noch immer nicht weinen.
Es wird oft gesagt, dass Tränen das sind,
was das Herz sagt,
wenn der Mund keine Worte findet,
aber offensichtlich ist angesichts dieses riesigen Lochs in mir
sogar mein sonst so voreiliges Herz sprachlos.
Alexander, Alexander.
Was machen sie nur mit mir?
Was mache ich nur mit mir?
Was mache ich nur mit mir?
Ob jemals jemand diese Traurigkeit einfach ertragen wird?
Also, meine Traurigkeit, jetzt im ganz Speziellen.
Also, meine Traurigkeit, jetzt im ganz Speziellen.
Ob ich jemals jemanden finden werde,
der mich ganz in Ruhe all das ausführen lässt,
der mich dabei ansieht, aufmerksam, nicht aufdringlich,
der geduldig ist und mich dann,
wenn ich fertig bin,
einfach schweigend in den Arm nimmt.
Die Leute wollen immer, dass es einem gut geht
und im Prinzip ist das ja nichts Schlechtes,
ich will das ja auch immer,
aber was vielleicht noch viel wichtiger ist,
ist jemanden zu haben, der einem einfach mal so ganz vorbehaltlos zuhört
und dann am Ende die richtigen Worte findet.
Traurigkeit ist nur so schwer zu ertragen,
die eigene ebenso wie die Traurigkeit anderer.
Aber sie ist genauso notwendig,
wie Glücklichkeit.
Und ich hoffe sehr, eines Tages jemanden zu finden,
der meine Traurigkeit ertragen kann.
Es muss sich niemand Sorgen darum machen,
ich würde nicht wieder in Ordnung kommen,
eigentlich bin ich immer in Ordnung.
Ich brauche bloß jemanden mit viel Geduld.
Meine Ansprüche sind zu hoch und ich kann die Leute nicht mal richtig kennenlernen,
ich weiß einfach nicht, wie das geht,
muss es ja auch eigentlich nicht wissen, schließlich kenn ich die meisten schon seit Ewigkeiten.
Aber ich bin zuversichtlich,
dass irgendwo da draußen jemand ist,
Irgendjemand, der kommt und mich an die Hand nimmt
und mir sagt, komm mit, ich weiß wo's lang geht.
Vielleicht hab ich mich schon vor langer Zeit verirrt
und es ist schon so alltäglich geworden,
dass es mir gar nicht mehr auffällt
und den anderen um mich herum auch nicht.
Ach Alexander, ich weiß auch nicht.
Es ist kurz vor zwei und ich werde müde.
Danke für's Lesen.
♥Deine Rebecca.
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